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    BAD KISSINGEN

    Zehn Tage kein neuer Fall

    Die Zahl der noch mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Landkreis Bad Kissingen ist deutlich gesunken, Am Mittwoch stand sie bei 24. Einen neuen bestätigten Fall hatte das Landratsamt nicht zu vermelden. Somit sind bereits zehn Tage in Folge keine Neuinfizierungen zu verzeichnen. Das sind gute Neuigkeiten, heißt es aus dem Landratsamt. Die Zahlen spiegelten einen landesweiten Trend wider. Auf dessen Grundlage habe die Staatsregierung weitreichende Lockerungen der Beschränkungen im Umgang mit Corona zugelassen.

    Geschäfte sind wieder geöffnet, Gastronomie wird nach und nach ermöglicht, Spielen auf Spielplätzen ist erlaubt und ein Teil der Schüler darf wieder in die Schule. In Fußgängerzonen herrsche bereits reges Treiben. „Das sind begrüßenswerte Öffnungen in unserem Alltag. Wir alle freuen uns darüber, dass sich das öffentliche Leben wieder regt – wenn auch unter Auflagen. Und gerade die sind unbedingt einzuhalten“, zitiert das Landratsamt Landrat Thomas Bold, der damit auch an die Bürger appelliert: „Wir sind jetzt für unser Schicksal ein Stück weit selbst verantwortlich. Denn wenn in einem Landkreis die Infektionszahlen wieder steigen und die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner pro Woche übersteigen, dann werden die Lockerungen wieder zurückgenommen – und zwar nur im betroffenen Landkreis.“ Das wäre nicht nur unangenehm für die Menschen, die dann wieder mit Beschränkungen leben müssten, es wäre auch ein wirtschaftlicher und Wettbewerbsnachteil gegenüber Geschäften in Nachbarlandkreisen.

    So sei es unverständlich, wenn Partys mit zahlreichen Teilnehmern gefeiert werden, die aktuellen Bestimmungen erlauben höchstens Treffen mit Angehörigen eines weiteren Haushaltes. Genauso sei es nicht ratsam, sich zur Begrüßung zu umarmen. Ohnehin dürfe man nicht vergessen, so das Landratsamt, dass die Bußgelder für Missachtung der Hygienevorschriften heftig sein können. Sie beginnen bei 150 Euro, können aber auch höher ausfallen.

    Lockerungen sollen den Alltag erleichtern. Das könne auch ein freundschaftlicher Besuch oder eine kleine Betreuungsgruppe für Kita-Kinder unter befreundeten Familien sein, stellt der Leiter des Gesundheitsamtes, Ingo Baumgart, fest. „Es sollte aber nicht ausarten. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen bei uns im Landkreis, ob wir die Infektionszahlen niedrig halten, weil sich alle eigenverantwortlich an die Vorschriften halten und die Hygieneregeln beachten. Schutzmasken beim Einkaufen und im Nahverkehr tragen, Abstand halten und regelmäßiges und gründliches Händewaschen – das ist jetzt das A und O.“

    258 Coronafälle sind im Landkreis insgesamt bestätigt. Als gesund aus der Quarantäne entlassen werden konnten bisher 215 Menschen. 19 Personen, die positiv auf Covid-19 getestet waren, starben. 16 Kontaktpersonen sind in Quarantäne. (sh)

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