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    Haßfurt

    Corona: 98 nachgewiesene Fälle im Landkreis Haßberge

    23 Betroffene gelten inzwischen als gesund, 147 Menschen sind in Quarantäne. Das Bürgertelefon muss viele Fragen beantworten, die sich leicht im Internet klären ließen.
    Auf dem Firmengelände von Recticel Schlafcomfort in der Augsfelder Straße werden in der Kreisstadt Bürger auf das Coronavirus getestet: Aber ausnahmslos, wenn sie vorher einen Termin erhalten haben. 
    Auf dem Firmengelände von Recticel Schlafcomfort in der Augsfelder Straße werden in der Kreisstadt Bürger auf das Coronavirus getestet: Aber ausnahmslos, wenn sie vorher einen Termin erhalten haben.  Foto: René Ruprecht

    Das Gesundheitsamt Haßberge hat am Mittwoch sechs weitere Corona-Fälle bestätigt. Damit ist die Zahl der Personen, bei denen das Covid-19-Virus nachgewiesen werden konnte, auf 98 gestiegen. Mittlerweile seien es 23 Bürgerinnen und Bürger, die als gesund entlassen werden konnten, heißt es in der Verlautbarung der Behörde. Ergo seien mit Stand Mittwoch, 15 Uhr, 75 Patienten an Corona erkrankt. Die Zahl der in häuslicher Quarantäne befindlichen Männer, Frauen und Kinder gibt das Gesundheitsamt mit 147 an.

    Kein Abstrich ohne Termin

    Noch einmal weisen die Behörden darauf hin, dass der Hausarzt der erste Ansprechpartner ist, falls jemand grippeartige Symptome an sich erkennt und glaubt, vom Coronavirus befallen zu sein. Der Hausarzt sollte telefonisch kontaktiert werden. Sobald er den Patienten dann als begründeten Verdachtsfall einstufe, melde er die Daten dann an das Landratsamt weiter: "Die Betroffenen erhalten dann einen Termin für einen Abstrich." Schon mehrmals zuvor hatten die Ämter unterstrichen, dass auch in der vor einigen Tagen an der Augsfelder Straße eingerichteten Teststrecke jeder Bürger abgewiesen wird, der hier ohne Termin vorstellig wird.

    Verweis auf die Informationen des Innenministeriums

    Aus der jüngsten Pressemitteilung aus dem Landratsamt lässt sich herauslesen, dass das Bürgertelefon des Landkreises zur Corona-Krise offenbar durch Fragen zu den derzeit geltenden Allgemeinverfügungen und Ausgangsbeschränkungen überlastet ist. Schon mehrfach hatte es geheißen, im Gesundheitsamt stünden die Telefone seit Ausbruch der Pandemie nicht mehr still. Jetzt erinnern die Behörden noch einmal daran, dass sich die meisten Antworten hierzu ohne Anruf mit einem Blick ins Internet erklären lassen: Wer auf die Homepage des bayerischen Innenministeriums (www.stmi.bayern.de) geht, der stoße auf eine Liste mit den am meisten gestellten Fragen und den dazu gehörenden Antworten. Das Bürgertelefon des Landratsamtes selbst ist weiterhin unter (09521)27-600 zu erreichen und zwar montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 8 bis 14 Uhr. Ausnahmen seien Karfreitag, 10. April, und Ostersonntag, 12. April, da ist das Telefon nicht besetzt. Am Ostermontag ist die Hotline von 9 bis 14 Uhr zu erreichen.

    Erneuter Aufruf an Firmen: Schutzausrüstung zur Verfügung stellen

    Der jüngste Corona-Sachstandsbericht verrät auch, dass sich der Landkreis Sorgen um die entsprechende Ausrüstung für medizinisches und pflegerisches Personal in der Krise macht: Landrat Wilhelm Schneider bittet ein weiteres Mal Firmen und Unternehmen um Unterstützung. Wer Schutzanzüge, Masken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel habe, die zurzeit nicht benötigt würden, den  fordert der  Landrat auf, ein Angebot per E-Mail an psa-bedarf-corona@hassberge.de zu senden.

    Ein Wegweiserschild des Haßfurter Krankenhauses und des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), dessen Praxen auch in der Corona-Krise geöffnet bleiben.
    Ein Wegweiserschild des Haßfurter Krankenhauses und des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), dessen Praxen auch in der Corona-Krise geöffnet bleiben. Foto: René Ruprecht

    Medizinisches Versorgungszentrum: Praxen sind weiterhin geöffnet

    In einer eigenen Pressemitteilung hatten die Haßberg-Kliniken mitgeteilt, dass die Praxen des zum Kommunalunternehmen gehörenden  Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) auch in der Corona-Krise geöffnet bleiben, der Besuch bei den dort angesiedelten Fachärzten sei also weiterhin möglich. In den Praxen in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim würden umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Gefahr von Infektionen so weit wir möglich zu minimieren. Wichtig sei ein vorheriger Anruf in der jeweiligen Praxis zur Terminvergabe und Information der Mitarbeiter. Begleitpersonen dürften die Praxen aber nicht betreten.

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