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    Elfershausen

    Wie werden die Vereine unterstützt?

    Die Zuwendung für Vereinstrachten, beispielsweise bei Musikkapellen, Trikots und Kleider, lehnte der Gemeinderat ab sofo...

    Der Markt will endlich eine Regelung für die Bewilligung freiwilliger Zuwendungen an die Vereine auf den Weg bringen. Dazu hatte der Rechnungsprüfungsausschuss einen Orientierungsrahmen erarbeitet, den Thomas Bauer vorlegte. Die Bemühungen des Rates, hier "reinen Tisch" zu machen waren erkenntlich, doch gilt es noch einige Steine aus dem Weg zu räumen.
    Als Grundprinzip legte der Ausschuss fest "so wenig freiwillige Zuschüsse wie möglich zu gestatten, aber so viele wie notwendig. Ein Automatismus soll gar nicht eintreten". Doch schon das Konzept war gespickt mit Einwänden der Räte. Die Richtlinie, die vertragliche und gesetzliche Verpflichtungen, den volkswirtschaftlichen Nutzen der Kultur, den ideellen Wert und moralisch-ethische Aspekte einbezieht, stieß auf Widerstand bei Fragen nach der Einstufung der Vereine und deren Wünsche.
    Die "Gegenleistung" fällt in die Waagschale. Die meist nicht sonderlich betuchten Sportvereine haben Chancen auf Zuschüsse - aber nur im begrenzten Rahmen. Die ehrenamtliche Jugendarbeit, die die Vereine verrichten, zog die Richtlinie nicht ins Kalkül. Gegensätzliche Meinungen kamen auf über Vereine, die sich als Bewirtschafter der Trimburg zur Verfügung stellen. Für das eine Lager ein Pluspunkt, die andere Seite bewertete den meist guten Erlös als Hilfe für den Verein, der somit keine finanzielle Unterstützung braucht.


    Grundsätzlich einig zeigte sich das Gremium für Zuwendungen bei gemeindlichen Eigentum, allerdings auch bei der Ablehnung von Zuschüssen für Trachten, Trikots und Kleider, was der Musikverein Langendorf zu spüren bekam, der einen Antrag zur Beschaffung von Trachten stellte, denn die neue Regelung trat sofort in Kraft. Die Kirche, Hilfsorganisationen und andere Gruppen können nach der Richtlinie nur auf eine "Goodwill-Aktion" der Gemeinde hoffen. Bürgermeister Kickuths Vorschlag, Bauer solle gemeinsam mit der Verwaltung eine detaillierte Empfehlung ausarbeiten, fand die ungeteilte Zustimmung des Rates.
    Zwei Zuschuss-Anträge bewilligte das Ratsgremium. So erhält der Kindergarten Machtilshausen für eine Spielplatzeinrichtung und für Kücheninventar 50 Prozent der geschätzten Kosten von rund 4500 Euro. Die katholische, öffentliche Bücherei in Elfershausen braucht eine neue EDV-Anlage und erhält wie die Bücherei in Langendorf 400 Euro als Zuwendung.
    Die Schulkinder-Ferienbetreuung im Machtilshausener Kindergarten St. Rochus ist nicht möglich. Wie der Bürgermeister berichtete, lehnten die Verantwortlichen das Ansinnen wegen mangelnder Kapazitäten ab. Auch die Kindergärten in Elfershausen und Langendorf können diese Aufgabe aus verschiedenen Gründen nicht wahrnehmen. "Die Ferienbetreuung ist zwar nicht Aufgabe der Kommune sondern der Eltern, aber sie ist wichtig", betonte er mit dem Hinweis auf Gespräche mit der Leiterin der Johannes-Petri-Schule, Brigitte Dehe. "Eventuell ergibt sich hier eine Möglichkeit", hofft der Rathausobere.
    Eine längere Debatte begleitete den Einbau einer Teeküche im Lehrerzimmer der Petri-Schule. Zunächst nicht gewollt, jetzt doch gewünscht, schlägt der Gemeinderat an der Türen-Wand des Lehrerzimmers die Installation einer Teeküche, eine Ablagefläche und eines Spülbeckens vor. Dem Antrag von Bernd Büttner, dass die Lehrer ihre Meinung dazu äußern sollen und die Gemeinde Angebote einholt, folgte der Rat einstimmig. Die farbliche Erneuerung der Schrankfronten im Lehrerzimmer und im Flur zum Preis von 4066 Euro lehnte das Gremium dagegen ab.
    Kämmerer Andreas Mützel legte den Entwurf des Haushalts 2018 vor. Demnach schließt der Verwaltungshaushalt, in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen mit 4,56 Millionen Euro ab. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies Mindereinnahmen von gut einer Million Euro. Die Ausgaben steigen dagegen um gut 300 000 Euro. Der Entwurf des Vermögenshaushalts schließt ausgeglichen mit 7,68 Millionen Euro ab, sofern keine Änderungen vorgenommen werden. Verglichen mit dem Vorjahr reduziert sich der Etat um ca. 900 000 Euro.
    Die höchsten Investitionen fallen bei der Schul- und Turnhallensanierung der Petri-Schule, bei der Erschließung des Mischgebiets "Trimberger Weg", beim Grunderwerb für neue Baugebiete und beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses Elfershausen an. In Planung sind neben den laufenden Projekten die Sanierung des Kindergarten Elfershausen und der Alten Schule Langendorf, die Dachsanierung des Schlossgebäudes sowie die Umbaumaßnahmen am ehemaligen "Gerlach-Haus".
    Für die gesamten Investitionen entnimmt die Gemeinde 5,5 Millionen Euro aus den Rücklagen und einen Kredit in Höhe von 300 000 Euro auf. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt zum Ende des Jahres ca. 585 Euro. Winfried Ehling

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