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    SCHWEINFURT

    Schweinfurter Landrat schaut bei der Wahl nur zu

    Florian Töpper Foto: Landratsamt

    Die etwa 90 000 Wähler im Landkreis Schweinfurt brauchen sich bei der Kommunalwahl eine Frage nicht zu stellen: Wer soll Landrat werden? Dieser heißt Florian Töpper (SPD) und ist seit Februar 2013 im Amt. Er muss sich erst im Jahr 2020 dem Votum stellen. In den 29 Gemeinden werden die Gemeinderäte und der Kreistag gewählt. 24 Bürgermeisterämter werden neu vergeben, für die 48 Bewerber in den Ring steigen.

    Die bisher geleistete Amtszeit von Landrat Töpper liegt unter zwei Jahren, weswegen sie auf fast sieben Jahre bis 2020 ausgedehnt wird, um die Schweinfurter Landratswahl wieder in den regulären Kommunalwahlturnus einzutakten. Dennoch ist für ihn die Kreistagswahl von besonderem Interesse, weil der SPD-Mann im Kreistag keine Mehrheit hat und stets den Schulterschluss mit der CSU suchen muss.

    Aber auch die Christsozialen haben dort mit der Landratswahl ihre Mehrheit verloren: Landrat Harald Leitherer unterlag Töpper; am Wahltag ist zudem Leitherers Sohn aus der Partei und Kreistagsfraktion ausgetreten. Bei der CSU steht bei dieser Wahl ein kräftiger Generationswechsel an: 14 von 30 Kreisräten verzichten freiwillig. Darunter ist fast die komplette Delegation aus dem Kreisausschuss.

    Zu ihnen zählen Töpper-Stellvertreter Paul Heuler (Werneck), Fraktionschef Arthur Arnold (Euerbach) und Ex-Bezirkstagsvizepräsident Peter Heusinger (Niederwerrn). Neben CSU und SPD treten zur Kreistagswahl die Grünen, die Freien Wähler, die Linke und die FDP an.

    Auf der CSU-Kreistagsliste steht ein Bewerber, der nicht mehr am Leben ist. Weil er nach der formellen Annahme des Wahlvorschlags durch den Wahlvorstand gestorben ist, kann die Liste nicht mehr geändert werden. Stimmen für ihn werden gezählt.

    In 24 Kommunen bestimmen die Wähler neue Bürgermeister und können unter 48 Bewerbern aussuchen. In zehn Gemeinden gibt es in jedem Fall ein neues Gesicht im Rathaus, weil die Amtsinhaber nicht mehr antreten. Darunter befindet sich Hans Fischer (Schwebheim): Er hält seit 24 Jahren das Amt für die SPD. Um seine Nachfolge buhlen gleich fünf Kandidaten.

    Rekordverdächtig ist der Wahlzettel für die Gemeinderatswahl in Werneck, wo gleich 15 Listen mit 249 Kandidaten antreten. Er ist einen Meter breit und 56 Zentimeter hoch und größer als acht DIN A4-Blätter. Komplett aufgefaltet passt er gar nicht in die Wahlkabine.

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