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    BAD BRÜCKENAU

    Demonstration nach dem Geschmack Horst Seehofers

    So eine harmonische Demonstration mag der Landesvater. Rund 100 SuedLink-Gegner aus der Region demonstrierten zur Ankunft Horst Seehofers beim CSU–Bezirksparteitag in Bad Brückenau gegen die geplante Stromtrasse. Foto: Wolfgang Dünnebier
    So eine harmonische Demonstration mag der Landesvater. Rund 100 SuedLink-Gegner aus der Region demonstrierten zur Ankunft Horst Seehofers beim CSU–Bezirksparteitag in Bad Brückenau gegen die geplante Stromtrasse. Foto: Wolfgang Dünnebier
    So eine harmonische Demonstration mag der Landesvater. Rund 100 SuedLink-Gegner aus der Region demonstrierten zur Ankunft Horst Seehofers beim CSU–Bezirksparteitag in Bad Brückenau gegen die geplante Stromtrasse. Foto: Wolfgang Dünnebier
    So eine harmonische Demonstration mag der Landesvater. Rund 100 SuedLink-Gegner aus der Region demonstrierten zur Ankunft Horst Seehofers beim CSU–Bezirksparteitag in Bad Brückenau gegen die geplante Stromtrasse. Foto: Wolfgang Dünnebier


    So eine harmonische Demonstration mag der Landesvater. Rund 100 SuedLink-Gegner aus der Region demonstrierten zur Ankunft Horst Seehofers beim CSU–Bezirksparteitag in Bad Brückenau gegen die geplante Stromtrasse.

    Als sich der Kreis der Demonstranten um ihn schloss, zeigte er keine Berührungsängste. Zumal sich die Kundgebungssteilnehmer heimatnah zeigten. Die aufgebotene „Widerstandkapelle“ hatte auch ein umgetextetes Kreuzberg- und Frankenlied im Repertoire. „Wie stehen für das gleich hier“, rief Seehofer ins Mikrofon.

    Und so war es eine gut gelaunte Kundgebung, die Seehofer als Rückenwind für seine Verhandlungen zur Energiewende in Berlin wertet. Die bekannten Gründe für die Ablehnung der Trasse fasste Markus Stockmann (Elfershausen) als Sprecher der Initiativen zusammen: „Es kann nicht sein, dass im Norden der Republik Unmengen an Windstromanlagen aufgestellt und Kohlekraftwerke gebaut werden, und der Süden diesen Strom abnehmen muss.

    Unterfranken wolle kein Transitland sein. Bayern brauche eigene Wertschöpfung durch den Zubau erneuerbarer Energie, aber auch den Bau von Gaskraftwerken. Der Windstrom im Norden könnte in Gas umgewandelt und über die Erdgasleitungen in den Süden gelangen. „Die Schutzwürdigkeit des Biosphärenreservates Rhön darf nicht gefährdet werden“, sagte er unter dem Beifall der Teilnehmer. Er werde die Interessen der Trassengegner in Berlin verfolgen, versprach Horst Seehofer, der sich als ein Mitbegründer der Energiewende bezeichnete. „Wir haben klare Ziele“, so Seehofer. Er nannte energetische Gebäudesanierung und dezentrale regenerative Energien. So lange es keine Speichermöglichkeit gebe, seien Gaskraftwerke unverzichtbar.

    „Ein Irrsinn“ wäre es, das Gaskraftwerk Irsching abzuschalten. „Wir steigen nicht aus der Atomkraft aus. damit wir in die Kohlekraft einsteigen“, betonte Seehofer. Er bat die Demonstranten, nicht zu erlahmen. Ihm sei wichtig, wie die Bevölkerung denkt und die Kundgebung gebe ihm Unterstützung in Berlin. „Da wird der Bayerische Löwe gefragt sein“, ergänzte er. Es sei eine sympathische Art, wie der Protest auf die Straße getragen wird. Dafür habe er mehr Verständnis, als für andere Protestformen. Seehofer pries die Reize der Rhön. „Offenbar liebt uns der Herrgott, deswegen hat er uns auch am vergangenen Wochenende das Wetter geschenkt“, spielte er auf das Unwetter beim G7-Gipfel an, welches die Gegendemonstranten vertrieb.

    Diesen Seitenhieb quittierte die „Widerstandskapelle“ der SuedLink-Gegner mit einem Faschingstusch und sorgte allgemein für Heiterkeit. Jetzt sei man in Veitshöchheim, merke Seehofer zur Belustigung aller an. Zur Gemeinsamkeit der Region mahnte Landrat Thomas Bold. Man dürfe sich nicht durch die „Spielchen“ des Netzbetreibers Tennet auseinander dividieren lassen.

    Die Trassengegner überreichten Seehofer einen Präsentkorb mit Spezialitäten aus womöglich von dem SuedLink betroffenen Gemeinden. Auf dem Weg zum CSU-Bezirksparteitag trug sich Seehofer noch ins Goldene Buch der Stadt Bad Brückenau ein. Vor den Parteifreunden sprach er nach der Begrüßung durch Bezirksvorsitzenden Gerhard Eck als erster, weil er anschließenden zum Bezirksparteitag nach Nürnberg musste. Später mehr.

    Von unserem Redaktionsmitglied Wolfgang Dünnebier

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