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    HAßFURT

    Begeisternder Trip durch die Musikgeschichte

    Die zweite Auflage des Honky Tonk lockte augenscheinlich noch mehr Menschen in die Kreisstadt als die Premiere im vergangenen Jahr. In sechs Gastronomiebetrieben wurde bei Livemusik der verschiedensten Stilrichtungen fröhlich gefeiert.
    Die zweite Auflage des Honky Tonk lockte augenscheinlich noch mehr Menschen in die Kreisstadt als die Premiere im vergangenen Jahr. In sechs Gastronomiebetrieben wurde bei Livemusik der verschiedensten Stilrichtungen fröhlich gefeiert. Foto: Christian Licha

    „Honky Tonk, das Zweite“ hieß es am Samstagabend in der Haßfurter Altstadt. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr lockte das Kneipenfestival auch heuer wieder zahlreiche Besucher in die Kreisstadt. Livemusik in sechs verschiedenen Gastronomiebetrieben, aber nur einmal Eintritt bezahlen: Das ist das Konzept.

    „Die Atmosphäre ist noch schöner und ich glaube, es sind sogar etwas mehr Besucher gekommen als im letzten Jahr“, beschrieb Stadtmanager Marc Heinz seinen Eindruck, während er gerade im Eiscafé Bassanese die Musik von Steffi List genoss.

    Die Rockröhre aus Schweinfurt versprühte zusammen mit Mad Bob mit ihrer sympathischen fränkischen Art eine lockere Atmosphäre. Bei Ohrwürmern aus den letzten 40 Jahren Musikgeschichte gab es beim Publikum kein Halten mehr und es wurde fröhlich mitgesungen und mitgeklatscht.

    Im Altstadthotel spielte die vierköpfige Band „G-String“, die sich in Mainfranken schon einen Namen gemacht haben. Handgemachter Akustik-Rock mit oft mehrstimmigen Gesang brachten eine fantastische Stimmung in die Gastwirtschaft. „Es ist toll, was Haßfurt zu bieten hat. So ein Festival gibt es in vergleichbarer Form nicht bei uns in Kempten“, sagte Michaela Moser aus dem Allgäu, die zusammen mit Heike Appel aus Oberhohenried gekommen war und bei dieser gerade ein paar Urlaubstage verbrachte.

    Bei „Miss Sophy's Acoustic Experience“, die das Weinhaus Schaffner mit Leben erfüllten, stand Sängerin Sophia Weinberger im Mittelpunkt der Formation. Mit großem gesanglichen Talent und musikalischem Gespür bot die junge Musikerin zusammen mit Tobias Hümpfner am Keyboard und Klaus Neubert an der Gitarre, Songs aus den Stilrichtungen Pop, Soul, Blues und Jazz. Begeistert davon waren Detlef und Gabi Stingl aus Obertheres, die das erste Mal das Honky Tonk in Haßfurt besuchten. „Es ist schön, bei einem guten Schoppen die Musik genießen und gleichzeitig sich mit Freunden unterhalten zu können“, sagte das Ehepaar.

    Voll war auch das Lokwerk, das auch sonst als angesagte Event-Location in Haßfurt gilt. Extra aus Schweinfurt mit dem Zug angereist waren zum Honky Tonk Max, Nina und Jenny. Die drei „Schnüdel“ fanden die Rockband Noisepollution „einfach spitze“. Das Trio interpretierte selten gehörte Songs und Klassiker der Rockgeschichte neu und bot so ein erfrischendes Programm, das sich von dem anderer Bands abhob.

    Die „Groovetis“ rockten in der Rathaushalle und erfüllten auch Musikwünsche.
    Die „Groovetis“ rockten in der Rathaushalle und erfüllten auch Musikwünsche. Foto: Christian Licha

    Eine Ein-Mann-Show, die seines Gleichen sucht, lieferte Philip Bölter im Cafe „Die kleine Auszeit“ ab. Der 31-jährige Singer-Songwriter zog mit seinen Songs aus den Genres Americana sowie Folk und Blues die Zuhörer auf seine Seite, die das leidenschaftliche Engagement des Musikers mit einem großen Applaus belohnten.

    Schließlich sorgten noch die „Groovetis“ in der Rathaushalle für eine super Stimmung, in dem sie auch Musikwünsche des Publikums erfüllten. Im Programm finden sich daher auch ziemlich viele legendären Songs aus drei Jahrzehnten. Vom Rock?n‘Roll der 60-er und Rythm and Blues über Southern- und Countryrock bis zu den Fetzern der 80-er war alles boten, was die Zuschauer begeisterte.

     
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