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    Bad Brückenau

    Triangel-Treffen in der Rhön

    Das hatte durchaus Symbolcharakter. Die Akteure der französischen Tanzgruppe "La Javelle" integrierten die deutschen und englischen Zuschauer spontan in ihren Auftritt, so dass sich rund um den Brunnen auf dem Rathausplatz ein internationaler Freundeskreis formierte. Rolf Pralle
    Das hatte durchaus Symbolcharakter. Die Akteure der französischen Tanzgruppe "La Javelle" integrierten die deutschen und englischen Zuschauer spontan in ihren Auftritt, so dass sich rund um den Brunnen auf dem Rathausplatz ein internationaler Freundeskreis formierte. Rolf Pralle

    Seit vielen Jahren verbindet die drei Städte Ancenis (Frankreich), Kirkham (England) und Bad Brückenau eine enge Partnerschaft, aus der längst zahlreiche intensive Freundschaften hervorgegangen sind. Das bestätigte auch die Resonanz auf die jüngste Zusammenkunft, bei der rund 160 ausländische Gäste den Weg in die Rhön gefunden hatten.

    Zu den Höhepunkten zählte am Nachmittag zweifellos eine öffentliche Veranstaltung auf dem Platz vor dem Alten Rathaus, bei der in Wortbeiträgen und Spielszenen nachdenkliche Töne über den Zustand der Welt anklangen. Am "Freundesstein" neben dem Denkmal wurde würdig an die Kriegsopfer erinnert. Man habe aber aus der Vergangenheit gelernt, aus ehemaligen Feinden seien längst Freunde geworden, so der allgemeine Tenor.

    An diesen Gedanken knüpfe nahtlos die Tanzgruppe "La Javelle" mit ihrem Auftritt an. Die Formation zog geschickt das Publikum mit ein. So entstand auf dem Rathausplatz spontan ein großer internationaler Kreis aus Leuten, dem durchaus ein gewisser Symbolcharakter beigemessen werden konnte.

    Der Abschlussabend des Partnerschaftstreffens ging rund um die Georgi-Kurhalle über die Bühne und war zu Beginn natürlich von einigen Reden geprägt. So wünschte sich Bad Brückenaus Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks ( CSU ), dass die Triangel, bestehend aus ihrer Stadt und den Orten Ancenis und Kirkham, noch lange Bestand haben möge. Diesen Faden griffen gern Christian Prévot und Claude Goarin auf französischer sowie Andrian Long und Peter Hardy auf englischer Seite auf. Unabhängig von Entscheidungen, die die Verantwortlichen auf hoher politischer Ebene in Zukunft treffen würden, sei die Städtepartnerschaft mittlerweile so stark, dass sie durch nichts erschüttert werden könnte. Das habe auch erneut die herzliche Gastfreundschaft gezeigt. Lob zollten alle Repräsentanten der Jugend, die sich sehr intensiv mit dem europäischen Gedanken beschäftige und auf ihre eigene Art die bestehenden Beziehungen weiter ausbaue.

    Das funktioniert übrigens auch auf dem musikalischen Sektor. Bestes Beispiel dafür war das mitreißende Zusammenspiel der Georgi-Bläser und der "Harmonie d'Ancenis". Mit flotten Klängen unterhielt das gemischte Ensemble die Besucher der abendlichen Feier.

    Nach dem obligatorischen Austausch von Gastgeschenken bestand bei einem Buffet noch ausreichend Gelegenheit, alte Kontakte zu pflegen oder sogar völlig neue zu knüpfen. Und gern ließ man noch einmal die vergangenen Tage Revue passieren, die sowohl bei den Einheimischen als auch bei ihren Gästen in guter Erinnerung bleiben werden.

    Das nächste turnusmäßige Partnerschaftstreffen findet im kommenden Jahr dann wieder in Kirkham statt, und zwar vom 20. bis 22. August.

    Rolf Pralle

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