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    Riedenberg

    Heiße Grillschlacht von Erfolg gekrönt

    " Wir konnten es wirklich nicht glauben, zumal wir absolut ohne irgendeine Hoffnung auf diese Platzierung teilnahmen", strahlt Teamchef Andy Römmelt. Ganz kurzfristig entschloss er sich, seinen Jugendtraum zu verwirklichen. "Ich wollte, seit ich denken kann, einmal bei so einer Grillmeisterschaft teilnehmen. Aber ganz sicher nur aus just for fun . Wir haben auch gar nicht wirklich dafür trainiert".

    Nur einmal zusammen gesetzt

    Wir - das war sein zehnköpfiges Team bestehend aus ihm selbst, seiner Ehefrau Carolin, sowie seinen Eltern Fred und Sonja Römmelt. Mit dabei war auch seine Schwester Janina und deren Freund André Pfützner, die Kumpels Manuel und Michael Schuhmann (letzterer kommt aus Oberbach) sowie Julian Fuß aus Oberleichtersbach und Arbeitskollege Tino Nöth aus Haard. "Wir haben uns vorher tatsächlich nur einmal zusammengesetzt und die vorgeschriebenen Gänge durchgesprochen, mehr nicht", erzählt Andy weiter. Der Team-Name "Grill-Bombers" wurde kreiert und dann war es soweit.

    Alles mitgebracht

    Glücklicherweise stellte Schwiegervater Peter Bauer den betrieblichen Lastwagen zur Verfügung. Nur so konnten sechs Kugelgrills, ein Smoker und ein Gasgrill, sowie sämtliches Equipment wie Kühlschränke, Tische, Bänke, Stühle und natürlich die Lebensmittel zum Messegelände nach Fulda transportiert werden. Dort erwartete die Mannschaft auf ihrem zugewiesenen Teilnehmerplatz ein vor Hitze flirrender Aspaltbelag, sonst nichts. Alles musste mitgebracht und aufgebaut werden. Zur Verfügung gestellt wurde lediglich der vorgeschriebene Fisch, der Schweinerücken, Hähnchenbrust sowie die Rinderbrust. Was daraus gemacht wurde, sowie die Beilagen waren jedem selbst überlassen.

     


    Zunächst wanderte die Rinderbrust in den Smoker, wo sie für 18 Stunden bleiben sollte. Am nächsten Tag galt es das Publikum zu überzeugen. Aus der Hähnchenbrust wurde ein Indisches Curry, das vom Publikum bewertet wurde. Hier erwartete die Riedenberger dann die erste Überraschung, als sie gleich mit dem 2. Platz bedacht wurden.

    An Tag drei hieß es dann alle zwei Stunden einen der vorgegebenen Gänge zu präsentieren. Wert gelegt wurde hier nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf die Präsentation und den Service. Auch die gebotene Hygiene wurde beobachtet, der Umgang des Teams untereinander und mit dem Publikum. Elf Teller mussten jeweils gestaltet werden, von denen immer vier in die Blindverkostung der Juroren gingen. Es musste eine Rhönforelle präsentiert werden, aus dem Schweinerücken wurde ein Tomahawk , die Rinderbrust butterzart im Smoker als Beef brisket und als Nachtisch ein gegrilltes Eis mit Apfelzimtrose. "Das Schlimmste für uns alle war die unglaubliche Hitze, die durch die Arbeit an den Grills noch verstärkt wurde", sagte Andy Römmelt danach.

    Absolute Ungläubigkeit herrschte dann bei der Preisvergabe, als das Tomahawk auch mit dem 2. Platz und die Eiskreation mit dem 3. Platz bedacht wurden. Schließlich hatten 20 Teams im Amateurbereich teilgenommen.

     

    Evelyn Schneider

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