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    Münnerstadt

    Standesamt nach Münnerstadt: Jetzt sagt auch der Stadtrat "Ja"

    Nach der Gemeinschaftsversammlung der VG Maßbach hat nun auch der Münnerstädter Stadtrat der Übernahme des Standesamtes der VG zugestimmt und einen dritten Standesbeamten berufen.
    Ehen können im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach nach wie vor von den Bürgermeistern geschlossen werden, das Standesamt ist aber ab 1. November in Münnerstadt. Jetzt hat auch der Stadtrat des Lauerstädtchens der Übernahme zugestimmt. Foto: Andreas Lander/dpa       -  Ehen können im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach nach wie vor von den Bürgermeistern geschlossen werden, das Standesamt ist aber ab 1. November in Münnerstadt. Jetzt hat auch der Stadtrat des Lauerstädtchens der Übernahme zugestimmt. Foto: Andreas Lander/dpa
    Ehen können im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Maßbach nach wie vor von den Bürgermeistern geschlossen werden, das Standesamt ist aber ab 1. November in Münnerstadt. Jetzt hat auch der Stadtrat des Lauerstädtchens der Übernahme zugestimmt. Foto: Andreas Lander/dpa

    "Bei uns kocht der Chef noch selbst." Mit diesen Worten umriss Bürgermeister Michael Kastl ( CSU ) den Vorteil, den das Münnerstädter Standesamt gegenüber dem großer Städte habe. Wenn jemand zum Münnerstädter Standesamt komme, dann treffe er auf einen echten Standesbeamten, sagte er. Das sei wohl auch ein Grund gewesen, dass sich die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach entschieden hat, ihr Standesamt nach Münnerstadt zu verlagern. Ein weiterer dürfte der Preis gewesen sein. Je 2,50 Euro zahlt die Verwaltungsgemeinschaft, in der zu Jahresanfang 6565 Menschen lebten, pro Einwohner für diesen Dienst. Nun hat auch der Münnerstädter Stadtrat der Übernahme einstimmig zugestimmt. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit hätte gereicht.

    Sehr kurzfristig habe sich die Verwaltung mit dem Thema befassen müssen, erläuterte der Bürgermeister bei der Stadtratssitzung. Der Maßbacher Standesbeamte gehe in den Ruhestand und die Ausbildung eines Standesbeamten sei relativ kostspielig. Er hoffe, dass die Maßbacher, Rannunger und Thundorfer gleich noch ein paar andere Geschäfte erledigen, wenn sie nach Münnerstadt zum Standesamt kommen.

    "Wir haben selbst einmal darüber nachgedacht, unser Standesamt aufzugeben", erinnerte der Bürgermeister. In Betracht gezogen hatte Münnerstadt damals die gleichen Städte , wie jetzt auch Maßbach: Bad Neustadt, Schweinfurt und Bad Kissingen. Er sei froh, dass sich die Gemeinschaftsversammlung für Münnerstadt entschieden habe. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde Peter Reuß neben Marina Härder und Bernd Hochrein als dritter Standesbeamte der Stadt bestellt.

    Ein weiterer Punkt der Stadtratssitzung war die Rechnungslegung für das Haushaltsjahr 2019. "Sie müssen das heute lediglich zur Kenntnis nehmen", sagte der geschäftsleitende Beamte und Kämmerer Stefan Bierdimpfl. Gleichzeitig wurde der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Matthias Kleren ( Freie Wähler ) beauftragt, die Jahresrechnung im Ausschuss zu prüfen.

    Das Haushaltsjahr 2019 schließt mit knapp 25 Millionen Euro ab; am Ende hatte die Stadt eine Rücklage - und das ist völlig neu - in Höhe von rund 1,74 Millionen Euro. Für Wasser und Abwasser wurden Sonderrücklagen in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro gebildet. Diese werden im laufenden Jahr allerdings durch Investitionen aufgebraucht. Der Schuldenstand lag am Jahresende bei gut 13,68 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von knapp 1800 Euro entspricht. Die Mindestzuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt betrug knapp 2,5 Millionen Euro, die freie Finanzspanne für Investitionen rund 615 000 Euro.

    Katrin Johannes Richter von der Richter & Partner Steuerberatungsgesellschaft stellte schließlich noch die Jahresabschlüsse für die Wasserversorgungsanlage der Stadt Münnerstadt und das Hallenbad für das Jahr 2018 vor. Unter dem Punkt "Anfragen" bat Matthias Kleren darum, die Althäuser Bildstöcke von einem Fachmann auf Schäden untersuchen zu lassen, weil derzeit ohnehin das Kriegerdenkmal hergerichtet wird. "Wir schauen uns das man an", meinte Michael Kastl dazu, der auch darauf hinwies, dass solche Projekte durch die NES-Allianz gefördert werden können.

    Oliver Jurk ( CSU ) sprach das Biberproblem in Kleinwenkheim an. Ständig seien Wiesen und Flurwege überflutet. Arno Schlembach ( CSU ) sprach von einer gefährlichen Situation in Großwenkheim . Bäume, die vom Biber angenagt wurden, könnten beim Umfallen Menschen verletzen. Da müssten zunächst Gespräche mit dem Landratsamt geführt werden, sagte der Bürgermeister. Der Biber sei von der Gesellschaft gewollt. "Es wird sehr schwierig sein, eine endgültige Lösung zu finden." Er will dazu Gespräche mit der Bevölkerung vor Ort führen.

    Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vergab der Stadtrat die Aufträge für zwei baugleiche Feuerwehrautos TSF-W, die die Wehren Fridritt und Seubrigshausen erhalten.

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    Thomas Malz

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