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    Haßfurt

    Corona: Zahl der Infizierten schnellt am Wochenende nach oben

    Von Freitag bis Sonntag ist die Zahl der Menschen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, von 36 auf 47 gestiegen. In Quarantäne befinden sich "nur noch" 160 Personen.
    Eine klare Botschaft an die Angehörigen sendeten die Bewohner des AWO-Seniorenheimes in Zeil am Main: 'Bleibt zu Hause, uns geht's gut'.
    Eine klare Botschaft an die Angehörigen sendeten die Bewohner des AWO-Seniorenheimes in Zeil am Main: "Bleibt zu Hause, uns geht's gut". Foto: Wolfgang Sandler

    Im Landkreis Haßberge zeigt die Kurve der bestätigten Covid-19-Fälle steil nach oben. Das ist der aktuellen Lagemeldung aus dem Landratsamt Haßberge zu entnehmen, die sich auf den Stand Sonntag, 12 Uhr, bezieht. War die Infektion am Freitag noch bei 36 Personen nachgewiesen, nennt die Behörde nun 47 Betroffene. Das entspricht einer Steigerung von knapp über 30 Prozent. 

    Rückläufig über das Wochenende war hingegen die Zahl der Männer, Frauen und Kinder, die es in häuslicher Quarantäne aushalten müssen. Am Freitag befanden sich noch 257 Menschen in Isolation, am Sonntagmittag teilten nur noch 160 Personen dieses Schicksal. Angaben darüber, wie diese Differenz angesichts der vielen Neuinfektionen zu erklären ist, machte die Behörde nicht.

    Einmal mehr weist das Landratsamt auf folgenden Umstand hin: Personen, die an sich Corona-verdächtige Sympome beobachten und deshalb einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen wollen, müssen zuvor unbedingt den Arzt oder die Klinik telefonisch kontaktieren und auf ihre Symptome hinweisen.

    Für all jene, die sich mit grippeähnlichen Symptomen krank fühlten, und die keinen Kontakt mit einer Person hatten, bei der das Coronavirus nachgewiesen wurde, sei der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Er entscheide über eine Krankmeldung. Patienten mit begründetem Verdacht sollen sich zudem dringend mit dem Fahrdienst/Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 in Verbindung setzen.

    Wichtige Änderung für infizierte Schwangere: Geburtshilfe in Schweinfurt

    Seit dem Wochenende gibt es auch eine wichtige Neuerung für Schwangere im Landkreis Haßberge. Für Frauen, die mit Covid 19 infiziert sind oder bei denen der Verdacht der Infektion besteht, findet die Geburtshilfe ab sofort am Leopoldina-Krankenhaus in Schweinfurt statt. Dies geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Krankenhäuser aus Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie der Haßberg-Kliniken hervor. Im Leopoldina-Krankenhaus , das als Schwerpunktkrankenhaus für die Region Main-Rhön über die größten Kapazitäten in der Geburtshilfe verfüge, sei bereits ein gesonderter Kreißsaal für die Entbindung infizierter Schwangerer vorbereitet, heißt es in der Verlautbarung. Dem Papier zufolge wird das "Leo" die entsprechenden Kapazitäten für infizierte Schwangere schaffen und einen eigenen Trakt für deren Entbindung einrichten.  

    Die Geburtshilfe in Haßfurt - wie auch diejenige im Schweinfurter Krankenhaus St. Josef - "stehen selbstverständlich für alle werdenden Mütter ohne einschlägige Symptome zur Entbindung zur Verfügung", heißt es in der Verlautbarung.

    Zitiert wird hier Michael Weiger, der Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Leopoldina-Krankenhaus.  Er betont, dass es gegenwärtig keine Hinweise darauf gebe, dass für infizierte Schwangere besondere Risiken bestehen. Auch erhöhte Komplikationen bei der Geburt oder eine Infektion des Kindes seien nicht zu erwarten. Auch könnten mit dem Coronavirus infizierte Mütter stillen. Professor Weigel empfiehlt jedoch beim Kontakt mit dem Säugling die allgemeine Handhygiene einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

    Sofern Schwangere infiziert sind oder eine Infektion befürchten, müssen sie das Team der Geburtshilfe im Leopoldina-Krankenhaus vorab telefonisch informieren unter Telefon 09721/720 2140. "Diese Schwangeren werden von der Hebamme am Eingang mit Mund-Nase-Schutz versorgt, in den speziellen Kreissaal begleitet und dort betreut". Auch für eine potentielle Kaiserschnittgeburt sei vorgesorgt. 

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