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    Thundorf

    Thundorfer Wasserschloss im Lichtermeer

    Das Thundorfer Wasserschloss erstrahlte im Lichterglanz. Philipp Bauernschubert
    Das Thundorfer Wasserschloss erstrahlte im Lichterglanz. Philipp Bauernschubert
    Einmal mehr war die Schloss- und Seebeleuchtung in Verbindung mit dem Pfarrfest in Thundorf ein Besuchermagnet. Das perfekte Sommerwetter bescherte einen wunderschönen Abend, so dass viele Hundert Menschen bis in die späten Nachtstunden vom besonderen Flair des Kirchplatzes um das Wasserschloss und dem angrenzenden Pfarrer-Pflüger-Park angezogen wurden. Das entzünden der fünftausend Teelichter im verschieden farbigen Hüllen vervollständigte die ganz romantische Atmosphäre. Ob groß oder klein, alt oder jung, alles tummelte sich inmitten des Lichtermeeres. Die ca. 1600 Sitzplätze waren sehr schnell belegt und für die tolle Stimmung war erstmals in Thundorf das Duo "Da Capo" aus Memmelsdorf bei Bamberg zuständig. Am Schluss zeigten sich die Verantwortlichen mehr als zufrieden, auch wenn es bis zum Start eine stressige Woche war. A

    lljährlich ist dieses einmalige Ambiente mit seiner weit über die Grenzen hinaus bekannten und beliebten Schloss- und Seebeleuchtung ein Highlight des knapp 600 Einwohner zählenden Ortes. Für diesen Zauber haben sich die 150 Helfer auch in diesem Jahr wieder kräftig ins Zeug gelegt. Bettina Heusinger und ihr Team von der Malteserjugend hatten traditionell dem Motto entsprechend " Kirche im Lichterglanz", Ornamente, Schriftzüge und Figuren auf den Rasen des " Schlossparks " gezaubert.


    Die Begrüßung der Fest- und Ehrengäste übernahm in diesem Jahr erstmals die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Linda Freund. Ihr ganz besonderer Gruß galt dem Bürgermeister Egon Klöffel , Pfarrer Dr. James Kurianal und den 30 Senioren aus dem Marienstift Schweinfurt, sowie den Kreuzbergpilgern aus Haßfurt, die schon einige Jahre dem Fest einen Besuch abstatten und ganz begeistert sind vom Ambiente rund um das historische Wasserschloss. Linda Freund versäumte es auch nicht, den vielen Helfern ihren Respekt und Anerkennung zu zollen, die das Fest erst möglich gemacht haben. Als sich bei Einbruch der Dunkelheit viele freiwillige Helfer daran machten, die 5000 Lichter zu entzünden, verwandelte sich der Schlosspark, das Wasserschloss, der See und das ganze Kirchplatzareal in ein wahres Lichtermeer. Es war ein Blitzlichtgewitter, denn viele Besucher hatten ihre Kameras gezückt, um das Ganze festzuhalten. "Was hier in diesem kleinen Ort auf die Beine gestellt wird, ist phänomenal", sagt eine Besucherin. Ihre Begleiterin fügt hinzu: "Mit Freunden das Fest zu erleben ist einmalig, was man anderorts nicht mehr findet, friedlich und wunderschön."

    Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Pfarrer James Kurianal, der kurz vor seinem Abschied nach Miltenberg-Bürstadt steht. Gesanglich umrahmt wurde der Gottesdienst vom Chor "Mirjam" unter der Leitung von Richard Mützel. Nach einem bunten Nachmittagsprogramm für die Kinder, organisiert von der Kinderpflegerin Katharina Braun und dem Konzert mit der Gruppe "Injili", wurde das Pfarrfest musikalischen beendet von der Blaskapelle Thundorf unter der Leitung von Stefan Meister.

    Begonnen hat alles im August 1970 mit einer Serenade im Schlosspark und festlicher See-, Park- und Schlossbeleuchtung. Damals wurden rund 1000 bunte Kerzen, zahlreiche Lampions und 100 Fackeln entzündet, um das Areal in ein farbenprächtiges Lichtermeer zu verwandeln. Eröffnet wurde das Fest damals von der Jugendblaskapelle Theinfeld unter der Leitung von Manfred Klopf und der "Festmusik" von Wagner. Pfarrer Oskar Pflüger in seiner damaligen Begrüßung: "Das historische Wasserschloss in seiner langen Geschichte hat zum ersten Mal eine solche Beleuchtung erlebt". Nun sind fast 50 Jahre vergangen und das Lichterfest in Thundorf hat nichts von seiner Attraktivität eingebüßt.

    Philipp Bauernschubert

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