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    Thundorf

    Thundorfs Feuerwehr zieht den Nachwuchs an

    Dass es in der Gemeinde kein offizielles Ferienprogramm mehr gibt, wird von vielen Eltern und Kindern sehr bedauert, denn nicht alle können wegfahren. Diese Tatsache rief die Thundorfer Feuerwehr auf den Plan, und sie gestaltete selbst ein Ferienprogramm. Eingeladen wurden die Mitglieder der Kinderfeuerwehr samt Eltern zum Hochwasserrückhaltebecken zwischen Thundorf und Theinfeld.

    Zahlreiche Spiele organisiert

    Dort hatten die Verantwortlichen Benedikt Seufert und Marco Kaufmann, zusammen mit dem Kommandanten und den Eltern allerlei Spiele, wie Tauziehen, Nachtwandern, Lagerfeuer und Fußball, ausgedacht. "Wir wollten einen Kontrast zur Gruppenstunde im Feuerwehrhaus anbieten", sagt Benedikt Seufert.

    Bereits auf dem Gang zum Hochwasserdamm wurde den Kindern die Funktion dieses Bauwerks näher gebracht und an Fälle erinnert, wo dieser Damm zu brechen drohte. Ganz besonders schlimm war es im Jahr 1969, als Evakuierungen stattfanden und der Ausnahmezustand über Thundorf angeordnet wurde.

    Angekommen am Damm, bemerkten die Kindern sofort, dass die Pegelanzeige defekt ist. Dies ist wahrscheinlich noch keinem vorher aufgefallen.

    Jüngstes Mitglied sechs Jahre alt

    Das jüngste Mitglied war der sechsjährige Emil Grom, er war zum ersten Male bei der Kinderfeuerwehr. "Ich finde die Feuerwehr gut", sagte er, denn sein Bruder Leo (8) ist auch dabei und hat ihm die Sache schmackhaft gemacht. Insgesamt sind 17 Kinder bei der Kinderfeuerwehr, sie durften untereinander funken, und auch für das leibliche Wohl war bestens vorgesorgt.

    Frühe Bindung an die Feuerwehr

    Die Feuerwehr Thundorf hatte sich ebenso wie andere Vereine über sinkende Mitgliederzahlen jahrelang beklagt. "Wir mussten uns Gedanken machen", so der Kommandant Lothar Seufert und sein Sohn Benedikt. Seit einigen Jahren gibt es nun in vielen Feuerwehren bereits Kindergruppen. Erfreulich ist auch in Thundorf , dass eine solche Gründung bereits erste Früchte trägt. In den meisten Fällen versprechen sich die Verantwortlichen dadurch eine frühe Bindung der Mitglieder an die Feuerwehr. Der demografische Wandel zeigt in vielen Regionen schon deutliche Auswirkungen. In Thundorf steht man am Anfang und hofft jedoch, dass die nachkommende Generation an Jugendlichen steigt.

    Mit dazu beitragen kann auch das neue Einsatzfahrzeug, das nächstes Jahr geliefert wird, und das ebenfalls im nächsten Jahr stattfindende 140 jährige Jubiläumsfest

    Philipp Bauernschubert

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