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    Wartmannsroth

    Theater ist ein Stück Heimat

    "Modenschau im Ochsenstall": Die Premiere der Theatergruppe in Wartmannsroth war ausverkauft. Am Wochenende stehen noch zwei weitere Auftritte an.
    Aus der Zeitung erfuhren die Veranstalter der Modenschau, dass das Gemälde für einen guten Preis verkauft wurde.  Fotos: Gerd Schaar       -  Aus der Zeitung erfuhren die Veranstalter der Modenschau, dass das Gemälde für einen guten Preis verkauft wurde.  Fotos: Gerd Schaar
    Aus der Zeitung erfuhren die Veranstalter der Modenschau, dass das Gemälde für einen guten Preis verkauft wurde. Fotos: Gerd Schaar

    Ausgebucht war erwartungsgemäß die Premiere der Theatergruppe Wartmannsroth "Modenschau im Ochsenstall". Die von Andreas Tröger moderierten Aufführungen der Dreiakter gibt es seit mehreren Jahrzehnten stets ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag. Auch heuer bei dem Stück von Jonas Jetten waren die Laienschauspieler hoch motiviert, kitzelten die Lachnerven und boten ihren Zuschauern die volle Palette ihres Könnens. Kräftiger Applaus war die Belohnung. Am 29. Dezember und 5. Januar gibt es weitere Aufführungen jeweils ab 19 Uhr im Feuerwehrhaus.

    Wenn der Zuchtbulle sich nur noch für das eigene Geschlecht interessiert und so den wirtschaftlichen Erfolg des Landwirtes in Frage stellt, muss sich Bauer Paul (Jochen Koberstein) etwas anderes einfallen lassen, das Gewinn für seinen Hof einbringt. Nach einigem Hin und Her hat schließlich dessen Freund Franz (Jochen Reith) die zündende Idee, aus dem Rinderstall eine Bühne für die Modenschau zu machen. Ob das der Bäuerin Mathilde (Katharina Hoos) und den Nachbarinnen gefällt, bleibt abzuwarten. In weiteren Rollen spielten Nicole Item, Michaela Reinhart, Gabi Reinhart, Steffi Wickel, Dominik Müller und Vanessa Reinhart. Die Souffleusen Sophia Knüttel und Sabrina Roth brauchten kaum in Aktion zu treten.

    "Ich bin seit vielen Jahren hier Stammgast und finde es gut, dass sich auch die Jugend für das Theater begeistert", verriet Zuschauerin Sandra Schäfer der Zeitung. Sie schätze das entspannte Ambiente am zweiten Weihnachtsfeiertag. "Der Stress mit dem Geschenkeinkauf und dem Aufstellen des Christbaums liegt hinter mir", sagte ein weiterer Zuschauer, der aus Wolfsmünster anreiste. Und die Familie samt Verwandtschaft und Freunden empfinde das genau so. "Ich zolle den Schauspielern meine volle Anerkennung", sagte er. Wochenlang proben, die Freizeit opfern und dann mit gehörigem Engagement auf der Bühne zu stehen, das sei eine tolle Leistung. Obendrein verspüre das Publikum den Zusammenhalt der Gemeinde: "Es ist ein Stück Heimat ", waren sich weitere Zuschauer einig.

    Jugend mit von der Partie

    Es ist beruhigend zu wissen, dass die Schauspieljugend seit mehreren Generationen den Anschluss auf die Bühne nicht verfehlte. Denn die erwachsenen Mimen von heute waren in der Regel schon zuvor als jugendliche Darsteller auf den Weltbrettern gestanden. So auch heuer mit dem zeitkritischen Zweiakter "Zum Teufel mit der Handysucht" von Beate Irmisch.

    Wenn nicht nur die Eltern, gespielt von Christoph Müller und Alina Diemer, ihre Hände vom Handy lassen können, sondern auch deren Kinder (Fabian Fink und Madeleine Reith) ohne diese Technik nicht mehr zurecht kommen, dann ist offenbar die gesamte Familie handysüchtig. Obendrein chattet sogar die Oma (Maike Breitschopf) bis der Arzt kommt. Ob der Entzug mit einem Offlinebetrieb für eine Woche lang zum Erfolg führt, bleibt abzuwarten. In weiteren Rollen spielten Sabine Müller, Frederic Emmerth und Leonie Reith. Es war in diesem Jugendtheater sogar Platz für kleine lokale Spitzen: So bestehe keine Gefahr für eine Handysucht in Heiligkreuz, weil dort weiterhin Funkstille herrsche.

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    Gerd Schaar

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