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    Hammelburg

    Tado Karlovic verlässt die Hammelburg Volleys

    Der "Maestro" muss künftig auf seinen obersten Dienstherrn verzichten: Unser Bild zeigt Zuspieler Aldin Dzafic (links) u...

    Er hatte es vor der Saison bereits angedeutet, nun ist es amtlich: Nach neun Jahren an der Saale ist Schluss! Tado Karlovic, dem mit Hammelburgs Herrenmannschaft ein beispielloser Durchmarsch von der Bezirksliga in die 2. Bundesliga gelang, möchte sich dem Leistungsvolleyball für ein paar Jahren entsagen und zukünftig mehr für seine Familie da sein. "Irgendwann ist es an der Zeit für einen neuen Fokus. Nach neun unglaublich tollen Jahren in Hammelburg, möchte ich mich zukünftig noch mehr mit meiner Familie beschäftigen", sagt der Vater dreier Kinder, dem der Abschied zum Saisonende keinesfalls leichtfällt: "Meine Gefühle sind ambivalent. Zur Freude über die neu gewonnene Freiheit mischt sich natürlich auch Trauer, denn die Jungs waren schon so etwas wie eine zweite Familie." Der 44-jährige Kroate führte die 1. Herrenmannschaft mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht nur zum größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, vielmehr hielt eine Volleyballeuphorie Einzug, die den Hammelburg Volleys bei jedem Heimspiel mittlerweile 600 begeisterte Zuschauer beschert. Karlovic hat einen Sohn und zwei Töchter: "Alle spielen Volleyball in Waldbüttelbrunn, wo ich seit Jahren ebenfalls als Trainer tätig bin. Meine Kinder sollen nun mal von ihrem Vater profitieren, deshalb werde ich mich auf meine dortige Trainertätigkeit konzentrieren." Nun freut sich Karlovic auf die Rückrunde und hat sich vor allem eines vorgenommen: "Bis Ende April werde ich jedes Training und jedes Spiel genießen, ganz egal, wie es am Ende ausgeht. "

    Ob es irgendwann mal eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte geben wird? Das schließt Karlovic nicht aus: "Natürlich werde ich Hammelburg immer verbunden bleiben. Und wenn irgendwann nochmal meine Expertise benötigt wird, werde ich mir das natürlich gründlich überlegen, aber nun werde ich erstmal andere Dinge tun. Und wie es ist, so ganz ohne Bundesliga-Volleyball zu leben, werde ich im Sommer üben können." Einen Nachfolger kann die Vereinsführung im TV/DJK Hammelburg derweil noch nicht benennen. "Wir danken Tado für neun tolle und erfolgreiche Jahre. In Abstimmung mit dem Hauptverein und dem Mannschaftsrat werden wir möglichst noch vor Saisonende einen neuen Trainer präsentieren, der den erfolgreichen Weg mit uns weitergehen wird", verrät Abteilungsleiter Matthias Benner. Oliver Wendt

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