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    Ramsthal

    Zeitreise mit der Gitarre

    Wenn man Volker Waldau beim Spielen auf seiner klassischen Gitarre zuhört, wird man sofort in den Bann gezogen. Der Zuhörer wird dabei in eine meditative Stimmung gebracht, Ruhe breitet sich aus und man vergisst die Welt um sich herum. Der Musiker versteht es, seinem Instrument zarte Töne zu entlocken, geschickt interpretiert er die Stücke auf seine unverwechselbare Weise. Gerade ist er dabei, im Haus Erlebenskunst in Ramsthal die Akustik zu prüfen. Im Rahmen des Saale-Musicums wird er hier am 14. Juli um 20 Uhr einen Auftritt haben, er spürt schon ein wenig Lampenfieber, das man ihm beim Spielen aber ganz und gar nicht anmerkt. "Der Raum hier ist sehr schön, bereits beim Auftritt gemeinsam mit Stefan Schael hat es mir hier sehr gut gefallen", sagt der freischaffende Musiklehrer aus Riedenberg. Als Bassist ist er unter anderem beim "80er Project" aktiv, bei der Tanzband "Quaddro" wirkt er als Gitarrist mit. Gemeinsam mit Stefan Schael hat er schon an Projekten gearbeitet, der Solo-Auftritt ganz allein mit klassischer Gitarre ist für ihn aber auch eine Premiere.
    Musikalisch ist der Künstler sehr breit gefächert. "Mir ist hier die Abwechslung sehr wichtig", sagt er. Überhaupt ist er in Bezug auf die Musik sehr offen, der Abend im Ramsthal, auf den die Besucher sich jetzt schon freuen können, wird eher in eine ruhigere Richtung gehen. Bezeichnend hierfür ist schon das Motto des Abends "In a mellow tone". Der Titel des Jazz-Standards von Duke Ellington beschreibt den Charakter der Veranstaltung sehr gut: der sanfte, weiche Klang der Nylonsaiten seiner klassischen Konzertgitarre wird die Zuhörer dabei auf einer Zeitreise begleiten, die das Lebensgefühl von damals musikalisch erspüren will. Viele Klassiker werden dabei sein, doch auch neues wird zu hören sein. So beispielsweise das berühmte "Sound of silence", das zeitlose "Fly me to the moon" von Bart Howard oder das "Feelings" von Morris Albert. Aber auch auf neuere Stücke können sich die Besucher schon jetzt freuen, wie das "Killing me softly" oder das "Kiss from a rose" von Seal. Volker Waldau schafft es dabei, den Stücken einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen, der die Stimmung des Abends prägen wird.


    Vor rund 30 Jahren hat der Sozialpädagoge die Gitarre für sich entdeckt, deren Vielseitigkeit ihn immer wieder fasziniert. Als Musiklehrer will er die Liebe zum Instrument auch seinen Schülern vermitteln, was ihm sehr viel Freude macht. "Für den Abend in Ramsthal ist die klassische Gitarre optimal geeignet. Mit ihrem weichen Klang kann man gut Gefühle transportieren", hat er die Erfahrung gemacht. Die Stücke spielt er natürlich auswendig, da ist Volker Waldau ganz Profi.
    Thea Keßler vom Haus Erlebenskunst in Ramsthal freut sich, dass man den Künstler im Rahmen des Saale-Musicums für einen Auftritt gewinnen konnte. "Seit 2013 sind wir hier mit dabei, Regine Brandt hatte damals die Idee, die Veranstaltung unter das Motto "Wein & Saitenzauber" zu stellen", erinnert sie sich zurück. Man sticht hiermit etwas aus den üblichen Veranstaltungen in der Reihe des Saale-Musicums heraus, allerdings wird auch in Ramsthal das berühmte Floß übergeben - wenn auch symbolisch, fließt doch die Saale bekanntermaßen nicht durch den Weinort. Geboten werden dabei neben der zauberhaften Musik auch mediterrane Köstlichkeiten, wofür Rainer Kraus zuständig sein wird. Der Hobbykoch wird dabei Antipasti zubereiten, man darf sich schon jetzt auf die selbst gemachten Köstlichkeiten freuen. "Dabei werden sowohl Fleischesser als auch Vegetarier auf ihre Kosten kommen", verspricht Thea Keßler. Fehlen darf natürlich auch der Ramsthaler Wein nicht, der in der Pause angeboten wird. Bei schönem Wetter wird man diesen im neu gestalteten Weingarten genießen können. "Wir freuen uns jetzt schon auf einen schönen Abend, an dem natürlich die herrliche Musik von Volker Waldau ganz im Vordergrund stehen wird", sagt Keßler.
    Die Veranstaltung findet am 14. Juli im Haus Erlebenskunst in Ramsthal statt, Einlass ist ab 19 Uhr, los geht es um 20 Uhr. Reservierungen werden unter Tel.: 0151/ 58511104 oder info@theakessler.de entgegengenommen. Dort gibt es auch weitere Auskünfte zur Veranstaltung. Bjoern Hein

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