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    Bad Bocklet

    Von alt bis neu war alles dabei

    Fendt-Traktoren jeden Alters, aber auch viele andere Modelle gab es beim Traktortreffen in Bad Bocklet zu sehen - am besten bei der Traktorparade. Foto: Björn Hein
    Fendt-Traktoren jeden Alters, aber auch viele andere Modelle gab es beim Traktortreffen in Bad Bocklet zu sehen - am besten bei der Traktorparade. Foto: Björn Hein
    Beim Traktortreffen in Bad Bocklet war für Schlepperfreunde wieder allerhand geboten. Heuer hatten sich die Fendt-Freunde etwas Besonderes einfallen lassen: Am Freitag gab es in der Nähe des Festivalgeländes eine Grünlandvorführung, bei der die "ganz großen Maschinen" der Firma Fendt gezeigt wurden. Unter anderem moderne Mähwerke, Pressen und auch Ladewagen konnten hier an den Schleppern in Aktion gesehen werden.
    "Dies hatte auch den positiven Nebeneffekt, dass wir diese Traktoren beim Treffen zeigen konnten. So konnten sich die Besucher selbst einen Überblick darüber verschaffen, wie sehr sich die Landwirtschaft in den vergangenen Jahren verändert hat", sagt der Vorsitzende der Fendt-Freunde Bad Bocklet, Manfred Söder. "Von alt bis neu war wieder alles dabei. Sehr eindrucksvoll waren auch die alten Lanz-Schlepper, die Vorkriegsmodelle sind und von den Besitzern liebevoll auf Vordermann gebracht wurden", stimmt ihm Christian Kunzmann zu. Allein schon die schiere Größe der neueren Modelle fasziniert. Dagegen sehen die Modelle aus den 50er und 60er Jahren fast wie Spielzeug aus.
    Zahlenmäßig wurden heuer wieder alle Rekorde gebrochen: "An die 400 Schlepper waren beim Treffen zu sehen, so viele wie noch nie", freut sich Raphael Langer. Auch das Rahmenprogramm konnte sich wieder sehen lassen. Zahlreiche Musikvereine sorgten für gute Stimmung. Am Sonntag hatten die Kindertanzgruppe der "Bockleter Saalehüpfer", sowie der "Riverteens" vom TSV Bad Bocklet ihren Auftritt. "In diesem Jahr konnten wir auch noch mehr Bauernhoftiere zeigen", sagt Söder. Dies sei nicht nur bei den jungen, sondern auch bei den älteren Besuchern sehr gut angekommen. Auch die Rhön-Alpakas aus Waldfenster waren vor Ort.

    Natürlich bedeutet ein solches Treffen auch immer einen großen Organisationsaufwand. "Wenn man aber sieht, dass es gut angenommen wird, dann macht es auch viel Spaß", sagt Söder. Allein hätten es die Fendt-Freunde nicht stemmen können, doch in Bad Bocklet packten alle mit an. Die Feuerwehren aus der näheren Umgebung übernahmen die Verkehrsregelung und die Einweisung am Parkplatz, die Vereine aus der Marktgemeinde halfen an den einzelnen Verkaufsständen und auch aus anderen Orten kamen Unterstützer. "Es freut uns, dass sich in jedem Jahr immer zahlreiche Personen finden, die uns hier unterstützen", sagt Raphael Langer. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bad Bocklet sei sehr gut und auch die Bauhofmitarbeiter unterstützen das Treffen.
    Geboten wurden am Sonntag auch Vorführungen, beispielsweise wie Hackschnitzel hergestellt werden. "Unsere Freunde aus Obererthal hatten außerdem eine mobile Säge mitgebracht, die durch Transmissionsriemen angetrieben wird", sagt Söder.
    Im Mittelpunkt standen die Traktoren. Viele kamen aus dem Landkreis, aber auch von weiter weg. So kam eine Gruppe aus dem Westerwald, die ihre Schätzchen allerdings mit einem Anhänger transportierten. Eine Gruppe von Lanz-Liebhabern aus der Region Main Spessart ließ es sich nicht nehmen, inklusive Wohnwagen anzureisen und während des Traktortreffens hier zu bleiben. Josy Reiff kam sogar extra aus Luxemburg. Nach eigenen Angaben besitzt er die wahrscheinlich größte Sammlung von Fendt-Traktoren weltweit und war von den vielen Modellen, die in Bad Bocklet gezeigt wurden, überaus begeistert.
    Für Oliver Nöth aus Burghausen ist das Traktortreffen ein Pflichttermin. Er war heuer bereits zum 3. Mal dabei. Als Mitglieder der Traktor-Freaks Vorrhön lies er es sich nicht nehmen, mit seinem Eicher Tiger EM 200 mit 28 PS (Baujahr 1962) vor Ort zu sein. Auch seine beiden Söhne Ben und Nils sind mit dem "Traktorvirus" infiziert und waren dabei. "Von Jugend an haben mich Schlepper sehr interessiert, das ist bis heute so geblieben", sagt er. Bei einem Verwandten hilft er immer noch ab und zu in der Landwirtschaft mit. Mit seinem Eicher, den er in Bad Bocklet zeigte, fährt er außerdem immer noch das Holz aus dem Wald. Beim Trakorentreffen gefällt ihm besonders die Atmosphäre und auch, dass man mit anderen Schlepperliebhaber ins Gespräch kommt und über dieses Hobby fachsimpeln kann. "Es ist schon unglaublich, was man hier alles zu sehen bekommt. Am besten hat mir heute ein Eicher Mammut gefallen, ein sehr schöner Schlepper wie ich finde", sagte Nöth. Und auch die vielen Exoten, die beim Treffen zu sehen waren, waren ein echter Hingucker.
    Ein Highlight der Veranstaltung war natürlich die obligatorische Traktorparade. Das Traktortreffen hat sich in Bad Bocklet fest etabliert. Nach dem Abbau des Zeltes werden sich die Fendt-Freunde wohl erst einmal etwas ausruhen, doch "nach dem Treffen ist vor dem Treffen". Und dieses soll auch im nächsten Jahr stattfinden. Man darf schon gespannt darauf sein, welche Highlights wieder geboten werden.

    Bjoern Hein

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