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    Thundorf

    Turbulenzen im Himmel

    Die Theatergruppe Thundorf startete in die aktuelle Saison mit dem Stück "Termin bei Petrus" vor vollem Haus. Die weiteren Aufführungen finden statt.
    Viele Turbulenzen gibt es,  wie hier in dieser Szene, bei 'Termin bei Petrus'. Foto: Philipp Bauernschubert       -  Viele Turbulenzen gibt es,  wie hier in dieser Szene, bei 'Termin bei Petrus'. Foto: Philipp Bauernschubert
    Viele Turbulenzen gibt es, wie hier in dieser Szene, bei "Termin bei Petrus". Foto: Philipp Bauernschubert

    Mit vollem Haus startete die Theatergruppe Thundorf in die diesjährige Saison mit dem Stück "Termin bei Petrus" in drei Akten von Bernd Kietzke. Mit der Nachmittagsvorstellung für Senioren und Kinder sind es in diesem Jahr insgesamt zwölf Vorstellungen der Laienspielgruppe, die nahezu alle ausverkauft sind.

    Die Theatergruppe Thundorf hat sich entschieden, ihre Theateraufführungen fortzuführen. Für diejenigen, die der Vorführung aus gesundheitlichen Gründen oder aus Angst vor einer Ansteckung durch den Corona-Virus fernbleiben, wird selbstverständlich der Eintritt zurückerstattet, heißt es in einer Pressemitteilung der Theatergruppe.

    Drei Stunden in der Parallelwelt

    Schon bei der Premiere gab es stehende Ovationen auf der Bühne und tosende Lachsalven im Publikum. Die Thundorfer Festhalle wurde zu einem bunten Spektakel. Dem Autor der Komödie "Termin bei Petrus" ist es gelungen, aus dem Jenseits dem Publikum näherzukommen. Die Thundorfer Theatergruppe nimmt sich circa drei Stunden Zeit, die Gäste in eine Parallelwelt bei Petrus und seinen Engeln zu versetzen.

    Was sich im Vorzimmer von Petrus (Ansgar Gessner), als genervter umsichtiger Empfangschef im Himmel abspielt, ist turbulent. Mit geübtem Blick und tollem Sprachwitz trifft der Autor des Stückes Tonfall und Mentalität. Frau Wächter (Christine Geier), die nie auf den Mund gefallen ist, als Petrus' Vorzimmerdame, ist für den Telefondienst und die Anmeldung der Verstorbenen zuständig. Als erste begehrt die Wahrsagerin Luise Siffer (Linda Halbig) Einlass. Doch ihr unchristliches Verhalten und Furcht vor dem Weihwasser entlarven sie sehr schnell als Hochstaplerin.

    Fußballspiel zwischen Himmel und Hölle

    Unterdessen kehren die Erzengel "Gabby" (Harald Papp), ein arbeitsscheuer Fußballfan, und "Michi" (Matthias Geier), früher Arzt, vom Außendienst zurück. Sie schlagen ein Fußballspiel zwischen Himmel und Hölle vor. Petrus befürchtet, dass der Schiedsrichter direkt aus der Hölle kommt. Frau Holle (Sabrina Bieber), eine resolute, am Klimawandel schuldlose Wettermacherin, bekommt rationalisierungsbedingt den Job als Vorzimmerdame von Frau Wächter, diese hatte die Eisweinlese vergeigt. Unterdessen landet das Auszubildende "Engelchen" (Marie Pfaab), humpelnd mit Lenkrad und Handy (SMS: "Komm gut heim!"), im Vorzimmer. Dass der Himmel kein Ponyhof ist, merkt auch das Ehepaar Hans ( Alfons Braun ) und Nora (Edith Müller). Hans, der mit dem Dartpfeil auf das Bild seiner Frau wirft, wird zum Wolkenschieber und Beleuchter der Polarlichter umgeschult, während die Gift und Galle spritzende Gattin Nora in der "Mannabäckerei" aushilft. Kurz vorher ist Unternehmensberater Raffael Kebel (Marius Braun), als knallharter Modernisierer, angekommen, der das Sündenarchiv aufräumen und Entscheidungswege verkürzen soll. Es gibt viel zu tun.

    Pilzvergiftung und Viagra-Unfall sind hochzuholen, Engelchen macht seine erste Flugstunde, Gabby bringt Schornsteinfeger in die Reinigung, Michi eine Wolke in in die Inspektion, und Engelchen macht sich auf die Suche nach der schmerzlich vermissten Frau Wächter. Natürlich versucht die Teufelin in immer verschiedenen Verkleidungen (Nonne, Domina) unter Schreikrämpfen den Himmel zu überlisten.

    Mit der Umstrukturierung geht auch das Betriebsklima flöten. Es besteht Handlungsbedarf und Petrus muss einschreiten und die Sache wieder richten, um die göttliche Ordnung wieder herzustellen.

    Weitere Aufführungen

    Freitag, 13. März, Samstag, 14. März, Freitag, 20. März, Samstag, 21. März, Sonntag, 22. März, Freitag, 27. März, Samstag, 28. März, Samstag, 4.April, und Sonntag, 5.April.

    Beginn jeweils Freitag und Samstag, 19 Uhr, Sonntag, 18.30 Uhr.

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    Philipp Bauernschubert

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