• aktualisiert:

    Elfershausen

    Teuere Großprojekte stehen an

    Das Baugebiet "Trimberger Weg" (Foto) ist die teuerste Investition im Haushalt des Marktes.  Luftaufnahme: Bernd Kleinschmidt
    Das Baugebiet "Trimberger Weg" (Foto) ist die teuerste Investition im Haushalt des Marktes. Luftaufnahme: Bernd Kleinschmidt

    Im Mittelpunkt der Ratssitzung standen Haushaltsberatungen, deren Entwürfe Kämmerer Andreas Mützel vorlegte. Mögliche Änderungen vorbehalten, schließt der Verwaltungshaushalt mit gut fünf Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben ab, denn Mützel rechnet mit Mehreinnahmen in Höhe von 588 000 Euro im Vergleich zum Vorjahres-Rechnungsergebnis.

    Doch auch die Ausgabenseite in diesem Haushalt ist in nahezu allen Positionen gestiegen. Insbesondere machen sich die eine etwa halbe Million Euro gesunkenen Schlüsselzuweisungen des Landes und die Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von 830 000 Euro bemerkbar.

    Anders präsentiert sich der Vermögenshaushalt. Durch beschlossene oder konkret in der Planung befindliche Maßnahmen türmt sich auf der Ausgabenseite des Investitionsetats ein Berg von knapp 3,9 Millionen Euro auf. Die Einnahmen betragen dagegen nicht einmal die Hälfte dieser Summe. Teuerste Projekte sind das Mischgebiet "Trimberger Weg", die Baulanderschließung in der Quellenstraße in Trimberg, die Resttilgung der Schulsanierung, das Dorfgemeinschaftshaus Engenthal und der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses.

    Pro-Kopf-Verschuldung

    Grob geschätzt fehlen rund 2,25 Millionen Euro auf der Investitionsseite, für die ein Kredit notwendig wird. Die Pro-Kopf-Verschuldung von aktuell erträglichen 346 Euro würde damit im kommenden Jahr auf 1037 Euro steigen. So der Markt keine weiteren Kredite aufnimmt, sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung dann jährlich um gut 100 Euro.

    Zur Änderung des Bebauungsplans "Auraer Weg VI" legte Planer Johannes Hahn die eingegangenen Stellungnahmen vor, die in der Änderungsplanung berücksichtigt werden. Der Gemeinderat stimmte dem Billigungs- und Auslegungsbeschluss über die Dauer eines Monats zu.

    Neue Spülanlage

    Eine neue Spülanlage erstand der Vorsitzende der Freunde der Trimburg, Micha Straus. Nach Aussagen der bewirtschaftenden Vereine stellt die Neuanschaffung im Burghofausschank "eine wesentliche Erleichterung der Arbeit" dar. Allerdings kostete das Gerät, das noch eine Abdeckhaube erhält, satte 12 000 Euro. Straus beantragte eine Kostenbeteiligung von 30 Prozent bei der Gemeinde, was zu kontroversen Meinungen im Ratsgremium führte. Die Räte einigten sich auf die generell festgesetzten 20 Prozent Zuschuss und billigten 2400 Euro, Wartung und Unterhalt des Geräts tragen die Freunde der Trimburg. Vize-Bürgermeister Jürgen Englert empfahl jedoch, weitere Anschaffungen rechtzeitig miteinander zu besprechen.

    Bildstock-Restaurierung

    Keine Einwände gab es gegen die Übernahme der Materialkosten zur Restaurierung des sogenannten Weißen Bildstocks in der Gemarkung Machtilshausen. Der Zuschuss in Höhe von 750 Euro fand einmütige Zustimmung Die Angebotsberatung zur Küche- und Thekeneinrichtung im Engenthaler Gemeinschaftshaus verlegte der Rat in die nichtöffentliche Sitzung.

    Diskussionen erzeugte die Anfrage des Hotel Ullrichs, das anlässlich einer Hochzeit ein privates Feuerwerk beantragte. Der Rat hatte in der vorletzten Sitzung wegen Beschwerden verfügt, dass pyrotechnische Veranstaltungen grundsätzlich von der Gemeinde zu genehmigen seien. Darauf berief sich Rainer Kuhn, der sich "grundsätzlich gegen Feuerwerk unter dem Jahr" aussprach. Mehrere Räte befanden, dass Ausnahmen gewährt werden könnten, zum Beispiel im vorliegenden Fall. Die von Bürgermeister Karlheinz Kickuth geforderte Entscheidung endete in einem Patt und ist somit abgelehnt.

    Die Langendorfer Jugend möchte ihr Johannesfeuer auf die Fläche neben dem Wohnmobil-Stellplatz verlegen und bat dafür um Erlaubnis. Der bisherige Standort in der Nähe eines Waldrands berge die Gefahr eines Funkenflugs. Auf der Grasfläche am Stellplatz ist der Brandschutz nach aktuellen Vorschriften gewährleistet. Auch die Feuerwehr habe keine Einwände, schrieb Ralf Karner. Dies ging auch für den Rat in Ordnung. Abschließend deutete der Bürgermeister Probleme im Langendorfer Jugendzentrum an. Ein Langendorfer Gemeinderat soll deshalb als Jugendbeauftragter nach dem Rechten sehen. Er wird in der nächsten Sitzung bestimmt.

    Winfried Ehling

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!