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    KÖNIGSBERG

    Coburgwanderung: Auf den Spuren von Burgvogt Schüll

    Diese Männer und Frauen nahmen an der Coburgwanderung der Schloßberggemeinde teil. Foto: Gerold Snater

    Am Samstag fand die 53. Coburgwanderung der Schloßberggemeinde Königsberg statt. Die Wanderung, die an den historischen Amtsbotenweg zwischen Königsberg und Coburg erinnert, geht auf eine Wette vor über 50 Jahren zwischen dem damaligen Burgvogt Franz Schüll und dem Vorsitzenden des Altherrenverbandes der Casimiriana Hans Friedrich zurück.

    Dabei ging es um ein Fass Bier, das auf die Königsberger warten würde, wenn sie an einem Tag auf dem ehemaligen Amtsbotenweg von Königsberg nach Coburg laufen würden. Eine Wette, die gewonnen wurde.

    Zugehörigkeit zu Sachsen-Coburg

    Seitdem geht es bei dieser Wanderung nicht mehr um ein Fass Bier, sondern man pflegt mit ihm die Erinnerung an die Zugehörigkeit Königsbergs zu Sachsen-Coburg und –Gotha, die bis 1920 bestand.

    Damals pendelte ein Amtsbote regelmäßig zu Fuß zwischen der von bayerischem Territorium umgebenen Exklave Königsberg und der Landeshauptstadt Coburg hin und her, um die stete politische Korrespondenz aufrecht zu erhalten.

    Nur die halbe Strecke gewagt

    Insgesamt 54 Wanderer nahmen am vergangenen Samstag wieder die Mühe auf sich, die ehemalige Residenzstadt Coburg auf den Spuren des damaligen Amtsboten zu besuchen. Dabei wagten sich zwölf Teilnehmer nur an die Hälfte der Strecke heran.

    Nach der obligatorischen Verabschiedung auf dem Marktplatz in Königsberg durch Bürgermeister Claus Bittenbrünn und 1. Burgvogt Eddi Klug ging alles wieder seinen gewohnten Gang. Frühstückspause in Leuzendorf, Mittagessen in Seßlach, Trinkpause in Altenstein, wo die Wanderer dazu stießen, die eine halbe Strecke liefen, und Kaffeepause mit selbstgebackenem Kuchen im Sportheim Eicha.

    Um 18 Uhr traf die Wanderschar auf dem Marktplatz in Coburg ein und wurde vom 1. Burgvogt Eddi Klug sowie den Vertretern des Altherrenverbandes der Casimiriana, Vorstand Hans Wegemann und dem Geschäftsführer Christoph Sölla, begrüßt. Der 1. Burgvogt ehrte die jüngste Wanderin Katharina Schmitt und den ältesten Wanderer Walter Schneider mit einem kleinen Präsent und bedankte sich bei den beiden Wanderführern Udo Grieser und Erich Schulz sowie dem Organisator für den sonstigen Ablauf, Walter Schneider, mit einer Süßigkeit. (sn)

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