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    München

    Viviane Heilmanns Aufwand wird belohnt

    Viviane Heilmann hatte sich am ersten Tag der Bayerischen Meisterschaften so einiges zugemutet. Die 16-Jährige hatte sowohl über die 60 Meter als auch über 400 Meter gemeldet. Eine Konstellation, die kaum eine andere Sprinterin so angeht. Zumal das Finale über 400 Meter auch noch zwischen dem Vorlauf und dem Zwischenlauf über 60 Meter auf dem Zeitplan stand. "Die Hallensaison hat bei uns keine allzu hohe Priorität", erzählt Trainer Paul Fella. "Dennoch haben wir unheimlich viel für die Schnelligkeit getan, also sollte sie auch zeigen dürfen, was sie da zu bieten hat", erklärt Fella, warum Viviane Heilmann in München gleich über beide Strecken an den Start ging.


    Keine schweren Beine

    In 8,00 Sekunden gewann die 16-Jährige, die in ihrer Altersklasse über 400 Meter Hürden zu den Besten in Deutschland zählt, ganz locker ihren Vorlauf. Statt jetzt die Beine hochzulegen und auszuruhen standen nicht viel später schon die Zeitendläufe über 400 Meter an. "Da wäre ich aufgrund meiner Vorleistung eigentlich im letzten und damit am stärksten besetzten Lauf dabei gewesen. Aber kurz danach war ja schon der Zwischenlauf über 60 Meter. Deshalb durfte ich schon früher starten", berichtet Viviane Heilmann.

    Von vorne laufend wurde sie über die zwei Hallenrunden in starken 59,71 Sekunden gestoppt. Im letzten Lauf waren dann aber doch noch zwei Athletinnen etwas schneller, so dass es am Ende Rang Drei wurde. "Schade, dass ich nicht in diesem schnellen Lauf dabei war. Da wäre sicherlich eine noch schnellere Zeit möglich gewesen", bedauert Viviane Heilmann, die sich kurze Zeit später in 7,93 Sekunden für das Finale über 60 Meter qualifizierte. In 7,89 Sekunden musste sie da nur Svenja Pfetsch vom SC Vöhringen den Vortritt lassen und überraschte mit Silber. "Das ging richtig gut, die 400 Meter habe ich da gar nicht mehr in den Beinen gemerkt", freute sich Viviane Heilmann.

    Deshalb konnte sie es sicherlich verschmerzen, dass es am zweiten Wettkampftag über 200 Meter nicht optimal für sie lief. Ausgangs der Zielkurve kam sie gehörig ins Straucheln. Ihren Zeitendlauf gewann sie dennoch in 26,12 Sekunden. In der Addition der Zeiten aus den insgesamt vier gleichberechtigten Läufen musste sie allerdings mit Platz Sechs zufrieden sein. "Da machte sich bemerkbar, dass ich noch nie in der Halle die steilen Kurven schnell gelaufen bin. Da fehlt mir eindeutig noch die Erfahrung", war die Erkenntnis. "Aber dennoch bin ich mit der Hallensaison mehr als zufrieden, zumal die Wettkämpfe aus dem vollen Training heraus bestritten wurden", sagt Viviane Heilmann. Der Fokus liegt bei ihr eindeutig auf die Sommersaison. Da will sie bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften über die 400 Meter Hürden ganz weit vorne sein.


    Volleyball statt Leichtathletik

    Hanna Schmitt hat sich eigentlich aus der Leichtathletik-Truppe des TV/DJK Hammelburg verabschiedet und für Volleyball beim TV/DJK entschieden. Vier Mal in der Woche trainiert sie da in der Regel. Zusätzlich kam mit Vater Heiko im Winter noch Wurftraining dazu. Schon im Speerwurf überraschte sie in München mit einer Weite von 34,23 Meter. Mit dieser starken persönlichen Bestleistung verpasste Hanna Schmitt als Vierte nur um 58 Zentimeter den dritten Rang.

    Dafür hatte sie im Diskuswurf das Glück auf ihrer Seite. Nach fünf Würfen lag sie mit 22,99 Meter noch auf Platz Fünf. Aber dann haute sie die ein Kilogramm schwere Scheibe im sechsten und damit letzten Versuch noch einmal so richtig raus. Mit starken 26,32 Metern verbuchte Hanna Schmitt da nicht nur einen neuen Hausrekord, sondern sicherte sie sich auch noch knapp den Bronzerang und damit ihr erstes Edelmetall bei einer Bayerischen Hallenmeisterschaft. Reinhold Nürnberger

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