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    AIDHAUSEN

    Aidhausen bekommt den Partnerschaftspreis des Bezirks

    Stolz präsentieren die Sieger des Partnerschaftspreises des Bezirks Unterfranken aus Aidhausen und Wiesentheid ihre Urkunden. Das Bild zeigt Gewinner und Gratulanten gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (Mitte) und Alice Heller vom Partnerschaftsreferat. Foto: Florian Hiller

    Den in diesem Jahr mit insgesamt 4000 Euro dotierten „Partnerschaftspreis für besondere Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene“ hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am Dienstag an die Blaskapelle Aidhausen sowie an die Kolpingfamilie Wiesentheid verliehen, heißt es in einem Pressetext der Bezirksregierung. Die beiden Preisträger aus der Zielgruppe „Sport, Soziales, Kultur und Medien“ überzeugten die Jury nicht zuletzt aufgrund ihrer Nachhaltigkeit und ihres herausragenden Engagements.

    „Eigentlich wäre jetzt ein kräftiger Tusch fällig“, sagte Dotzel einleitend bei der Würdigung des ersten Preises, „denn Sieger des diesjährigen Partnerschaftspreises ist die Blaskapelle Aidhausen.“ Die Beziehungen zwischen den Musikern aus Aidhausen und dem Orchester „La Lyre“ von St. Paul 3 Châteaux bestehe offiziell seit 1988. Den äußeren Rahmen hierfür bilde die Partnerschaft zwischen dem Landkreis Haßberge und dem District Tricastin, heißt es weiter in der Verlautbarung.

    Die Jury sei insbesondere von der Kontinuität der Beziehung beeindruckt gewesen: „Seit mehr als dreißig Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den beiden Orchestern, seit mehr als dreißig Jahren findet ein kontinuierlicher musikalischer Austausch zwischen den Orchestern statt.“ Dazu gehöre etwa alle zwei Jahre eine Orchesterfahrt, die jeweils mindestens vier Tage dauere. Dabei seien jedes Mal vierzig bis sechzig Personen beteiligt – inklusive Gastfamilien.

    Weil stets auch junge Musikerinnen und Musiker eingebunden würden, sei die Zukunft der Beziehung gesichert. „Sicherlich liegt der besondere Charme dieser Partnerschaft auch darin, dass die Musik als universelle Sprache wirkt“, so der Bezirkstagspräsident. Damit leisteten die Musikerinnen und Musiker über die deutsch-französische Freundschaft hinaus auch einen wichtigen Beitrag für die europäische Integration. Großen Wert legten die Organisatoren darauf, die Musikerinnen und Musiker stets in Gastfamilien unterzubringen. Die Vorsitzende der Blaskapelle Aidhausen, Johanna Hochrein, bedankte sich herzlich und merkte an, dass sie das Preisgeld gut gebrauchen können. „Wir werden damit einen Teil unseres nächsten Besuchs in Frankreich 2021 finanzieren“ freute sich Hochrein.

    In seiner Ansprache hatte der Bezirkstagspräsident betont, die Europäische Union und die kommunale Familie seien wie zwei Seiten einer Medaille. Beide brauchten einander, und beide gehörten zusammen. „Denn die Begegnungen der Menschen finden an der Basis statt. Nicht in Brüssel und nicht in Straßburg, wo weitreichende Entscheidungen fallen, sondern vor Ort, in den Kommunen“, betonte Dotzel. Der Bezirk Unterfranken fördere daher die Partnerschaft zwischen unterfränkischen und französischen Kommunen nach Kräften, heißt es in der Verlautbarung.

    Den Partnerschaftspreis lobt der Bezirk Unterfranken seit 2002 aus, um die besonderen Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene zu würdigen. In diesem Jahr habe der Preis die Zielgruppe „Sport, Soziales, Kultur und Medien“ in den Fokus gestellt, weil Sport und Musik mehr seien als Freizeitbeschäftigungen. „Sie verbinden die Menschen über alle Grenzen hinweg mit Menschen“, betonte der Bezirkstagspräsident. (wos)

    Bearbeitet von Wolfgang Sandler

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