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    HOFHEIM

    Der Gärtner kommt mit dem E-Pickup

    Ein E-Pickup für den Hofheimer Bauhof: Bei der Vorstellung Bauhofleiter Stephan Zuber (von links), Bürgermeister Wolfgan... Foto: Alois Wohlfahrt

    An der Diesel-Tankstelle im Bauhof wird er auch in Zukunft geschmeidig vorbeifahren können. Beinahe geräuschlos parkt Niko Freibott sein „Dienstfahrzeug“, die neueste Errungenschaft des städtischen Bauhofs, um. Der neue Gärtner der Stadt Hofheim wird mit einem elektrisch betriebenen Kleintransporter unterwegs sein. Nach Einschätzung von Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst ist dies das erste Fahrzeug dieser Art im Einsatz eines Bauhofs im Landkreis.

    Der Pickup, entwickelt von einem Tochterunternehmen der Deutschen Post, soll in den nächsten zwei Jahren im Bauhof der Stadt auf Herz und Nieren getestet werden. Auch, um die Erfahrungen dann an andere Bauhöfe weiterzugeben, so Wolfgang Borst bei der Vorstellung des Fahrzeugs.

    230 Kilometer Reichweite

    Der Umweltgedanke spielte eine Rolle, bei der Entscheidung für ein von Strom betriebenes Fahrzeug, aber auch das Anforderungsprofil. Gut 230 Kilometer Reichweite verspricht der Hersteller des Fahrzeugs. „Das ist für uns allemal ausreichend“, so Borst.

    Die Praxis zeige, dass maximal rund 150 Kilometer pro Tag gefahren würden. Ausreichend ist auch die Geschwindigkeit: bis zu 80 Sachen schafft das Fahrzeug und die ersten Probefahrten haben zudem auch schon gezeigt, „dass es einen enormen Anzug hat, eine sehr gute Beschleunigung“.

    Das Fahrzeug ist auf zwei Jahre geleast. Bei rund 46 000 Euro liegt der eigentliche Kaufpreis für das leichte Nutzfahrzeug. In dieser Zeit wird es unter anderem auch seine Wintertauglichkeit beweisen müssen, so Borst und Bauhofleiter Stephan Zuber. Zu sehen sein wird das Fahrzeug in der nächsten Zeit allerdings erst einmal meist in der Nähe von Friedhöfen.

    Neuer Gärtner

    Denn um diese wird sich der neue Gärtner der Stadt Hofheim, Niko Freibott vornehmlich kümmern. Er unterstützt so seine beiden Gärtnerkollegen vom städtischen Bauhof.

    Freibott ist 21 Jahre alt, wohnt in Stadtlauringen, ist gelernter Gärtner und hat in den vergangenen Jahren Erfahrungen bei einem Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen gesammelt. Mit der Neueinstellung sei man auch den „berechtigten Forderungen der Bevölkerung nachgekommen“, so Borst, dass der Bereich Grün- und Friedhofspflege verstärkt werden sollte.

    Nachts wird aufgeladen

    Aufgeladen wird der Pickup derzeit im Bauhof, während der Nachtstunden. Der Ladevorgang könnte in Zukunft gar rentierlicher werden, wenn einmal von einer Halle des Bauhofs Solarstrom geerntet werde. Auch in der Stadt soll es in Zukunft Tankstellen für E-Mobile geben, so Borst, entsprechende Anträge sind gestellt, für Standorte am Freibad und am Bauhof.

    Die Hauptstraße habe man ausgenommen, um nicht Parkplätze zu blockieren.

    Erste Erfahrungen mit dem neuen Fahrzeug können Freibott und seine Kollegen übrigens schon bald weitergeben, beim Umwelttag des Umweltbildungszentrums wird das Fahrzeug vorgestellt, so Borst.

    Nach der Testphase soll überlegt werden, ob, sofern sich das Fahrzeug bewährt hat, nach und nach der Fuhrpark auf ähnliche Fahrzeuge umgestellt wird, so Borst.

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