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    Motten

    Start in den digitalen Schulalltag

    Motten bereitet den Weg zu einer digitalen Grundschule vor. Wenn alles nach den Vorstellungen der Mottener Rathauschefin Katja Habersack geht, werden die Laptops als Weihnachtsgeschenke geliefert.
    Sabine Storch-Leibold (links), Rektorin der Mottener Grundschule, kann bald analoges und digitales Lernen vernetzen. Bürgermeistern Katja Habersack unterstützt die Digitalisierung der Grundschule gerne.  Foto: Stefanie Elm       -  Sabine Storch-Leibold (links), Rektorin der Mottener Grundschule, kann bald analoges und digitales Lernen vernetzen. Bürgermeistern Katja Habersack unterstützt die Digitalisierung der Grundschule gerne.  Foto: Stefanie Elm
    Sabine Storch-Leibold (links), Rektorin der Mottener Grundschule, kann bald analoges und digitales Lernen vernetzen. Bürgermeistern Katja Habersack unterstützt die Digitalisierung der Grundschule gerne. Foto: Stefanie Elm

    Die Grundschule Motten wird digital modernisiert. Der " Digitalpakt Schule 2019 bis 2024" beschert den 51 Schülerinnen und Schülern neue Laptops. Einfach so geht das al lerdings nicht. Zwischen Inkrafttreten des Digitalpakts im Mai vergangenen Jahres und der Umsetzung gibt es für eine langfristig sinnvolle Digitalisierung der Grundschule einiges zu beachten, besprechen und zu planen. Wenn alles nach den Vorstellungen der Mottener Rathauschefin Katja Habersack (parteilos) geht, werden die Laptops als Weihnachtsgeschenke geliefert werden können.

    Dies ist jedoch erst der letzte Baustein des Projekts. Im Vorfeld müssen einige Details geklärt werden. Zwar deckt der Digitalpakt mit einer Förderquote von 80 bis 90 Prozent die Hardware , WLAN und die Netzinfrastruktur ab, doch die Installierung, Wartung, die Sicherheit, Netzwerkpflege und Administration liegt in der Verantwortung des Schulaufwandsträgers, also der Gemeinde.

    Das Digitalpaket muss dem Medienkonzept der Schule angepasst sein. Dies wurde bereits Ende vergangenen Jahres zwischen Grundschulleiterin Sabine Storch-Leibold und Steffen Schneider, Kämmerer der Gemeinde Motten , ausgearbeitet und beim Kultusministerium eingereicht. Es bildet die Grundlage für alle weiteren Planungen.

    Das Medienkonzept beinhaltet eine Bestandsaufnahme und den Bedarf: "So viel ist bei uns ja noch nicht vorhanden", resümiert Sabine Storch-Leibold die momentane digitale Ausstattung an der Grundschule . Für eine Medienbildung, die der realen Welt der noch jungen Kinder Rechnung trägt, braucht sie: für jedes Klassenzimmer jeweils einen ortsfesten Beamer, einen Laptop, eine Dokumentenkamera und eine Leinwand, das alles für die Lehrerpulte. Dazu kommen später noch acht Laptops für die Schüler . Die Laptop-Arbeit wird keinen Lernstoff ersetzen oder als neues Unterrichtsfach hinzukommen. "Die Arbeit mit den Laptops wird in den normalen Unterricht integriert", sagt die Rektorin. "Die Kreidetafel gehört auch weiterhin in die Grundschule ", betont sie, dass das Lernen von Grundlegendem an erster Stelle steht. Lesen und Schreiben ist auch für die modernen Medien Voraussetzung und wird nach wie vor mit analogen Heften und Büchern gelernt. "Man muss ein gesundes Mittelmaß finden" zwischen traditionellem und digitalem Lernen.

    Doch werden bereits in der ersten Klasse die ersten Schritte in die Digitalwelt getan. Vom simplen Anschalten über die Anmeldung beim Leseförderprogramm Antolin bis hin zum Bedienen der verschiedenen Funktionen werden die Schüler an die Arbeit mit den Laptops herangeführt, bevor sie ab der dritten Klasse Informationen für ein Referat im Internet suchen.

    Ob die neuen Medien das Lernen verbessern, "werden die Erfahrungen zeigen". Daher muss das Medienkonzept laufend überarbeitet sowie der neuen pädagogischen Situation und dem eventuell neuen Bedarf angepasst werden.

    "Die Gemeinde hat ein großes Interesse an der Digitalisierung der Grundschule . Wir schaffen die Rahmenbedingungen, damit der Schulstandort Motten zukunftsfähig bleibt", stellt sich die Bürgermeisterin Katja Habersack hinter die Schulrektorin. Momentan laufen noch die Ausschreibungen, der Antrag wird eingereicht, sobald die Planungen abgeschlossen sind. Die Gemeinde hofft, dass der Großteil der Umsetzung, also die Glasfaserverlegung und WLAN , in den Sommerferien bis spätestens September erfolgen kann.

    Welche Endgeräte gekauft werden, wird später entschieden. Im Moment konzentriert sich die Gemeinde auf erfolgsbringende Planungen. Zudem ist "im Moment der Markt leer gefegt", berichtet Steffen Schneider. Coronabedingtes Homeoffice und Homeschooling sorgte für digitales Nachrüsten zu Hause. Die Lieferzeiten für neue Laptops haben sich enorm verlängert.

    Immerhin gibt es hier für die Gemeinde ein zusätzliches Sonderbudget von über 3000 Euro für vier Laptops, die Schülern aus finanziell schwachen Familien für die Schul- und Hausaufgaben leihweise überlassen werden können. Nach Gewährung von diversen Förderungen (siehe Info) bleibt der Gemeinde Mot ten ein Restbetrag in bislang unbestimmter Höhe: "Das wird spannend", kann Kämmerer Steffen Schneider momentan über die verbleibenden Kosten nur sagen. Damit die Mottener Schüler noch dieses Jahr ihre Laptops bekommen, muss die Gemeinde in Vorleistung gehen und das Geld später vom Förderbudget abrufen.

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    Stephanie Elm

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