• aktualisiert:

    Elfershausen

    Startschuss für das Jubeljahr

    Elfershausen hat mit einem Eröffnungsabend mit Schirmherr Innenminister Joachim Herrmann die Feiern zum 1200-jährigen Bestehen begonnen.
    Bayerns Innenminister Joachim Hermann ist Schirmherr des 1200-jährigen Jubiläums von Elfershausen. Bei seinem Besuch zum Eröffnungsabend des Jubiläums trägt er sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Foto: Melanie Edelmann
    Bayerns Innenminister Joachim Hermann ist Schirmherr des 1200-jährigen Jubiläums von Elfershausen. Bei seinem Besuch zum Eröffnungsabend des Jubiläums trägt er sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Foto: Melanie Edelmann

    "Heud fange mer o", lautete das Motto des Eröffnungsabends zum Jubiläumsjahr in Elfershausen . Und am Ende stand die einhellige Meinung, dass es ein wirklich gelungener Auftakt war. Mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war neben der lokalpolitischen Prominenz ebenfalls ein ´Schwergewicht´ aus der Landeshauptstadt München in Elfershausen vertreten. Dieser hielt in seiner Funktion als Schirmherr des 1200-jährigen Ortsbestehens die Festrede, bevor durch Bastian Reusch die erste Chronik über das Dorf an der Saale vorgestellt wurde. Die örtliche Bevölkerung jedenfalls erschien zahlreich, die Elfershäuser Schwedenberghalle war bis auf den letzten Platz gefüllt.

    Die Moderation des Abends übernahm Elfershausens zweiter Bürgermeister Jürgen Englert , der zu Beginn der Veranstaltung, in Begleitung von Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, die Bühne betrat. Für Schmunzeln im Publikum sorgte seine Erzählung, wie er den Innenminister überzeugt hatte als Schirmherr und Festredner zu fungieren. Bei der Einweihung des Landratsamtes in Bad Kissingen hatte Englert kurzerhand gefragt, Hermann in seinen Terminkalender geschaut und schon war der Termin fix. "Unbürokratischer geht es nicht", kommentierte Englert die Terminabsprache. Die Eröffnungsrede übernahm Bürgermeister Karlheinz Kickuth , der schon einmal auf die erste urkundliche Nennung Elfershausens sowie einige Stationen aus dessen Geschichte einging, ohne jedoch der Chronikvorstellung vorzugreifen.

    Danach übergab Englert das Wort an den bayerischen Innenminister, der mit einiger Kenntnis über Region und Leute überraschte. Unter anderem schwelgte er in Erinnerungen an seine Bundeswehrzeit - Hermann hatte seinen Wehrdienst im Lager Hammelburg abgeleistet und war deshalb mit Land und Leuten vertraut. Zudem hob er die Bedeutung von starken Gemeinden für die Zukunft Bayerns heraus und betonte, wie wichtig Eigeninitiative eines jeden Einzelnen in den Kommunen sei. In München könne man lediglich möglichst gute Rahmenbedingungen schaffen, anpacken müssten die Leute vor Ort. Doch stehe Elfershausen und Bayern in Gänze in vielen Bereichen und vor allem wirtschaftlich gut da.

    Nachdem auch Landrat Thomas Bold einige Worte gesprochen hatte, übernahm Reusch als Hauptautor der zum Jubiläum veröffentlichten Ortschronik das Wort. In seinem Vortrag gab er Einblicke in die Arbeitsweise des Arbeitskreises und dessen Mitglieder, deren Leistungen er lobend erwähnte. Gemeinderat Rainer Kuhn hatte sich um die Organisation und Ordnung alter Fotos aus den Reihen der Bevölkerung gekümmert. Ebenso zollte Reusch Altbürgermeister Otmar Pfister für seinen unermüdlichen Einsatz und großen Sachverstand, ohne den die Fertigstellung des dreijährigen Projektes sicherlich nicht möglich gewesen wäre, große Anerkennung. Gab es im Vorfeld des Jubiläums immer wieder Zweifel über das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung Elfershausens angenommen werden könne, stellte Reusch klar, dass aus wissenschaftlicher Sicht lediglich 820 übrig bliebe. Dies habe das Hauptstaatsarchiv in Marburg in einer Stellungnahme nochmals bestätigt und so könne man also beruhigt das Jubiläum angehen. In der Folge gab Reusch weitere interessante Einblicke in die Ortsgeschichte, skizzierte insbesondere die Entwicklung seit dem zweiten Weltkrieg hin zur heutigen Marktgemeinde. Im Arbeitskreis zeichneten noch Melanie Edelmann, die das Layout der Chronik übernommen hatte, sowie Iris Becker (Archivkraft Gemeinde Elfershausen ) verantwortlich.

    Die Chronik umreißt in 200 Seiten die Geschichte Elfershausens von der Vorzeit bis zur Moderne.

    Englert stellte zum Schluss nochmals die Termine des Jubiläumsjahres vor, bevor die deutsche Nationalhymne, die Bayernhymne sowie das Frankenlied den Abend abrundeten. Für die musikalische Untermalung sorgten die Musikvereine der Elfershäuser Ortsteile Machtilshausen und Langendorf in Gemeinschaft, die unter Dirigent Stefan Roth hervorragend harmonierten.

    Bastian Reusch

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!