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    Waldfenster

    Waldfenster will das Kitzbühel der Rhön werden

    Auf der Pilgerreise für Waldfenster (von links): Lena Schlereth, Marita Morber, Birgit Wolf,  Kerstin Kleinhenz, Susanne Metz, Roland Kleinhenz, Roland Schlereth und Timo Wolf. Alexander Pfülb
    Auf der Pilgerreise für Waldfenster (von links): Lena Schlereth, Marita Morber, Birgit Wolf, Kerstin Kleinhenz, Susanne Metz, Roland Kleinhenz, Roland Schlereth und Timo Wolf. Alexander Pfülb

    Das kleine Waldfenster, eine 800-Seelen-Gemeinde inmitten der Rhön, möchte seinen Tourismus stärken. Da trifft es sich ausgezeichnet, dass dem Ort durch den neuen Kreisverkehr an der Lauterer Kreuzung ein riesiger Berg in die Landschaft gesetzt wurde - der "Mount Circulino". Und so feierten die Waldfensterer Fosenöchter bei ihrem Büttenabend äußerst unterhaltsam die Einweihung ihrer neuen Ski-Arena. Knapp 170 Akteure, inklusive Prinzenpaar Maike Wehner und Lukas Schlereth, hatten sich auf die Bretter gestellt, um gemeinsam die ersten Abfahrten und das Après-Ski zu zelebrieren.

    Dabei zeigten die Waldfensterer auch, was eine moderne Ski-Arena heutzutage ihren Gästen alles bieten muss. Da wurde mit einer Fernsehshow ein geeigneter Starkoch für die Pistenrestaurants gesucht. Moderator Julius Schlereth übertrug den zwei Restauranttestern (Hannes Rink, Marius Wehner) die große Aufgabe, die Gerichte der beiden Sterneköche Emil Pfülb und Justin Metz zu bewerten. Dass Letztgenannter große Schwierigkeiten hatte, eine Original Geröder Flugente zu finden, die auch tatsächlich aus Geroda und nicht aus Heiligkreuz war, sei außen vorgelassen. Wichtig ist der Skiregion Waldfenster, dass Stars und Prominente in Zukunft ihren Skiurlaub hier verbringen.

    So fand sich eine illustre Fußballdiskussionsrunde ein (Marius Schlereth, Dennis Pfülb, Eva Heckelmann, Max Morber, Maike Wehner), die weniger über den Sport sprach, als über die Begleiterscheinungen.

    Enrico Schlereth erklärte vor allem dem männlichen Publikum, wie er als Callgirl das Rotlichtviertel in Waldfenster und somit die gesamte Konjunktur in Schwung bringen möchte. Der Tourismus wird boomen, da sind sich die Einheimischen sicher, daher wurden auch keine Kosten und Mühen gescheut, um bekannte Après-Ski-Musiker in den Ort zu locken. Selbst die Wildecker Herzbuben tauchten wieder auf, als die "Ladykracher" einen Stimmungshit nach dem anderen brachten.

    Da aber auch im kleinen Rhöndörfchen nicht alles perfekt ist, wurden einige Waldfensterer (Susanne Metz, Kerstin Kleinhenz, Marita Morber, Roland Schlereth, Lena Schlereth, Roland Kleinhenz, Sandra Müller, Wolfgang Müller, Birgit Wolf, Timo Wolf und Roland Metz) auf Pilgerreise nach Santiago de Compostela geschickt. Sie beteten dafür, dass es mit dem örtlichen Fußballverein bald wieder bergauf gehen möge. Und auch für den Musikverein, der bisher erfolglos auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden ist.

    Auf Reisen waren auch die Dichteimer (Nico Roth, Enrico Schlereth, Simon Albert, Pascal Heckelmann und Mario Dietrich). Allerdings nicht zu Fuß, sondern mit dem Flugzeug. Und da die Sitze in ihrem Flieger nicht komplett ausgebucht waren, mussten hier Passagiere aus dem Publikum spontan Platz nehmen - was jedoch kein Problem war, wussten alle pantomimisch (geplant oder ungeplant) zu glänzen.

    Auch Lukas Schlereth berichtete in der Bütt, wie er mit den Tücken des Alltags zu kämpfen hat - es geht bei ihm einfach alles schief. Und dass selbst das Ausfüllen eines Versicherungsberichts alles andere als einfach ist, mussten sich Andreas und Pascal Pfülb letztendlich eingestehen - auch wenn das eigentliche Opfer "nur" eine Katze war.

    Dem Schicksal leicht nachgeholfen haben dagegen die "Schupifrees". Bianca Meyer, Stefanie Schlereth, Daniela Wehner, Birgit Bachmann und Sophia Löffler, die von Wolfgang Schlereth unterstützt wurden, sangen als "Schwarze Witwen" vom Pech mit ihren Ehemännern. Manuel Vorndran bewies jedoch in seiner Rolle als Marktfrau, dass man positiv gestimmt deutlich leichter durchs Leben kommt. Zwischen seiner Ware hatte er auch zahlreiche Geschichten aus dem Alltag versteckt.

    Auf moderne Technik baut man auch in der Ski-Arena Waldfenster. Deshalb konnte es Dennis Pfülb auch so gar nicht verstehen, dass der Elektrofachverkäufer Jonathan Schlereth seine Schreibmaschine nicht mehr reparieren konnte und wollte - obwohl doch nur das "F" klemmte.

    Große Hoffnung setzten die Macher der neuen Skiregion in eine musikalische Jahreszeitenuhr. Sie soll zum Touristenmagnet werden. Die "Äche Brader" (Lothar Wehner, Klaus Schlereth, Karl-Heinz Wehner und Frank Heckelmann) hatten sie erfunden und mit Andreas Pfülb den musikalischen Schöpfer gleich mitgebracht. Wie sportlich die Damengymnastik des TSV Waldfenster ist, bewiesen sie, indem sie sogar Strümpfe zum tanzen brachten.

    Und so wurde die Eröffnungsfeier der neuen Ski-Arena zu einem Fest aus kreativen Beiträgen und ganz viel Musik und Tanz. Angefangen von den Schlümpfen der Purzelgarde über Superhelden (Crazy Kids), dem Hühnerhaufen bis hin zu den Dancing Queens sowie den Freeway Girls und Outside Boys - man merkt, die Ski-Arena Waldfenster stellt sich international auf. Natürlich durfte auch die einheimische Prinzengarde sowie das in diesem Jahr mit Zylinder und Tanzstock ausstaffierte Männerballett nicht fehlen.

    Zweimal noch wird die Eröffnung der Ski-Arena Waldfenster am kommenden Wochenende , 22. und 23. Februar, gefeiert. Und spätestens dann sollte sich Waldfenster als das Kitzbühel der Rhön etabliert haben.

    Alexander Pfülb

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