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    HAßFURT

    Auf der "Franconia" fröhlich durchs Frankenland

    Unter dem Motto „Musik-, Party- und Erlebnistage auf dem Main“ nahmen rund 1500 Gäste an den elf Schiffstouren mit der MS Franconia ab Haßfurt teil. Foto: Ulrike Langer

    Die „Main-Schiff-Fahrten“, von der Tourist-Info der Stadt Haßfurt vom 2. bis 10. August angeboten, waren ein voller Erfolg. Unter dem Motto „Musik-, Party- und Erlebnistage auf dem Main“ nahmen rund 1500 Gäste an den elf Schiffstouren mit der MS Franconia teil und erlebten viel Spaß. „Ich bin sehr zufrieden und so werden wir auch im kommenden Jahr wieder Schifffahrten auf dem Main anbieten“, resümierte Silke Brochloß-Gerner, Leiterin Kultur und Tourismus.

    Neben den drei Rundfahrten lockten vor allem die Touren mit verschiedenen Bands und DJs sowie die Biber-Erlebnis-Fahrt für Kinder die Besucher aus nah und fern. „Viele Fahrten, darunter das Kinderangebot, haben unsere Erwartungen übertroffen“, so Silke Brochloß-Gerner. „Auch die musikalische Kaffee-Fahrt mit den FC-Mambos war restlos ausverkauft.“ Die Besucher konnten Songs der guten alten Zeit, Jazz, Blues und Swing, aber auch Blasmusik, Rock-, Soul und Funkklassiker, Party- und Hip Hop-Musik, aufgelegt von den DJs des „Lokwerk“, hören, tanzen oder die Schiffsfahrten einfach nur genießen. „Die Zusammenarbeit mit dem 'Lokwerk' war einfach super, denn sie haben auch an allen Abendfahrten die Bar übernommen und sich als absolute Profis erwiesen“, lobte Silke Brochloß-Gerner. „Die FC-Mambos mit Hilmar Hirt und seinen Musikern haben die Bude gerockt und eine tolle Stimmung verbreitet, so dass wir sie nächstes Jahr wieder buchen möchten. Auch das Wetter spielte fast immer mit, wobei die MS Franconia auch genügend Platz im Inneren bot. Das Feedback der Gäste war durchweg sehr gut. Sie lobten das Schiff und die Verpflegung und hatten gar nichts zu beanstanden“, sagte sie. „Auffällig war auch, dass die lokalen Musikgruppen wie ,La Vie‘ aus Schweinfurt, die Urlesbacher Musikanten aus Aidhausen, die FC-Mambos aus Zeil, das Marionetten-Theater vom Rabenberg aus Burgpreppach und 11 Square mit Musikern vorwiegend aus Haßfurt und Zeil sehr großen Zuspruch fanden.“ Für das kommende Jahr werde wieder ein abwechslungsreiches Programm mit der einen oder anderen Überraschung zusammen- und noch vor Weihnachten vorgestellt.

    Großen Spaß hatten auch die 250 Kinder mit Eltern und Verwandten, die an der Biber-Erlebnis-Fahrt teilnahmen. Tim Sperlich und seine Frau Nancy vom Theater vom Rabenberg aus Burgpreppach spielten mit ihren Stabmarionetten passend zum Thema die Folge „Der Biber ist in Gefahr“ der beliebten Fernsehsendung „Löwenzahn“. Fritz Fuchs, Ewald Röbel, Jasmin, Herr Paschulke, der Biber „Justin“ und der Hund „Keks“ verzauberten dabei junge und große Zuschauer. Das illusionäre Spiel gefiel auch der sechsjährigen Lucia Saum aus Prappach sehr gut. „Es war lustig und gar nicht langweilig“, sagte sie, obwohl die Aufführung immerhin 50 Minuten gedauert hatte.

    Biber an Bord

    Auch die neun Jahre alte Maike von der Linden aus Manau bei Hofheim fand das Theater sehr gut und spaßig. Sie war aber – wie alle anderen Kinder – davon begeistert, auf der Fahrt einen echten Biber sehen zu dürfen. Claus Haubensack vom Landratsamt hatte ein ausgestopftes Tier mitgebracht. Es war vor einigen Jahren im Landkreis überfahren und dann zu Anschauungszwecken präpariert worden. „Das Fell fühlt sich sehr fein an“, sagte Maike von der Linden. „Ich hätte nicht gedacht, dass er so groß ist!“

    Lobende Worte fand Sonja Stark aus Sylbach, die mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen Ben und Leo mit an Bord war. „Es ist sehr gut organisiert, das Puppentheater war sehr schön und die Kombination zwischen dem Stück und dem ausgestellten Biber war sehr stimmig“, sagte sie. Claus Haubensack musste auch viele Fragen der Kinder zu dem Biber und dessen Lebensweise beantworten, bis das Schiff wieder im Hafen anlegte.

    Am Freitagabend hieß es dann wieder Party mit „11 Square“, während das Schiff unter der Führung von Udo Haberland mainaufwärts glitt, die Schleuse bei Knetzgau passierte, drehte, bis vor die Staustufe Ottendorf fuhr und kurz vor Mitternacht wieder in Haßfurt anlegte. Bernd Gehrig aus Zeil (Gesang), Oliver Brygier aus Baunach (Gitarre), Gerd Wolf aus Haßfurt (Schlagzeug), Markus Lenhardt aus Haßfurt (Trompete, Gitarre, Percussion, Gesang) und Michael Krumschmidt aus Zeil (Bass) verstanden es, die Besucher mit Rock, Funk und Soul zu begeistern und die Stimmung an Bord zum Kochen zu bringen.

    Nicht nur die Gäste, die trotz mancher Regentropfen und des Anflugs von Abermillionen Eintagsfliegen einfach die nächtliche Schifffahrt auf dem Deck genießen wollten, kamen voll auf ihre Kosten. Auch und vor allem die Tänzer hatten allen Grund, zufrieden zu sein. Konnten sie doch die ganze Nacht das Tanzbein schwingen, obwohl die Temperaturen unter Deck tropische Ausmaße annahmen. Uta Deiters aus Haßfurt und ihr Freund Harry Steinmetz aus Leinach freuten sich über das „schöne Angebot“, der Stadt Haßfurt. „Das ist etwas Einmaliges“, schwärmten sie und am Ende der Fahrt lobten sie: „Das war ein sehr schönes Event, tolle Musik und eine hervorragende Stimmung!“ Zu beanstanden hatten sie eigentlich nur, dass die nichtalkoholischen Getränke ihrer Meinung nach überteuert angeboten wurden. Auch Birgit Lenhardt aus Haßfurt fand den Abend „total schön“. „Es ist fast familiär, da ich so viele Leute hier kenne“, sagte sie. „Es herrscht eine Superstimmung und die Atmosphäre ist im wahrsten Sinn des Wortes ,heiß‘. Was die Eintagsfliegen angeht, so haben sie einen schönen Lebensabend gehabt“, fügte sie schmunzelnd hinzu. Altbürgermeister Rudi Eck war ebenso angetan: „Es ist fantastisch, die Atmosphäre ist spitze, die Stimmung ist am Kochen, es ist einfach unglaublich schön“, sagte er.

    Die Rockparty gefiel auch Martina Hümmer und Steffi Wagenhäuser aus Haßfurt sehr. „Die Musik ist sehr gut und wir haben viel getanzt, auch wenn es sehr heiß war. Wir finden die Idee der Schifffahrten einfach super“, sagten sie.

    Die Kinder waren von dem präparierten Biber fasziniert, den sie nach Lust und Laune streicheln durften. Foto: Ulrike Langer
    Die ganze Nacht schwangen die Besucher der Rockparty auf dem Schiff MS Franconia das Tanzbein zu den Klängen der Band „11 Square“. Foto: Ulrike Langer
    Die Main-Schiff-Fahrten der Tourist-Info der Stadt Haßfurt kamen bei Jung und Alt sehr gut an. Uta Deiters und Harry Steinmetz fühlten sichtlich einen Hauch von „Titanic“ auf der MS Franconia. Foto: Ulrike Langer
    Andreas und Evi Ludwig aus Haßfurt waren begeistert von der Schifffahrt auf dem Main mit der MS Franconia. Sie hatten offensichtlich viel Spaß bei ihrem Aufenthalt an Bord. Foto: Ulrike Langer
    Die beiden Freunde Markus Kratschmer und Joanna Rupik aus Haßfurt hatten zusammen mit Hunderten von weiteren Passagieren viel Spaß bei der Main-Schiff-Fahrt am Freitagabend. Foto: Ulrike Langer

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