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    Fuchsstadt

    Treff für alle Generationen

    Das ehemalige Betriebsgelände der Firma Stockmann wandelt sich weiter zu einem dörflichen Zentrum. Nach Boccia-Bahn, Kneipp-Becken und Wasserspielplatz entsteht dort ein Mehrgenerationentreff.

    Der Bau ersetzt den bisherigen, nicht barrierefrei zugänglichen Seniorenraum im Pfarrheim. Auch die Jugendlichen bekommen in dem neuen Gebäude ihren eigenen Raum. Doch es ist noch an mehr gedacht: Die Fuchsstädter sollen für ihre Mitbürger Kurse und ein Freizeitangebot organisieren. "Alles ist denkbar, zum Beispiel Tanzkurse oder Kochkurse", erklärte Bürgermeister Peter Hart (CSU/UWG) beim Spatenstich.

    Das Haus soll fünf Tage in der Woche von Vormittag bis Abend geöffnet sein. "Ich bin überzeugt, dass das Angebot angenommen wird", sagte Manfred Öftring. Er gehört mit knapp 20 weiteren Fuchsstädtern dem Arbeitskreis "Fuscht unser Zuhause" an. Der Arbeitskreis ist gerade dabei, das Programm zusammenzustellen, um gleich starten zu können, wenn das Gebäude wie geplant im Oktober eingeweiht wird.

    "Einen Grundstock haben wir bereits", sagte Öftring. Das Angebot werde sich aber in der Anfangszeit noch einspielen müssen. Für den Jugendraum gibt es auch schon einen Beirat. Von engagierten Jugendlichen sprach Jugendbeauftragte Stefanie Schneider. Sie berichtete außerdem davon, dass sie bei ihrer Arbeit als Physiotherapeutin mitbekommt, dass viele Alte alleine seien. Ihnen soll der Mehrgenerationentreff ein Ort für Begegnungen und Kontaktmöglichkeiten sein.



    "Mehrgenerationentreff" ist bisher allerdings mehr ein Arbeitstitel. Welchen Namen das Haus endgültig bekommt, entscheidet sich im Mai. Alle Ortsbewohner sind aufgerufen, Vorschläge beizutragen, wie Hart erklärte. "Wird sind auch noch am Überlegen, ob wir einen Träger- oder Förderverein gründen sollen", sagte Öftring.

    Alle Beteiligten waren zuversichtlich, dass das neue Gebäude bis zum angepeilten Termin im Oktober fertig wird. Denn wegen des Frosts hatte sich der Start der Arbeiten um einige Tage verzögert. Jetzt soll der Bau aber durchgezogen werden. Parallel zum Spatenstich begann ein Bagger schon mal damit, die Parkplatzfläche oberhalb des künftigen Gebäudes anzulegen.

    Das Haus wird laut Architekt Thomas Ruser als eingeschossiger Bau mit massivem Skelett ausgeformt. Es wird 400 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Die Kosten inklusive der Außenanlagen liegen bei rund 900 000 Euro. Die Gemeinde rechnet mit Zuschüssen von knapp 380 000 Euro, die über das Amt für Ländliche Entwicklung von EU und Freistaat kommen.

    Außen wird wieder ein Bolzplatz angelegt. Für Besucher des Freizeitgeländes stehen im Neubau separat zugängliche Toiletten zur Verfügung. Arkadius Guzy

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