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    Haßfurt

    Corona im Haßbergkreis: Zahl der Infizierten geht auf 100 zu

    Aber es gelten 21 Betroffene inzwischen als gesund. Die 66-köpfige Stabsstelle Infektionsschutz fährt Dreischichtbetrieb. Mühselige Rekonstruktion der Infektionsketten
    Haben derzeit kaum eine ruhige Minute: Peter Friedrich, Leiter der Stabsstelle Infektionsschutz, im Gespräch mit Désiree Böhm, Leiterin der Abteilung II Soziales und Gesundheit am Landratsamt Haßberge.
    Haben derzeit kaum eine ruhige Minute: Peter Friedrich, Leiter der Stabsstelle Infektionsschutz, im Gespräch mit Désiree Böhm, Leiterin der Abteilung II Soziales und Gesundheit am Landratsamt Haßberge. Foto: Moni Göhr/Landratsamt Haßberge

    Der Zahl der Menschen im Haßbergkreis, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, nähert sich der Zahl 100. Das Gesundheitsamt Haßberge sprach am Dienstag, Stand 14.30 Uhr, von 92 Infizierten. Das waren zwei mehr als am Vortag. Als gesund entlassen seien mittlerweile 21 Bürgerinnen und Bürger, heißt es in der Verlautbarung. Demnach seien aktuell im Landkreis 71 Patienten an Corona erkrankt. Die Zahl der in häuslicher Quarantäne befindlichen Männer, Frauen und Kinder bezifferten die Behörden auf 170.

    Strategie: Früherkennung und Nachverfolgung der Infektionsketten

    Das Gesundheitsamt unternehme weiterhin alle Anstrengungen, um die Weiterverbreitung von Covid 19 im Kreisgebiet zu minimieren, versichert das Landratsamt. "Die Strategie ist es, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus durch die Nachverfolgung der Infektionsketten so weit wie möglich zu verzögern", heißt es in dem Papier.

    Im Gesundheitsamt laufen in der Stabsstelle Infektionsschutz alle Fäden im Kampf gegen Corona zusammen, seien es präventive Maßnahmen zur Hygiene, die Ermittlung und Betreuung von Kontaktpersonen, die Versorgung der Quarantäne-Fälle oder das Krisenmanagement in pflegerischen und medizinischen Einrichtungen.

    Hauptaugenmerk: Schnelle Insolierung der Betroffenen und ihrer Kontaktpersonen

    Der Schwerpunkt der Stabsstelle liege in der unmittelbaren und schnellen Information und Isolierung von Infizierten und ihren Kontaktpersonen, zitiert die Pressemitteilung den Leiter Peter Friedrich. Die tägliche Kontaktaufnahme zu den in Isolation befindlichen Bürgern sei sehr wichtig. "Der Bürger muss spüren, dass er in dieser schwierigen Zeit nicht alleine gelassen wird." Peter Friedrich verfügt in der Stabsstelle über ein 65-köpfiges Team, das den Behördenangaben zufolge im Dreischichtbetrieb arbeitet.

    Testergebnisse kommen per Telefon

    Die Rede ist unter anderem von mühseliger Detailarbeit, um Infektionsketten möglichst ohne jede Lücke zu rekonstruieren. Auch die Mitarbeiter des Rückruftelefons hätten alle Hände voll zu tun. Täglich würden alle Personen angerufen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden. Das Team erkundige sich nach dem Gesundheitszustand und berate bei Bedarf. Zudem informiere die Stabsstelle die getesteten Personen telefonisch über die hereingekommenen Testergebnisse, egal ob positiv oder negativ.

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