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    KREIS HAßBERGE

    Bernhard Ruß schafft Einzug in Bezirkstag

    Bernhard Ruß hat den Einzug in den Bezirkstag Unterfranken geschafft. Foto: Jochen Reitwiesner

    Bis Mittwoch hat die Ungewissheit angehalten, ob Bernhard Ruß wieder den Einzug in den Bezirkstag Unterfranken schaffen würde. Dann stand fest: Der Sander Bürgermeister bekommt den dritten Sitz, der den Sozialdemokraten zusteht. Aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten umfasst der Bezirkstag in der kommenden Wahlperiode 24 Sitze. Nach dem vorläufigen Endergebnis verfügen die CSU über zehn, die Grünen über vier, die SPD über drei, die Freien Wähler über drei, die FDP sowie die Linke über jeweils einen und die AfD über zwei Sitze in dem Gremium.

    Schon kurz nach der Wahl stand für Bernhard Ruß fest, wenn es seiner Partei gelänge, drei Sitze zu bekommen, dann würde er wieder dem Gremium angehören. Bei nur zwei SPD-Sitzen würde es fast unmöglich werden. Zu stark sind die beiden Kandidatinnen aus dem Raum Würzburg, Eva-Maria Linsenbreder und Marion Schäfer-Blake.

    So kam es denn auch. Die beiden Politikerinnen erreichten nach der Umverteilung der Erst- auf die Zweitstimmen 30 611 und 18 809 Stimmen, Bernhard Ruß erreichte 15 178 Stimmen. Was seinerseits wieder einen deutlichen Vorsprung auf Nachrückerin Leonie Kapperer aus dem Raum Aschaffenburg bedeutet.

    „Eine Demokratie muss auch so etwas aushalten können“
    Bernhard Ruß zu den zwei AfD-Sitzen im Bezirkstag

    „Es war kein leichtes Unterfangen für die SPD“, beschreibt Bernhard Ruß nach dem Bekanntwerden seines Erfolges die Situation. Andererseits habe seine Partei trotz des schlechten Abschneidens auch bei der Bezirkswahl nur einen Sitz verloren. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir weiterhin vernünftige Arbeit im Bezirkstag machen“, so Ruß, der diesem Gremium ohnehin bescheinigt, unaufgeregter zu handeln als manches andere. „Wir finden immer eine Lösung.“ Man müsse jetzt natürlich abwarten, wie es sich auf die Atmosphäre im Bezirkstag auswirken werde, dass dem Gremium „jetzt zwei Leute angehören, die etwas anderes wollen. Aber eine Demokratie muss auch so etwas aushalten können“.

    Dass mit ihm wieder ein Kandidat aus dem östlichen Unterfranken den Einzug in den Bezirkstag geschafft habe, sei von vielen Bürgern sehr erfreut aufgenommen worden. Das bedeute eine „Wertschätzung der Arbeit, die man in dem Gremium macht“, stellt Ruß fest. „Ich bin mittlerweile in Unterfranken fest positioniert“, sagt Ruß. „Die Arbeit, die wir im Bezirkstag machen, ist wichtig.“ Wichtig seien ihm aber auch die Kontakte, die man in so einem Amt knüpfen könne. Das komme nicht nur der Gemeinde Sand zugute, sondern dem ganzen Landkreis Haßberge.

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