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    Wildflecken

    Wertschätzung gegenüber den Feuerwehren

    Für 50 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr erhielt Georg Fuchs beim Ehrenabend in Wildflecken eine hohe Auszeichnung. Ebenso wurden 40- und 25-jährige Dienste gewürdigt.
    Beim Ehrenabend in Wildflecken gab es Auszeichnungen  für verdiente Feuerwehrler (von links):  Kreisbrandinspektor Marco Brust, Bernd Kirchner, Harald Dziadek, Klaus  Kehm, Andreas Rüttiger, Jürgen Köstler, Georg Fuchs, Kreisbrandmeister  Wolfgang Kenner, Emil Müller (stellvertretender Landrat), Kreisbrandrat  Benno Metz und Bürgermeister Gerd Kleinhenz. Foto: Marion Eckert
    Beim Ehrenabend in Wildflecken gab es Auszeichnungen für verdiente Feuerwehrler (von links): Kreisbrandinspektor Marco Brust, Bernd Kirchner, Harald Dziadek, Klaus Kehm, Andreas Rüttiger, Jürgen Köstler, Georg Fuchs, Kreisbrandmeister Wolfgang Kenner, Emil Müller (stellvertretender Landrat), Kreisbrandrat Benno Metz und Bürgermeister Gerd Kleinhenz. Foto: Marion Eckert

    Seit vielen Jahren ist es im Markt Wildflecken guter Brauch, langjährige und verdiente aktive Feuerwehrkameraden und ihre Partnerinnen zu einem Ehrenabend mit Ehrungen und einem gemeinsamen Abendessen einzuladen. Bürgermeister Gerd Kleinhenz betonte die Bedeutung der Ortsfeuerwehren für die Marktgemeinde. Die Teilnahme der kompletten Feuerwehrführung und des stellvertretenden Landrats Emil Müller zeige die Wertschätzung gegenüber den Freiwilligen Feuerwehren .

    Diese werde auch durch eine Studie der Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung untermauert, nach der Feuerwehrleute und Sanitäter bei der Bevölkerung Deutschlands mit 96 Prozent das höchste Vertrauen genießen. "Der selbstlose Einsatz der Wehrleute kann nicht genug geschätzt werden", sagte Kleinhenz. Auch der stellvertretende Landrat schloss sich dieser Würdigung an. Es sei guter Brauch im Freistaat, verdienten Feuerwehrleuten die entsprechende Anerkennung zukommen zu lassen. Die Verleihung des Feuerwehrehrenzeichens werde daher auch durch die Landräte persönlich vorgenommen. Ehrenamt in der Feuerwehr sei kein temporäres Engagement, sondern ein Dienst am Nächsten rund um die Uhr und rund ums Jahr. Ohne den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren wären viele Kommunen finanziell und personell nicht in der Lage, den Schutz vor Feuer und die Hilfeleistung zu gewährleisten. "Freiwillige Feuerwehren entlasten das Gemeinwesen", stellte Müller deutlich heraus. "Es ist die größte Selbsthilfeorganisation in Bayern."

    Rund 5000 Feuerwehrleute im Landkreis

    Allein im Landkreis Bad Kissingen sind gut 5000 Frauen und Männer im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst engagiert, und das häufig schon seit Jahrzehnten. Ein so langes Engagement sei gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit nicht mehr selbstverständlich und bedürfe umso größer Anerkennung. Viele Freiwillige Feuerwehren wurden vor rund 150 Jahren gegründet, damals seien die Anforderungen noch ganz andere gewesen, die Brandgefahr war ungleich höher, als dies heute der Fall sei. Feuerwehrdienst sei eine große Herausforderung, denn beim Alarm wisse niemand, was wirklich zu erwarten sei. Vieles müsse persönlich und emotional verarbeitet werden. Seinen Dank richtete Müller an die Gemeinde, die für die Ausstattung Sorge trage und damit für beste Rahmenbedingungen. Den Geehrten sprach er seinen Dank für die langjährige Treue aus, denn Freizeit und Familienzeit wurden für die Feuerwehr geopfert. Daher galt der Dank auch den Partnerinnen, die hinter dem Feuerwehrdienst stehen. "Für manche ist die Feuerwehr zum Teil des Lebens geworden. Sie sind ein Vorbild für nachkommende Generationen." Aber auch den kulturellen und gesellschaftlichen Wert der Feuerwehr beziehungsweise des Feuerwehrvereins für einen Ort hob Müller hervor. "Und wenn ein Dorf noch so klein ist, die Feuerwehr ist der Verein, der noch da ist." Den Dankesworten schloss ich auch Kreisbrandrat Benno Metz an.

    Für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst gab es neben dem staatlichen Ehrenzeichen auch einen Gutschein für eine Woche Urlaub im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain. Für die Partnerinnen übernimmt der Markt Wildflecken die Kosten. Diese Ehrung ging an Hauptfeuerwehrmann Klaus Kehm (Oberbach), Hauptfeuerwehrmann Bernd Kirchner (Oberbach), Oberlöschmeister Harald Dziadek (Oberbach) und Oberlöschmeister Jürgen Köstler ( Wildflecken ). Die Kommandanten bescheinigten ihnen Zuverlässigkeit, Fleiß und Verantwortungsbewusstsein. Vielfältige Posten und Tätigkeiten haben sie in den 40 Dienstjahren in ihren Feuerwehren übernommen. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Andreas Rüttiger  aus der Feuerwehr Oberbach geehrt. Auch er hat sich zahlreichen Lehrgängen und Leistungsprüfungen unterzogen und gilt als zuverlässiger und pflichtbewusster Feuerwehrler. Rüttiger trägt den Titel Feuerwehrmann.

    Keine vergleichbare Ehrung im Landkreis

    Eine Premiere war die Ehrung für Georg Fuchs , der für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt wurde. Die Urkunde und das Ehrenzeichen mussten eigens beim Ministerium angefordert werden, da es eine vergleichbare Ehrung im Landkreis bisher nicht gab. Fuchs war viele Jahre Kommandant der Feuerwehr Oberbach und nach dieser Zeit Kommandant der Werksfeuerwehr Paul und Co in Oberwildflecken. So kam er auf die stattliche Anzahl von 50 aktiven Jahren, auch über die staatliche Altersgrenze hinaus.

    Marion Eckert

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