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    Elfershausen

    Zweites Solarfeld entsteht

    Ein zweites Solarfeld entsteht im Markt an der Autobahn. Der Bebauungsplan ist genehmigt.  Fotos: Winfried Ehling
    Ein zweites Solarfeld entsteht im Markt an der Autobahn. Der Bebauungsplan ist genehmigt. Fotos: Winfried Ehling

    Für eine Änderung des Flächennutzungsplans für das "Sondergebiet Photovoltaik" stellte Landschaftsarchitekt David Neidl die Details vor. Der Solarpark entsteht - sozusagen autobahnbegleitend - auf einer Fläche der Gemarkung Langendorf. Ihn umgrenzt ein Zaun und eine zweizeilige, umgebende Hecke, die als Ausgleichsfläche dienen kann. Gesucht wird noch ein Name zur Differenzierung des bereits bestehenden Solarparks. Über den Vorschlag "Gänswiese" will der Rat noch entscheiden.

    Laufzeit bis 2054

    Das Solarfeld hat eine Laufzeitbeschränkung bis 2054 und kann danach wieder als Landwirtschaftsfläche genutzt werden. Kleinere Bauten, etwa ein Schuppen, sind erlaubt. Neidl informierte über weitere, minimale Ausnahmen von den Festsetzungen des Bebauungsplans. Baubeginn könnte im Frühjahr sein. Der Änderung und frühzeitigen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange stimmte der Gemeinderat zu. Grünes Licht gab das Gremium auch dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan, den Aufstellungsbeschluss und der Beteiligung öffentlicher Belange.

    Ein neuer Kindergarten neben dem bisherigen, zu klein gewordenen Domizil, scheint die beste Lösung zu sein in der Frage "Neu- oder Erweiterungsbau" in der Auraer Straße. Dort erstand die Gemeinde bereits ein Grundstück in direkter Nachbarschaft auf dem ein Neubau entstehen könnte, der den Platzbedarf für lange Zeit deckt.

    Zweckmäßig wäre die Lösung weil das Förderprogramm für Sanierung und Umbau solcher Gebäude ausgelaufen ist. Bürgermeister Karlheinz Kickuth geht zudem davon aus, dass die Regierung einen Neubau nahe legt. Er erspart - zum richtigen Zeitpunkt fertiggestellt - der Gemeinde außerdem erhebliche Kosten für die provisorische Umquartierung der Kinder, ist Rainer Kuhn überzeugt. Doch was soll mit dem Altgebäude geschehen? Alfons Hausmann fragte an ob es im Neubau zu integrieren sei, was sich als unwahrscheinlich erwies. Seniorenwohnungen neben dem Neubau, die Kickuth vorschlug, sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss ebenso wie ein Bauplatz, der sich hier schwer verkauft, wie der Rathausobere vermutete. Ob Verkauf oder Abbruch soll im Verlauf des Projekts entschieden werden, befand Bernd Büttner. Einig waren sich die Räte über den Neubau.

    Neben den dicken Brocken arbeitete das Gremium mehrere Punkte ab. So die neue Beleuchtung für die erschlossene Quellenstraße in Trimberg. Für vier sechs Meter Hohe Alu-Masten mit LED-Leuchten fallen laut Bayernwerk Kosten von ca. 7400 Euro an. Die Materialkosten für den Umbau des Machtilshausener Feuerwehrhauses in Höhe von ca. 5000 Euro übernimmt der Markt. Mit der Maßnahme entfällt die Bushaltestelle am Gerätehaus. Die Verkehrssituation am Kindergarten in Machtilshausen wird nicht verändert, nur beobachtet.

    Den Förderantrag der Caritas genehmigte der Rat. Sie erhält den Pauschalbetrag von 1000 Euro. Auch die Anträge des FC Elfershausen auf Gemeindebeteiligung für Arbeiten an der Wasser-Enthärtungsanlage und Instandsetzung der Toilettenanlagen passierten einstimmig. Für die Enthärtungsanlage erhält der FC die Hälfte der Kosten , für die Toiletten übernimmt der Markt die Gesamtkosten von rund 168 Euro. Abgelehnt wurde der Beteiligungsantrag für eine Küchen-Entlüftungsanlage.

    Wo sollen Defis stehen?

    Eine Debatte entspann sich um die Beschaffung eines Defibrillators. Ging es zunächst nur um den Standort - vorgeschlagen war die Raiffeisenbank in Elfershausen - entwickelte sich daraus die Frage nach der Bestückung der übrigen Ortsteilen. Die Kosten für ein Exemplar liegen bei etwa 5000 Euro plus Wartung. Für jeden Ortsteil, einschließlich Trimburg, kommen da 30 000 Euro zusammen, überschlug Kämmerer Andreas Mützel. Wie Vize-Bürgermeister Jürgen Englert beharrten mehrere Räte auf "wenn dann alle", wie dies Hausmann formulierte. Der Bürgermeister schlug deshalb vor, das Thema zurückzustellen und in einer der nächsten Sitzungen im Beisein einer Fachkraft zu erörtern. Christine Neeb-Wittmann wand ein, dass dies die Standortfrage nicht löse. Elmar Zier ist nicht begeistert von der Bestückung aller Ortsteile. "Es gibt Ersthelfer und Rettungssanitäter, die vielleicht schneller sind wie ein Bürger , der das Gerät aus weiter Entfernung holen müsste", gab er zu bedenken. Der Punkt wurde einstimmig vertagt.

    Für die Sanierung der Hänner-, Saale- und Wirtsstraße in Langendorf liegt der Zuwendungsbescheid vor. Das beauftragte Büro Auktor legte den Zeitplan für die Arbeiten fest. Demnach ist am 12. Dezember die Submission, am 13. Januar die Vergabe der Maßnahme vorgesehen. Danach sollen die Arbeiten baldmöglichst beginnen.

    Winfried Ehling

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