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    Geroda

    Stolz auf den Grillplatz in Geroda-Platz

    Seit über einem Jahr gibt es ihn nun schon, den Jugendrat in Geroda-Platz. Auch das erste große Projekt konnte bereits im Sommer 2016 verwirklicht werden: ein Grillplatz. "Hier kann man sich treffen und stört niemanden", erklärt Matthias Kohl die Vorzüge des im Wald gelegenen Platzes. Er ist der Vorsitzende des neunköpfigen Jugendrates. Sein Gremium erstellte ein Konzept zur Errichtung des Grillplatzes. Dieses wurde dann nach Rücksprache mit Gemeinderat und Bürgermeister genehmigt.

    Rund sieben Wochen dauerte die Fertigstellung. Am Anfang musste das ganze Gestrüpp entfernt werden. "Vorher war das hier ein toter Platz", berichtet Kohl. Die Arbeiten wurden meist am Wochenende oder am Abend unter der Woche ausgeführt. Das Material stellte die Gemeinde. "Sonst wurde alles in kompletter Eigenleistung erstellt", betont der 23-Jährige. Damit wären die Kosten überschaubar geblieben.


    Im Schnitt zehn Jugendliche

    Damit das Werk zügig voran ging, mussten Maschinen eingesetzt werden. "Die Maschinen vor Ort wurden durch einen Mitarbeiter des Bauhofes bedient", erinnert sich Bürgermeister Alexander Schneider (UWG). Er selbst half bei den Arbeiten mit und hatte dabei sehr viel Spaß. Im Schnitt beteiligten sich zehn Jugendliche an den Arbeiten. Nun kann der Platz von jedem genutzt werden.

    "Im Sommer sind wir eigentlich mindestens einmal die Woche hier", sagt Kohl. "Der Platz wird von Jung und Alt rege genutzt", bestätigt der Bürgermeister.


    Große Harmonie

    Ein positives Fazit für das erste Jahr des Jugendrates zieht der Vorsitzende ebenfalls: "Es ist einfach eine gute Sache, dass etwas gemacht wird." Zwar wünsche er sich manchmal eine größere Beteiligung sowie mehr Vorschläge der Jugend. Aber die Mitglieder harmonieren auch gut innerhalb des Rates, trotz der großen Altersspanne. Denn es sind Jugendliche im Alter von 13 bis 23 Jahren vertreten.

    Der Bürgermeister von Geroda zeigt sich immer noch begeistert: "Es ist eine tolle Geschichte, dass es den Jugendrat gibt, und sich die Jugend einbringt." Er sei nicht so strukturiert wie ein Gemeinderat, aber so können junge Leute an das politische Leben herangeführt werden.

    Auch Antje Rink lobt die selbstständige Organisation des Jugendrates. Sie ist Projektmanagerin des Pilotprojekts "Demografie" im Landkreis Bad Kissingen. In dem Projekt werden im Schwerpunkt Angebote für Senioren sowie die Möglichkeit für die Jugend, sich zu beteiligen, betreut. Ähnliche Projekte wie in Geroda gibt es auch in Münnerstadt, Wildflecken und Bad Brückenau.


    Ferienprogramm steht an

    Aktuell bereitet Rink die Erfahrungen aus den Modellen auf, um sie dann an die Gemeinden im Landkreis weiterzugeben. "Wir werden sehen, was sich aus den unterschiedlichen Formen herauskristallisiert und werten noch bis zum Ende des Jahres aus", berichtet die Projektmanagerin. Zu Beginn des nächsten Jahres sollen die Informationen den Gemeinden zur Verfügung stehen. Anfang September steht das nächste Ereignis für den Jugendrat Geroda-Platz an. "Wir organisieren das Ferienprogramm, was wir genau machen, ist aber noch in Planung", betont Matthias Kohl. Sandro Wegmann
    Redaktion

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