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    Oberthulba

    Wer in Oberthulba und Wartmannsroth kandidieren will

    Mario Götz am Gemeindehaus in Hassenbach Foto: Arkadius Guzy
    Mario Götz am Gemeindehaus in Hassenbach Foto: Arkadius Guzy

    Mario Götz empfängt im Bürozimmer in seinem Haus. Dorthin zieht er sich regelmäßig zurück - jeden zweiten Tag, wie er sagt - um seine zahlreichen ehrenamtlichen Aufgaben zu erledigen. Florian Atzmüller empfängt auf dem Balkon der oberen Wohnung seines Elternhauses. Dorthin ist er 2016 nach acht Jahren außerhalb der Region zurückgekehrt, wobei der Kontakt zum Heimatort nie abgerissen ist, wie er sagt. Beide sind in ihrer Heimat eingebettet und beide wollen diese Verbundenheit nun politisch einsetzen.

    Götz will für die CSU für das Bürgermeisteramt in Oberthulba kandidieren. Atzmüller, ebenfalls in der CSU , strebt das Bürgermeisteramt in Wartmannsroth an.

    "Ich habe richtig Laune darauf", sagt Götz. Er habe Rückhalt gespürt. Im vergangenen Herbst sei eine mögliche Kandidatur immer wieder Thema gewesen und so sei der Gedanke gereift. Er habe mit seiner Frau und seinen Eltern darüber geredet. Götz spricht von großen Fußstapfen, die ihn als potenziellen Nachfolger von Bürgermeister Gotthard Schlereth erwarten.

    Ähnlich ist es Atzmüller ergangen. Auch bei ihm entwickelte sich die Entscheidung Ende 2018, auch bei ihm gingen Gespräche mit seiner Frau voraus. Er sei Bürgermeister Jürgen Karle dankbar, dass dieser sich frühzeitig bekannt hat, nicht erneut zu kandidieren. Atzmüller erklärt: "Das hat die Planbarkeit erleichtert."

    Götz und Atzmüller haben nun ihrerseits frühzeitig ihre Ambitionen auf das Bürgermeisteramt öffentlich gemacht. "Ich wollte fair zu den Leuten sein", sagt Götz. Er will eine Diskussion anregen. Denn sein Ziel ist es, nicht nur als CSU-Kandidat anzutreten, sondern - so gewollt - auch als Kandidat der Wählergemeinschaften der Ortsteile. Nach Ostern will Götz diese Idee auf Infoveranstaltungen präsentieren.

    Götz ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat einen sechsjährigen Sohn. Nach der Realschule startete er seinen beruflichen Werdegang bei der Sparkasse Bad Kissingen . Als Diplom-Sparkassenbetriebswirt hat er es dort mittlerweile zum Bereichsleiter gebracht. Götz ist in Hassenbach tief verwurzelt. Als der Ort noch eine eigenständige Gemeinde war, hatte sein Uropa eine Periode lang sogar das Bürgermeisteramt inne.

    Götz ist in zahlreichen Vereinen engagiert. Besonders am Herzen liegt ihm, das Gemeindehaus, das Vorzeigeprojekt in Hassenbach, mit Leben zu füllen. So organisiert er mit dem Team der Vereinsgemeinschaft die Veranstaltungsplanung fürs Gemeindehaus. Schwerpunkt für Götz sind dabei die Finanzen. Er hat eine Affinität zu Zahlen. Seit 2013 ist Götz Vorsitzender der CSU Oberthulba .

    Atzmüller ist 37 Jahre alt, verheiratet und hat eine knapp zweijährige Tochter. Er stammt "klassisch vom Dorf", sagt Atzmüller über seine Herkunft aus Dittlofsroda . Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitete acht Jahre außerhalb der Region: Er war Sachbearbeiter beim Bezirk Oberpfalz und Mitarbeiter im Referat Berufliche Bildung im Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie. Seit 2016 leitet Atzmüller das Sachgebiet Soziale Angelegenheiten und Senioren am Landratsamt Main-Spessart.

    Umfeld für die Familie

    Mit seiner Frau habe er sich die Frage gestellt, in welcher Umgebung sie beide sich eine gemeinsame Zukunft als Familie vorstellen können. Die Antwort hat ihn wieder zurück in die Heimatregion, zurück nach Dittlofsroda geführt, wo sein Vater Grundschullehrer war.

    Seit rund zwei Jahren ist Atzmüller Vorsitzender des CSU-Ortsverbands von Wartmannsroth. Mit Veranstaltungen und Exkursionen tritt der Ortsverbands seitdem aktiv in der Öffentlichkeit auf. Atzmüller gehört außerdem dem Pfarrgemeinderat an und ist Mitglied im Dekanatsrat.

    Zwar sitzt er nicht im Gemeinderat von Wartmannsroth, setzt aber auf seine fachlichen Qualifikationen, und seinen Blick in den Nachbarlandkreis. Götz dagegen gehört seit 2014 dem Gemeinderat von Oberthulba an. Er ist nicht nur Ortsbeauftragter von Hassenbach, sondern auch Dritter Bürgermeister. Dadurch sei er in manche Themen gut einbezogen, wie zum Beispiel die Arbeit der kommunalen Allianz "Fränkisches Saaletal".

    Die Bürgermeister von Oberthulba und Wartmannsroth müssen nicht nur dort zusammenarbeiten. Als Nachbargemeinden haben Oberthulba und Wartmannsroth mehr als nur geografische Schnittpunkte. So gibt es eine Kooperation beim Standesamt. Wer die jeweiligen Bürgermeister dort sein werden, ist noch völlig offen. Götz und Atzmüller nennen als nächsten Schritt für sie erst einmal die Nominierungsversammlungen, die im Herbst warten. Dann sind sie offiziell Kandidaten.

    Arkadius Guzy

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