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    Bad Brückenau

    Wenn über Geroda Alphornklänge zu hören sind

    Wenn über Geroda Alphornklänge zu hören sind, ist dafür vermutlich Ingrid Schubert verantwortlich, die ihr abendliches Spiel als wohltuende Oase am Ende eines Arbeitstages empfindet.
    Ingrid Schubert spielt Alphorn, auch und gerade in Zeiten von Corona. Foto: Kathrin Zitzmann       -  Ingrid Schubert spielt Alphorn, auch und gerade in Zeiten von Corona. Foto: Kathrin Zitzmann
    Ingrid Schubert spielt Alphorn, auch und gerade in Zeiten von Corona. Foto: Kathrin Zitzmann

    Schon vor 22 Jahren hatte sich Ingrid Schubert in den tiefgründigen berührenden Ton des Alphorns verliebt, und so brachte sie gleich drei dieser gigantischen Instrumente aus dem Urlaub mit nach Hause. Mit ihren Musikkollegen aus der Stubenmusikformation begann sie, diese Musikrichtung in der Region zu etablieren.

    Die Rhöner Alphornbläser bedauern sehr, dass sie zur Zeit nicht gemeinsam proben und spielen können, doch Ingrid Schubert lässt sich vom täglichem Spiel auf dem Alphorn nicht abhalten. Sie spielt bereits seit dem 23. März jeden Abend gegen 19 Uhr an der leichten Anhöhe des Platzer Berges auf ihrer Terrasse leichtgängige Melodien . Es ist ihr musikalisches Abendgebet, ihre wohltuende Oase am Ende eines Arbeitstages.

    In ihren ruhigen, leichtgängigen Melodien spielt sie sich ihre Gedanken von der Seele und sucht und findet eine innere Ru he und eine Begegnung mit Gott. Für Ingrid Schubert stellt dies eine besonders innige Form des Gebetes dar, gerade jetzt, wo kaum Gottesdienste stattfinden. Zudem lauscht ihr Enkel Franz, der im Nebenhaus wohnt, auf sein "Gute Nacht Lied" von Oma beim zu Bett gehen.

    Im Dorf ist es still, man spürt keine Hektik. So empfindet es Ingrid Schubert . Sie musiziert als Dankeschön, für die eigene Gesundheit, für die Möglichkeiten sich im eigenen Garten zu beschäftigen und für die Bewegungsfreiheit in der Natur, aber auch für die große Hilfsbereitschaft innerhalb des Ortes, welche sie dankbar in Anspruch nimmt.

    Für all diese Gegebenheiten bekomme man ein dankbares Gefühl, so lässt Ingrid Schubert ihre melodisch-harmonischen Alphornklänge über Geroda klingen. Mittlerweile haben sich auch ihre Alphornkollegen zum abendlichen Spiel entschlossen, so hört man Alphormelodien von Reiner Morshäuser in Singenrain und von Wolfgang Fella in Hammelburg.

    Was für Ingrid Schubert die Musik ist, ist für Erich Weber aus Gauaschach das Komponieren und Dichten. Viele Alphornstücke hat er schon für die Rhöner Alphornbläser komponiert, unter anderem auch die Rhöner Alphornmesse.

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