• aktualisiert:

    HOFHEIM

    Bedrückendes aus dem Dritten Reich

    Der Freundeskreis Asyl aus Hofheim organisierte eine Fahrt in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Foto: Chistina Bendig

    Eine Fahrt in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg organisierte der Freundeskreis Asyl Hofheim. Das geht aus einer Pressemitteilung des Vereins hervor. In dieser heißt es weiter, dass der Ausflug in die Operpfalz im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ stattfand und eine Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten habe.

    Die Teilnehmer aus dem Haßgau hätten in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg an einem Seminartag unter dem Motto „Wie wollen wir heute leben?“ teilgenommen.

    Dabei sei ein fiktiver neuer Staat gegründet worden, der den Titel „Kanakistan“ getragen habe. Die zehn Teilnehmer aus Afghanistan und Armenien, die nunmehr in den Haßbergen leben, hätten sich auf Religions- und Meinungsfreiheit geeinigt, Minderheitenschutz und Parteienpluralität festgelegt und anschließend diese „Kanakistan“-Regeln mit dem Regelsystem in Deutschland zwischen 1933 und 1945 verglichen.

    Intensive Vorbereitung

    In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Bereits im Rahmen der Vorbereitung auf den Tag in der Gedenkstätte war sowohl über Vorkenntnisse und Informationen über Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus als auch natürlich über eigene oder familiäre Erlebnisse mit Flucht oder Haft gesprochen worden.“

    Der Historiker Dr. Mathias Rittner habe das Seminar moderiert und den anschließenden Rundgang über das Gelände und die Ausstellung der Gedenkstätte begleitet.

    Nach dem etwa zweistündigen Rundgang schlugen die Besucher aus dem Haßbergkreis den Bogen zurück zum Wertekanon in „Kanakistan“ und stellten Vergleiche an. Die anschließende Diskussion über den Stellenwert von Toleranz, Meinungs- und Religionsfreiheit sowie der Kunst der tragfähigen Kompromissfindung in einer pluralistischen Gesellschaft habe sich als Herzstück des Seminartages herausgestellt. (jre)

    Bearbeitet von Jochen Reitwiesner

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!