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    THERES

    A70: Unfall unterbricht jäh die Ruhe der Heiligen Nacht

    Der Wagen einer 25-jährigen Frau prallte an Heiligabend bei einem Wildunfall auf der A 70 bei Theres an die Mittelschutzplanke und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Foto: Christian Licha

    Das Weihnachtsfest der ehrenamtlichen Einsatzkräfte ist an Heiligabend gegen 21.45 Uhr jäh unterbrochen worden, als sie zu einem Verkehrsunfall auf der Maintalautobahn alarmiert wurden.

    Eine junge Frau war alleine mit ihrem VW Polo in Richtung ihrer Heimatstadt Nürnberg unterwegs, als gut drei Kilometer nach der Anschlussstelle Theres in Fahrtrichtung Bamberg, ein Reh auf die Fahrbahn lief. Die 25-Jährige versuchte vergeblich, auszuweichen. Sie touchierte die Mittelschutzplanke, so dass sich ihr Wagen drehte und entgegen der Fahrtrichtung auf dem Pannenstreifen zum Stehen kam und abgeschleppt werden musste. Das Tier starb bei dem Zusammenstoß.

    Nach Aussage der Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Knetzgau, die das Reh abtransportierten, kommt es sehr selten zu einem Wildwechsel auf der Autobahn. Dafür sorge ein durchgehender Schutzzaun, der sich auf beiden Seiten entlang der Fahrbahn befindet. Dennoch könne es vorkommen, dass Wildtiere an den Anschlussstellen den Weg auf die Straße finden.

    Im Einsatz war ein Aufgebot von rund 40 Mann der Feuerwehren Schonungen und Gädheim-Ottendorf, weil zunächst die Schadenslage unklar und der Unfallort zuerst zwischen den Ausfahrten Schonungen und Theres gemeldet worden war. Vor Ort beschränkte sich dann aber glücklicherweise die Arbeit der Feuerwehr auf das Ausleuchten der Unfallstelle und das Absichern des rechten Fahrstreifens, der für rund eine Stunde gesperrt werden musste.

    Die Beamten der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck, die den Unfall aufnahmen, schätzten den Schaden auf rund 6000 Euro. Die beiden angeforderten Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes aus dem Landkreis Schweinfurt konnten auch bald wieder abrücken, da keine Menschen zu Schaden gekommen sind.

    Ganz nebenbei erfüllte der Rettungsdienst aber auch einen guten Zweck. Einer Familie aus Erlangen, die unmittelbar Zeuge des Unfalls war, wurde ein Krankentransportwagen für das Wickeln ihres Babys unkompliziert zur Verfügung gestellt.

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