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    Sulzthal

    Sulzthals Kindergarten reicht nicht für alle

    Nicht alle Kindergartenkinder können in Sulzthals Kindergarten "GerneGroß" gehen. Das kostet natürlich dem   Markt einiges Geld. Foto: Hilmar Ruppert
    Nicht alle Kindergartenkinder können in Sulzthals Kindergarten "GerneGroß" gehen. Das kostet natürlich dem Markt einiges Geld. Foto: Hilmar Ruppert

    Mehr als 46.000 Euro bezahlte der Markt Sulzthal als Zuweisung an benachbarte Kindergärten für die Betreuung von Sulzthaler Kindern. Dies war unter anderem ein Diskussionspunkt in der diesjährigen Bürgerversammlung. Als Schwerpunkte für den Haushalt 2018 führte Bürgermeister August Weingart das Baugebiet Haiger II, die Sanierung des Bachlaufs und die Teilerneuerungsmaßnahme Langenbergstraße an. Sein Ausblick galt der Sanierung des Wasser-Hochbehälters, der Sanierung der Straßen Aussiedler, der Kläranlage und dem Windpark.

    Die Zuweisungen aus dem Finanzausgleich sind für den Markt Sulzthal um 12.000 Euro auf 841.000 Euro gestiegen. Größte Brocken sind Einkommenssteuerbeteiligung (494.000 Euro), Schlüsselzuweisung (273.000 Euro) und Kfz-Steueranteil mit 24.600 Euro. In der Steuerkraft gab es Mindereinnahmen in Höhe von 30.000 Euro, was ausschließlich den gesunkenen Gewerbesteuereinnahmen geschuldet ist. Gestiegen dagegen sind die Ausgaben für Umlagen um 22.000 Euro auf 588.000 Euro. Hier schlagen die Kreisumlage mit 347.000 Euro, die VG-Umlage mit 154.000 Euro und die Schulumlage mit 63000 Euro zu Buche. Aufgrund der getätigten Kreditaufnahme in Höhe von 330.000 Euro ergibt sich ein voraussichtlicher Schuldenstand zum 31. Dezember in Höhe von 412.000 Euro. Die Pro-Kopf Verschuldung beträgt damit 534 Euro.

    46.000 Euro für andere Kindergärten

    Der Sulzthaler Wald warf mit Holzverkauf und Förderung und nach Abzug aller Ausgaben einen Gewinn von 26.000 Euro ab. Weingart gab aber zu bedenken, dass dieses Ergebnis weder im laufenden Jahr, noch in den Folgejahren auch nur annähernd wieder zu erreichen sei. Der Gemeindliche Kindergarten wies für 2018 eine Unterdeckung von 13.450 Euro auf. Auf der Einnahmenseite stehen die Förderungen durch Bund und Land von 121.700 Euro und die Kindergartenbeiträge von 27.250 Euro. Bei den Ausgaben machen die Personalkosten (180.800 Euro) den Löwenanteil aus. Stattliche 46.000 Euro bezahlte der Markt an Zuweisungen für andere Kindergärten. Das konnte im Saal nicht jeder verstehen, wo Sulzthal doch über einen sowohl personell, als auch gebäudetechnisch gut ausgestatteten Kindergarten verfügt. "Wir sind natürlich bestrebt, dass die Sulzthaler Kinder auch den Sulzthaler Kindergarten besuchen", äußerte sich Weingart zu diesem Thema.

    Zuzüge ins neue Baugebiet

    Die Einwohnerzahl des Marktes ist in den vergangenen zehn Jahren um fast 100 auf nunmehr 836 gesunken. Der Trend kehre sich allerdings etwas um, was auch den Zuzügen ins neue Baugebiet Haiger geschuldet sei. Von den insgesamt 28 Baugrundstücken seien 17 bereits verkauft und zwei vorreserviert. Der Baubeginn für Haiger II war im Februar 2018, die Fertigstellung im Januar des laufenden Jahres, die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,63 Millionen Euro. Der Grundstückspreis beträgt sich auf 73 Euro/qm.

    Weitere Maßnahmen waren die Neugestaltung des Sulzbaches mit 131.000 Euro, die Teilsanierung Langenbergstraße mit 177.000 Euro und Umbau Kindergarten mit 44.100 Euro.

    Zum Thema Kläranlage sei die Planung wegen offener Fragen gestoppt worden. Der Anschluss an eine leistungsfähige Kläranlage ist für die Förderungsfähigkeit zwingend erforderlich. Bei der Sulzthaler Straßenbeleuchtung findet man keine Betonmasten mehr vor. Im April hatte man damit begonnen, die Leuchtköpfe auszutauschen und die Masten gegen neue aus Aluminium zu ersetzen. Den Auftrag erhielt Bayernwerk , die Kosten hierfür beliefen sich auf 85.000 Euro. Die neuen Lichtquellen verbrauchen weniger Energie, und von 23 Uhr bis fünf Uhr wird die Lichtleistung zusätzlich gedrosselt.

    Anfrage zum Bürger-Windkraftrad

    Eine Anfrage von Maria und Ralf Ruppert bezog sich auf das Thema Bürger-Windkraftrad. Enercon machte deutlich, dass schon mehrere Anfragen an sie herangetragen worden seien und bat darum, solche Anfragen über die Gemeinde laufen zu lassen. Weiterhin bitten sie die Bürgerschaft um Verständnis, dass darüber noch keine Entscheidung getroffen werden konnte.

    Abschließend bedankte sich der Bürgermeister für jede Mithilfe, die zur Gestaltung des Dorfbildes beiträgt und für alle ehrenamtlich ausgeführten Tätigkeiten. Er appellierte dafür, mit dem Gut Trinkwasser sparsam umzugehen und beim Parken darauf zu achten, dass Rettungsfahrzeuge noch durchfahren können - auch in den Nebenstraßen. Die Benutzung und Belegung öffentlicher Flächen, etwa durch Baugerüste oder sonstiges Ablagern müsse in der VG angemeldet werden.

    Hilmar Ruppert

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