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    Trimberg

    Starkes Kulturprogramm auf der Trimburg

    Zwar gingen nicht alle Wünsche in Erfüllung, doch der Vorsitzende der "Freunde der Trimburg", Micha Strauß, konnte in der jüngsten Jahreshauptversammlung über weitere Fortschritte bei der Erhaltung und Attraktivitätssteigerung der Landmarke, ein Wahrzeichen des Saaletals, berichten. Er gab die Bilanz des vergangenen Jahres und eine Vorschau auf die nächsten sechs Monate. Mit Genehmigung des Landesamts für Denkmalpflege (LfD) wurde ein Sonnensegel vor dem Ausschank im Burghof montiert. Das Amt erlaubte für den Echtersaal zwar keine Glasfenster, gab jedoch grünes Licht für Pergola-ähnliche Jalousien als Wetterschutz, deren Einbau eine Fachfirma noch heuer vollzieht. Um die Bewirtschaftung für Vereine zu vereinfachen, planen die Trimburgfreunde Pagodenzelte im Burghof aufzustellen, in denen das Gartenmobiliar vor schlechtem Wetter ebenfalls Schutz findet. Zum Saisonende können diese vom LfD akzeptierten "fliegenden Bauten" eingelegt werden.

    Erfreut zeigte sich Bürgermeister Karlheinz Kickuth über das "Mitziehen" der Denkmalpflege, die Kompromissbereitschaft zeigt beim Einbau einer neuen Ausschanktheke. Zwei große Sonnenschirme im Burghof sind in Aussicht gestellt. Was die Bewirtschaftung der Burg angeht, will er auch Vereine aus weiteren Region ansprechen. Der Vizevorsitzende hofft zudem auf Unterstützung der Trimburgfreunde bei der 1200-Jahr-Feier Elfershausens, die 2020 stattfindet. Sein Dank galt allen am Erhalt und Betrieb der Trimburg beteiligten Kräften.



    Hohes Lob gab es von Landrat Thomas Bold für "die hervorragende Arbeit einer homogenen Gemeinschaft, an deren Spitze verlässliche Personen stehen. Die Trimburg ist für mich etwas besonderes - auch deshalb, weil sie aus dem ehrenamtlichen Engagement lebt", räumte er mit seinem persönlichen und dem Dank des Landkreises ein.

    Ein Beispiel für den Idealismus der Mitglieder ist der letzte Mai-Sonntag, für den kein Bewirtschafter gefunden werden konnte und die Burg geschlossen bleiben sollte. Von Bärbel Sauskojus initiiert, fanden sich einige Freiwillige, die ihren Sonntag opferten, das Burgtor öffneten und für rund 70 Besucher Getränke ausschenkten und Snacks zubereiteten.


    Kultur auf der Burg

    Für kulturelle Veranstaltungen ist die Burg ein idealer Ort. Auch heuer ist diesbezüglich einiges zu erwarten, wie Matthias Schiebel und Regisseur Bernd Lemmerich wissen ließen. Die Knappenschule läuft diesmal als Ferienprogramm, das heißt neben Kindern und Jugendlichen aus betreuenden Einrichtungen können sich auch interessierte Jugendliche aus der Umgebung anmelden. Schiebel organisiert zudem am Samstag, 14. Juli ein Blues- und Rockkonzert auf der Burg als Benefizveranstaltung. Der Erlös des "Castle-Rock" kommt der Ausbildung Jugendlicher in Sambia zugute, wo die Tochter des Vize-Vorsitzenden derzeit praktiziert.

    Die Disharmonie Schweinfurt legt am Wochenende 27., 28. und 29. Juli ihr Stück "Shirley Valentine" oder "die Hl. Johanna der Einbauküchen" auf, zu dem Lemmerich Informationen gab. Hinzu kommen weitere Events, wie zum Beispiel von musifit e. V., das Jazzfest am 24. Juni, die "Nacht der Poesie" oder das Mittelalter-Treiben.



    Der Kassenbericht von Schatzmeister Bernd Strauß zeigte einen leichten Aufschwung. Investitionen flossen in die Erstellung der Chronik und den Kauf von Stehtischen sowie zwei Registrierkassen, die den Vereinen die Bewirtungsarbeit wesentlich erleichtern. Die Kassenprüfer Alfons Hausmann und Hannes Deinlein bestätigten eine korrekte Buch- und Kassenführung, die Entlastung fiel einstimmig aus und ebnete den Weg für die Neuwahlen.


    Vorstand im Amt bestätigt

    Unter Leitung von Altbürgermeister Ludwig Neeb schenkten die rund 40 Anwesenden dem bisherigen Vorstand erneut ihr Vertrauen. Micha Strauß bleibt Vorsitzender, seine Stellvertreter sind Thomas Bold, Karlheinz Kickuth und Matthias Schiebel. Bernd Strauß führt weiterhin die Kasse, die Kassenprüfer bleiben im Amt. Den vakanten Posten des Schriftführers übernahm Bärbel Sauskojus.

    Hausmann wies auf einige marode Mauerkronen hin. Hier nahm der Vorstand schon Kontakt zu einem Fachunternehmen auf, das diese Ausbesserungen möglicherweise mit einer Mörtelspritze bewältigen kann. Ludwig Neeb bat um Verkehrssicherheit an und auf der Zufahrt zur Trimburg. Nach Ansicht von Bürgermeister Kickuth könnte eine wassergebundene Decke, die allerdings im oberen Teil eine Asphaltschicht benötigt, eine Lösung sein. Winfried Ehling

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