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    Maßbach

    Viel Lob vom Bürgermeister

    Beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde Maßbach zog Bürgermeister Matthias Klement eine erfreuliche Bilanz. Auch verlieh er das kommunale Ehrenzeichen und nahm einen Scheck für die Anschaffung von Defibrillatoren entgegen.
    Zahlreiche Gäste konnte Bürgermeister Matthias Klement (rechts) zum  Neujahrsempfang der Marktgemeinde Maßbach begrüßen. Unter ihnen war auch  Landrat Thomas Bold (Mitte). Foto: Dieter Britz       -  Zahlreiche Gäste konnte Bürgermeister Matthias Klement (rechts) zum  Neujahrsempfang der Marktgemeinde Maßbach begrüßen. Unter ihnen war auch  Landrat Thomas Bold (Mitte). Foto: Dieter Britz
    Zahlreiche Gäste konnte Bürgermeister Matthias Klement (rechts) zum Neujahrsempfang der Marktgemeinde Maßbach begrüßen. Unter ihnen war auch Landrat Thomas Bold (Mitte). Foto: Dieter Britz

    Der wichtigste Anlass für Bürgermeister Matthias Klement ( CSU ), seine Amtskette zu tragen, ist jedes Jahr der Neujahrsempfang. Mit dem Zitat "begrüße das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile, dann hast du es schon halb Freunde gewonnen" des Lyrikers Novalis hieß er im Ratssaal der Marktgemeinde die zahlreichen Gäste willkommen. Unter ihnen waren neben Vertretern des öffentlichen Lebens auch Landrat Thomas Bold ( CSU ), die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar ( SPD ) und die Bürgermeister der Nachbargemeinden.

    Klement nutzte die Gelegenheit, Rudolf Ziegler aus dem Ortsteil Weichtungen das bronzene Ehrenzeichen der Gemeinde zu überreichen.

    In seinem Rückblick holte der Bürgermeister weit aus. Der Brexit und das Treffen von Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un waren ebenso Thema wie das Volksbegehren "rettet die Bienen" oder das vernichtende Urteil des europäischen Gerichtshofs zur Autobahn-Maut. Er vergaß nicht, dass die Freiwillige Feuerwehr Poppenlauer ihr 145-jähriges Bestehen feierte, die Cocksinnung Poppenlauer ihr 100-jähriges und die Musikvereine in Poppenlauer und Maßbach ihr 50-jähriges. Der Bürgermeister betonte: "Ich bin sehr stolz, eine derartig vielfältige Vereinslandschaft in unserer Gemeinde zu haben und hoffentlich auch in Zukunft haben zu werden. Wir als Gemeinde unterstützen sie dabei nach Kräften." Und er lobte weiter: "Vielen Dank an unsere Vereine, die das Dorfleben in unserer Gemeinde durch zahlreiche Feste und Veranstaltungen bereichern."

    Innenentwicklung ein zentraler Punkt

    Trotz vieler wichtiger Investitionen und Maßnahmen, die durchgeführt oder begonnen wurden, stehe der Haushalt des Marktes weiterhin auf absolut soliden Beinen, freute sich der Bürgermeister: "Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt weit unter dem Landesdurchschnitt vergleichbare Gemeinden." Die verstärkte Nachfrage nach Bauplätzen in den letzten Jahren sei sicher eine Folge der hervorragenden Wohn- und Lebensqualität und der vorhandenen Infrastruktur von der Kinderbetreuung über die Grund- und Mittelschule bis zur guten medizinischen Versorgung, den Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten bis zum kulturellen Angebot. Auch die Nähe zu Schweinfurt, Bad Kissingen und Bad Neustadt, aber auch die moderaten Baulandpreise seien hier wichtig. In manchen Ortsteilen gebe es nur noch wenige Bauplätze. Deshalb sei es gut, dass die Erschließung des Baugebietes Centleite abgeschlossen werden konnte. Von den dort entstandenen 23 Plätzen seien schon neun verkauft und drei reserviert. Der Bürgermeister betonte aber: "Die Innenentwicklung ist ein zentraler Punkt unserer Arbeit."

    Hangsicherung und Straßenerneuerung

    Weitaus größte Baumaßnahme im Gemeindegebiet war letztes Jahr mit Baukosten von 1,5 Millionen Euro die Hangsicherung und Straßenerneuerung in der Parksiedlung in Maßbach . "Die Baufirma hat das sehr gut gemeistert und den Zeitrahmen absolut eingehalten", lobte Klement. Die Mängelbeseitigung bei der Ludwigstraße in Poppenlauer sei noch nicht gelöst. Da eine tragfähige, außergerichtliche Lösung aktuell nicht möglich scheine, habe der Gemeinderat beschlossen, ein selbstständiges Beweisverfahren zu starten.

    Spendenscheck für Defibrillatoren

    Der Bürgermeister vergaß nicht die Anschaffung von Defibrillatoren für alle Ortsteile und lobte die große Spendenbereitschaft. Allein die Raiffeisenbank steuerte 8000 Euro bei. Die Reservisten des Ortsteils Weichtungen organisierten zusammen mit den anderen Vereinen ein Pizzaessen, das 1850 Euro einbrachte. Michael Ziegler und Franz Weingärtner übergaben dem Bürgermeister einen entsprechenden Spendenscheck. "Das kulturelle Highlight in unserer Gemeinde ist das Theater Schloss Maßbach ". hob Klement hervor. Er gratulierte dessen Leiterin Anne Maar zu der gerade vom Freistaat verliehenen Auszeichnung "pro Meritis Scientiae et Litterarum" (Verdienste um die Wissenschaft und Kunst). Auch einige andere Bürgerinnen und Bürger erhielten im letzten Jahr Auszeichnungen: Den Kulturehrenbrief des Landkreises bekamen Anita Oeser-Geyer und Reiner Müller aufgrund ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit im kulturellen Bereich und Marktgemeinderat, Diethard Dittmar die kommunale Verdienstmedaille. Klement bedankte sich bei Werner Heinecke für 125 und bei Horst Schneider und Helene Lenthart für je 75 Blutspenden . "Sie haben dadurch einen unschätzbaren Dienst für die Allgemeinheit geleistet", betonte er.

    Kommunales Ehrenzeichen für Rudolf Ziegler

    Mit dem kommunalen Ehrenzeichen der Marktgemeinde zeichnete der Bürgermeister Rudolf Ziegler aus Weichtungen aus, das ihm vom Marktgemeinderat verliehen wurde. Damit werden seine jahrzehntelangen Verdienste um die Dorfgemeinschaft und um das Gemeindehaus gewürdigt. Landrat Thomas Bold hob in seinem Grußwort hervor: "Das Theater Maßbach ist ein kulturelles Aushängeschild für die Gemeinde und Landkreis. So eine Perle ist für eine ländliche Gemeinde ungewöhnlich." Wenn der ländliche Raum gegen die Ballungsräume bestehen wolle, müsse er zusammenhalten, "wir müssen zum Beispiel schauen, dass Breitband und Mobilfunk funktionieren". Er wies darauf hin, dass der Landkreis Bad Kissingen bei einer Umfrage, wo es sich am besten leben lässt, den 32. Platz unter 462 Kreisen und kreisfreien Städten errungen habe. Schließlich sei die Situation hervorragend. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis habe erstmals den Landesdurchschnitt unterschritten, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei so hoch wie nie. Er warnte aber davor, die Hände in den Schoß zu legen: "Es wird sich niemand um uns kümmern, wenn wir uns nicht selbst um uns kümmern."

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    Dieter Britz

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