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    Münnerstadt

    Wenn in Münnerstadt die Senioren zu Künstlern werden

    Bewohner des Münnerstädter Seniorenzentrums Sankt Elisabeth betätigten sich als Künstler. Das Resultat ist nun bei einer Ausstellung zu sehen, die kürzlich eröffnet wurde.
    In der kleinen Galerie im Seniorenzentrum Sankt Elisabeth wurde eine  Ausstellung mit Bildern eröffnet, die die Heimbewohner unter Anleitung von  Horst Kreuz (rechts im Hintergrund) selbst geschaffen haben. Foto: Dieter  Britz
    In der kleinen Galerie im Seniorenzentrum Sankt Elisabeth wurde eine Ausstellung mit Bildern eröffnet, die die Heimbewohner unter Anleitung von Horst Kreuz (rechts im Hintergrund) selbst geschaffen haben. Foto: Dieter Britz

    Man nehme starkes Packpapier, zerknülle es, male die so entstehenden Felder in unterschiedlichen Farben aus, ziehe die Kanten des Papiers mit schwarzem Filzstift nach - und fertig ist die schönste Faschings-Dekoration. Horst Kreutz hat es genauso gemacht, oder genauer gesagt, machen lassen. Der pensionierte Kunsterzieher, der bis 1997 am BBZ (Berufsbildungszentrum Münnerstadt ) tätig war, hat Bewohner des Seniorenzentrums Sankt Elisabeth dazu gewonnen, sich als Künstler zu betätigen.

    Für Gäste gesungen und gespielt

    Was sie dabei geschaffen haben, hängt zurzeit in der "kleinen Galerie" im Erdgeschoss des Seniorenzentrums. Die Ausstellung mit 17 Bildern wurde jetzt eröffnet. Mit dabei waren auch Barbara Moritz und Matthias Klink , die fast eine Stunde lang für die Gäste sangen und spielten. Horst Kreutz gab einige Stichworte, was ihn zu diesem Projekt bewogen hat: Es ging um Mut zur Linienführung, um flächiges Ausmalen auf vorgeknicktem Packpapier. Die Farbstärke sollte durch den Pinselstrich im Bewegungsablauf von der Grobmotorik zur Feinmotorik entstehen. Die Ermutigung zur freien Entscheidung in der Gesamtgestaltung sei wichtig.

    Partnermalen

    Jeweils ein Teilnehmer hat ein Blatt bemalt, einmal war Partnermalen angesagt. Teilweise wurden dann noch Ziffern oder Buchstaben in die Farbfelder eingesetzt. Vier bis sechs Personen im Wechsel haben teilgenommen. Herausgekommen sind dabei erfrischend bunte und vielfältige Bilder, die sehr gut zur "fünften Jahreszeit" passen.

    Heimleiterin Renate Schiefer begrüßte die zahlreichen Gäste, die zu diesem bunten Nachmittag im wahrsten Sinne des Wortes gekommen waren. Sie konnte auch Barbara Moritz und Matthias Klink willkommen heißen, die die Senioren eine knappe Stunde lang musikalisch mit Liedern und Musikstücken passend zum Fasching, unterhielten. "Schunkeln und Mitsingen ist erwünscht, denn schon in zweieinhalb Wochen ist Rosenmontag", ermunterte Renate Schiefer ihre Heimbewohner.

    Viele bekannte Lieder

    Das Münnerstädter Künstlerpaar Moritz - Klink hat wirklich ein breites Repertoire für einen solchen Nachmittag mit Senioren auf Lager. Los ging es mit dem Donauwalzer, gefolgt vom Gassenhauer "Schönes Wetter heute, lauter nette Leute". Als sie "Trink, trink, Brüderlein trink, lasst doch die Sorgen zu Haus" anstimmten, sangen viele mit und schunkelten auch. Unter anderem folgten noch "Hallo, kleines Fräulein, haben sie heute Zeit?" oder der weltbekannte Mainzer Narhalla-Marsch. Am meisten schunkelten und sangen die Senioren bei dem Lied "Oh, wie bist du schön, sowas hat man lange nicht gesehen" mit. Barbara Moritz und Matthias Klink bekamen viel Beifall. Ohne Zugabe konnten sie nicht gehen. Sie bedankten sich für den Applaus mit Freddys "Schön, schön war die Zeit."

    Dieter Britz

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