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    Eltingshausen

    Wallfahrer spenden für Marienbüste

    Diese Marienstatue wurde in einem Abstellraum in Eltingshausen gefunden. Sie soll restauriert werden und wieder einen wü...

    Etwa 70 Wallfahrer hatten sich auf den Fränkischen Marienweg von Eltingshausen zur Talkirche bei Münnerstadt begeben. Nach dem Segen am Bildstock führten die Vorbeterinnen die Teilnehmer ein in das Thema der diesjährigen Wallfahrt: "Aufbruch wagen". Immer wieder müssten wir in unserem Leben aufbrechen, sowohl im privaten wie auch im gesellschaftlichen Bereich, hieß es. Es gebe Höhen und Tiefen, die durchschritten werden müssen, Sackgassen und Rückschläge. Immer und überall gebe es Neuanfänge, die oft auch unbequem sind oder Angst machen. Offenheit Neuem gegenüber birgt aber oft auch die Chance, unbekannte Wege zu gehen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Diese Thematik wurde im Verlauf der Wallfahrt zu verschiedenen aktuellen Anlässen vertieft. Nach dem Lied von Siegfried Fiez " Einen neuen Aufbruch wagen" betete n die Wallfahrer um den Beistand Gottes in allen privaten Nöten und auf dem Weg durchs Leben. Ein kurzes Gebet am Wegkreuz im Wald führte dann zum Rosenkranz für alle Menschen, die ein Licht brauchen.

    Nachdem an der Schwarzen Pfütze weitere Teilnehmer hinzugekommen waren, widmeten sich die Gläubigen der Umwelt und der Bewahrung der Schöpfung. Ein wichtiges Thema waren außerdem die Unruheherde auf der Welt, welche Not, Vertreibung und viele Probleme nach sich ziehen. Schließlich beteten die Wallfahrer auch für die Kirche , welche sich in einem rasanten Umbruch befindet; insbesondere für die Kirche vor Ort wünschten sie sich viele engagierte Christen, welche sich mit ihren Fähigkeiten für die Gemeinschaft einsetzen. Eine Bereicherung erfuhr die Wallfahrt durch einige Beiträge der Sängerinnen der örtlichen Scholagruppe, sowie durch Einspielungen über den Lautsprecher. Mit dem Angelus erreichten die Wallfahrer pünktlich und trockenen Fußes den Talhof, wo die wohlverdiente Mittagsrast stattfand. Sabine Werner dankte bereits hier allen Teilnehmern und Helfern, sowie dem Talhofbauern für die Bewirtung. Sie erbat einen kleinen Obolus für die Pfarrgemeinde Eltingshausen zur Restaurierung einer alten Marienbüste. Diese hatte Jahrzehnte unbeachtet in einer Abstellkammer gestanden und war wohl früher ein Bestandteil des Kriegerdenkmals, bevor in den 1950er Jahren ein neues Denkmal errichtet wurde. Nun möchte man der Statue auf einem Sockel wieder einen würdigen Platz geben.

    Auf dem letzten Wegstück zur Talkirche kamen neue Wallfahrer hinzu, unter ihnen auch Pfarrer P. Okafor aus Nigeria, der den Abschlussgottesdienst hielt. Mit dem Thema Dank endete die Wallfahrt und die Teilnehmer zogen unter den Klängen der Blasmusik in das Gotteshaus ein. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst, der von der Schola mitgestaltet wurde, fanden sich viele noch zu Kaffee und Kuchen im Jugendheim Eltingshausen ein, um den Nachmittag gemütlich ausklingen zu lassen.

    Redaktion

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