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    Euerdorf

    Zuschuss-Antrag abgelehnt

    Die Finanzierung der Wirmsthaler Kirchenrenovierung hat noch eine Lücke.
    Eine Lücke klafft in der Finanzierung der Innen- und Außenrenovierung der Wirmsthaler Kirche. Wie ist die Last zu schultern?  Fotos: Winfried Ehling       -  Eine Lücke klafft in der Finanzierung der Innen- und Außenrenovierung der Wirmsthaler Kirche. Wie ist die Last zu schultern?  Fotos: Winfried Ehling
    Eine Lücke klafft in der Finanzierung der Innen- und Außenrenovierung der Wirmsthaler Kirche. Wie ist die Last zu schultern? Fotos: Winfried Ehling

    In der Finanzierung der Innen- und Außenrenovierung der Wirmsthaler Kirche klafft ein Finanzloch. Die Katholische Kirchenstiftung St. Johannes stellte deshalb einen Zuschuss-Antrag an den Markt, da sie - auch durch die Corona-Krise bedingt - die Lücke alleine nicht schließen kann.

    Der Gemeinderat bewilligte bereits vor zwei Jahren eine Unterstützung und stellte ein weiteren Teilbetrag in Aussicht. Die Sanierungskosten belaufen sich aktuell auf rund 487 000 Euro. Euerdorf ist daran mit bisher 200 000 Euro und dann nochmals 14 000 Euro beteiligt. Weitere 6000 Euro liegen noch bereit, sofern bei der Endabrechnung die entsprechenden Kosten vorgewiesen werden können. Die Diözese brachte sich mit 180 000 Euro ein. Sie sollte nach Auffassung von Bürgermeister Peter Bergel die erste Adresse für einen weiteren Zuschuss sein. Doch sie mache sich einen "schmalen Schuh", wie er vermutete.

    Die Wirmsthaler Gemeinderäte Edgar Röder und Bernhard Herterich schlüsselten die Renovierungskosten auf, unter denen sich auch die Beschaffung neuer Lautsprecher und einer Belüftungsanlage fand. Wie Röder betonte, floss auch viel Eigenleistung ein. Herterich bestand auf die Zusage von 44 Prozent durch den Markt, der noch einen Restbetrag auszahlen will.

    Satzungsänderung für Kita

    Dieter Brand erinnerte an die Kirchen-Renovierung in Euerdorf . Er argumentierte, dass die Kirchengemeinde Euerdorf wesentlich mehr Mitglieder habe als die in Wirmsthal. Das Spenden-Aufkommen könne deshalb kein Bemessungs-Maßstab sein. Es würde - umgelegt auf die Kirchenmitgliederzahl - 375 Euro pro Wirmsthaler Gläubigen bedeuten. Das Ratsgremium lehnte den Antrag über eine weitere Kostenbeteiligung der Gemeinde, als die oben aufgeführte, mehrheitlich und gegen die Stimmen der Wirmsthaler Mandatsträger ab.

    Eine Neufassung wurde fällig für die neun Jahre bestehende Satzung für die gemeindliche Kindertagesstätte, das "Haus für Kinder ". So wurden beispielsweise das regelmäßige Mittagessen und der Datenschutz in der Satzung verankert. Elmar Hofmann fehlte jedoch der Begriff "Inklusion" in dem Regelwerk, was er als "subversive Einwirkung" empfand, etwa nach dem Motto: "Dieses Kind ist zu schwierig, es muss fort". Hofmann konnte dazu aus eigener Erfahrung berichten und beharrte darauf, den Inklusions-Gedanken in der Satzung festzuhalten.

    Nach Michael Fells Rat solle sich die Kindergartenleitung Gedanken über die jeweilige Zahl der Kinder aus Euerdorf und Wirmsthal machen und diese zuerst berücksichtigen bevor auswärtige Kinder aufgenommen werden. Die letzte Gebührenerhöhung datiert im Herbst 2015. Eine Anpassung war ebenfalls nötig. Der Rat beschloss die Satzungen gegen eine Stimme.

    Für einen Notdienst und Kleinmaßnahmen bei Schäden an der Wasserversorgung und den Kanalleitungen in der Verwaltungs-Gemeinschaft ermächtigte das Gremium den Bürgermeister den wirtschaftlichsten Anbieter zu beauftragen. Submission ist am 21. Juli. Mit Instandsetzungsmaßnahmen des sanierten Friedhofs von Euerdorf wird die Firma Hell betraut, die auch die Sanierung vornahm. Für das Versetzen von Gräbern deren Nutzungsdauer abgelaufen ist, Begradigungen und Ausbesserungen sind 18 000 Euro fällig, die das Gremium bewilligte.

    Fast 1000 Euro gibt's zurück

    Weitere Kosten ergaben sich beim Rathausneubau für die WC-Trennwände in Höhe von knapp 4000 Euro und für die Baureinigungs-Kosten (5800 Euro). Nachträge sind zu leisten für die im Verzeichnis fehlende Position des Schriftzuges "Rathaus" (rund 1450 Euro). Es ist wohl eine Rarität, dass ein Nachtrag zugunsten des Bauherrn ausfällt. Im vorliegenden Fall betrifft es die Verschattungsarbeiten für die der Markt einen knappen "Tausender" zurück erhält. Die genannten Positionen billigte der Marktgemeinderat mehrheitlich.

    Um die Bürger zu informieren, plant Bergel ein kostenfreies "Markt-Blatt" herauszugeben. Der Angebotsentwurf der monatlichen Broschüre sieht vier Seiten vor. Für die Stückzahl von 650 Exemplaren liegt der Preis 178 Euro. Eine Ortsbesichtigung im Wirmsthaler Friedhof ist für den 31. Juli um 18 Uhr terminiert. Hier geht es auch um die Zufahrt für Rollator- und Rollstuhlfahrer.

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    Winfried Ehling

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