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    WONFURT

    Bauhof wird rote und gelbe Karten verteilen

    Rund 50 Bürger besuchten die Bürgerversammlung in Wonfurt. Foto: Ulrike Langer

    Ihre Bürgerversammlung haben einige Wonfurter genutzt, um ihre Anliegen vorzubringen. Laut Rüdiger Cieski lassen „Ordnung und Sauberkeit“ zu wünschen übrig. Deshalb betonte Holger Baunacher, dass es immer wieder einzelne Bürger gebe, die den Winterdienst und das Reinigen der Straße vernachlässigten und ihre Hecken nicht schneiden. „Ab 2019 wird es gelbe und rote Karten geben, die der Bauhof verteilen wird“, sagte er. „Im Extremfall kann eine Fremdfirma auf Kosten der Hauseigentümer beauftragt werden, die notwendigen Arbeiten auszuführen.“ Dies müsse der Gemeinderat aber erst noch beschließen.

    Name unter Geheimhaltung

    Es ging auch um die Ansiedlung eines neuen Betriebs im Gewerbegebiet in Wonfurt, dessen Namen die Verwaltung bislang nicht verrät. Bürgermeister Holger Baunacher betonte, dass es rechtens sei, wenn ein Bauherr verlange, dass sein Name bei einem Bauantrag nicht genannt wird. Bei einem Betrieb, der einen neuen Standort suche, sei dies absolut nachvollziehbar. Zumal die Öffentlichkeit noch in diesem Herbst ausführlich informiert werde. Der Gemeinderat habe sich intensiv mit dem Unternehmen befasst und auch das Landratsamt Haßberge um Mithilfe gebeten. Der Bauantrag habe keiner immissionsschutzrechtlichen Genehmigung bedurft. Weil das Unternehmen Kunststoff verarbeite, entstehe zwar in der Produktionshalle entsprechender Geruch. „Aber außerhalb des Gebäudes ist dieser Geruch nicht wahrnehmbar“, betonte er.

    Allerdings monierte Luzia Settelein, dass von der Firma Loacker nachts massive, metallische Gerüche ausgegangen seien. Baunacher erklärte auf Anfrage, dass die Firma Loacker durch verschiedene Behörden kontrolliert werde. Bei einer Geruchsbelästigung sollte man sich an den Geschäftsführer und an die Gemeinde wenden. „Dann wird recherchiert“, so Baunacher.

    Thomas Schuck hatte gleich mehrere Anliegen, auf die der Bürgermeister einging. So teilte Baunacher mit, dass er dem Gemeinderat vorschlagen werde, einen Grünschnittablageplatz für die Bürger anzulegen. Denn das Landratsamt Haßberge werde für die Entsorgung des Grünschnitts künftig Geld verlangen. Zum Thema Spielplätze sagte er, dass die Geräte auf dem Spielplatz an der Turnhalle in Wonfurt derzeit geprüft und nötigenfalls ersetzt würden. Auch sei ein kleiner Spielplatz im neuen Baugebiet vorgesehen. Zum Vorwurf, dass die Jugendlichen immer noch keinen Jugendraum hätten, teilte Baunacher mit, dass noch heuer zwischen Feuerwehrgerätehaus und dem Anwesen der Firma Schramm Container zusammen mit sanitären Anlagen für die Öffentlichkeit aufgestellt würden.

    Es kommt kein Metzger

    Den Wunsch von Rita Cieski nach einem Metzger in Wonfurt kann der Bürgermeister nicht erfüllen. „Es gibt seitens der Metzgereibetriebe kein Interesse“, sagte er. Zum einen fehle das Personal, zum anderen seien die Auflagen einfach zu hoch.

    Sabine Barthelme mahnte die Barrierefreiheit der Kirche an, mit der sich der Gemeinderat ebenfalls schon befasst hatte. „Es ist Aufgabe der Kirchenverwaltung, aber uns als Gemeinde liegt auch viel daran“, betonte Baunacher. „Doch der Denkmalschutz ist das größte Problem.“ Er halte nicht viel von einem Aufzug am Hintereingang; doch ein konkreter Vorschlag müsse von der Kirchenverwaltung kommen.

    Luzia Settelein monierte zwar zu hohe Geschwindigkeiten von Lkw-Fahrern in der Hauptstraße, doch laut Bürgermeister sind auf der Staatsstraße keine baulichen Veränderungen zur Reduzierung möglich. Bei der Erweiterung des Gewerbegebietes sollte über einen Kreisverkehr an der Staatstraße außerhalb von Wonfurt nachgedacht werden.

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