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    LANDKREIS HAßBERGE

    Der Museumstag 2019: Willkommen in der guten alten Zeit

    Wundervolles Kleinod: Der Dorfladen in Friesenhausen ist am Museumstag geöffnet. Foto: Gudrun Klopf

    Am 19. Mai findet weltweit der 42. Internationale Museumstag unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“ statt. Auch im Landkreis Haßberge laden an diesem Sonntag Sammlungen und Museen zu besonderen Aktionen, kreativen Mitmach-Angeboten, spannenden Führungen und exklusiven Einblicken ein, verspricht das Landratsamt Haßberge in einer Presseankündigung. Der Eintritt in den Museen und Sammlungen ist an diesem Tag frei. Folgende Einrichtungen haben der Verlautbarung zufolge am Sonntag geöffnet:

    Burgruine in Altenstein

    Das Mittelalter hautnah erleben kann man bei einem Besuch des Burgeninformationszentrums in Altenstein. Hier wird die Realität auf Burgen im Mittelalter vermittelt. Besucht werden können auch die Burgruinen Raueneck, Bramberg, Rotenhan, Lichtenstein, Gutenfels und Königsberg auf einer Wanderung entlang des burgenkundlichen Lehrpfades. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr. Ort: Altenstein, Wilhelm-von-Stein-Straße 10.

    Kreuzweg in Breitbrunn

    Der 2011 eingeweihte Kreuzweg in Breitbrunn stellt eine besondere Art eines offenen Museums dar. Er zeigt nicht nur die vierzehn Stationen eines Kreuzwegs. Hier wird auf einer Strecke von einem Kilometer der künstlerisch bearbeitete Stein der umliegenden Steinbrüche präsentiert. Der Weg kann jederzeit besucht werden. Nähere Infos sind vor der ersten Station, im großen Stein auf der rechten Seite, vorzufinden. Einfach die Klappe noch oben öffnen. Ort: Breitbrunn, Neubrunner Weg.

    Nostalgiemuseum in Burgpreppach

    Im Obergeschoss des Rathauses ist eine komplette Wohnung im Stil der 50er Jahre eingerichtet. Die vier Räume strahlen mit ihrer original erhaltenen Wandfassung, den Einrichtungs-, Gebrauchs- und Ziergegenständen die Wohnatmosphäre der Nachkriegszeit aus. Als eine besondere Attraktion wird eine Modeausstellung aufgebaut sein, die Kleidungsstücke der Zeitspanne 1949 bis 2019 zeigt. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. Ort: Burgpreppach, Rathaus, Schulgasse 53.

    Garnisonsmuseum in Ebern

    Im Untergeschoss des heutigen Gasthauses „Zum Stadl“ wird an die dort stationierten Panzergrenadierbataillone 101/103 sowie an das Panzeraufklärungsbataillon 12 erinnert. Zahlreiche Gegenstände von Uniformen, Abzeichen, Bataillonstagebüchern bis hin zu entmilitarisierten Waffen sowie Feld-Essensbesteck vermitteln in nachgestellten Szenen das Leben der Grenadiere. Eine Attraktion ist die Besichtigung des Luftschutzbunkers, der am tiefsten Punkt des Kellergeschosses liegt. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. Ort. Ebern, Im Frauengrund 3, Gewerbepark.

    Heimatmuseum in Ebern

    In 17 Räumen veranschaulichen weit über 3500 Exponaten das Wohnen und Arbeiten der Bevölkerung von Ebern und seiner ländlichen Umgebung aus der Zeit seit 1850. An diesem Tag gibt es für Kinder und interessierte Erwachsene ein Museumsquiz rund um das Heimatmuseum Ebern. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. Ort: Ebern, Am Grauturm, Marktplatz 42.

    Xaver-Mayr-Galerie in Ebern

    In der aktuellen Ausstellung „Aus der Wabe in die Welt: Biene macht Kultur“ können Kinder bis zum Alter von zehn Jahren die Bienen mit neuen Augen kennenlernen und viel über das nützliche Tier erfahren. Die jugendlichen Teilnehmer sind eingeladen, eine eigene Biene zu gestalten und zu basteln und die Abenteuer von Biene Maja im Film zu sehen. Um 14 Uhr startet ein Rundgang durch die Ausstellung mit dem „Entdeckerheft“, um 14.30 Uhr ist Basteln angesagt. Um 15 Uhr ist Filmvorführung, Ende gegen 16.30 Uhr. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. Ort: Ebern, Ritter-von-Schmitt-Straße 1.

    Heimatmuseum in Eltmann

    Hier wird in 13 Räumen die Geschichte der Stadt Eltmann und ihrer Bewohner aufgezeigt. Themenbezogen werden die ländliche Arbeit, das ortsansässige Handwerk, die Flößerei, Steinindustrie, Kugellagerindustrie sowie Weinbau veranschaulicht. Weiterhin sind im Museum eine Schusterwerkstatt, ein Schulzimmer, eine Küche, eine Baderstube und ein gemischter Textilladen mit Hutmacherwerkstatt aufgebaut. An diesem Tag findet das Museumsfest des Heimatmuseums Eltmann statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. Ort: Eltmann, Brunnenstraße 4.

    Dorflädchen in Friesenhausen

    Dieser historische Dorfladen ist mit seinen vielfältigen gut erhaltenen Waren eine Besonderheit. In diesem ehemaligen Gemischtwarenladen kommen die Besucher aus dem Staunen nicht heraus. Hier können original verpackte Süßigkeiten, Putzmittel, Spitzen, Babybekleidung und vieles mehr bewundert werden. Im hinteren Bereich des denkmalgeschützten Gebäudes können ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer sowie eine nach historischem Vorbild eingerichtete Küche besichtigt werden. Geöffnet von 10 bis 14 Uhr. Ort: Friesenhausen, Dahlbergstraße 8.

    Bibelwelten in Haßfurt

    Die interaktive, erlebnisorientierte Ausstellung im Bibelkeller geht den Spuren Jesus nach, wie er vor 2000 Jahren der Bibel zufolge gelebt hat. Es ist keine kultur- oder kunsthistorische Ausstellung, sondern ein Zugang, der den Besuchern unterschiedliche Facetten von Jesus auch religiöse Gestalt bieten will. Sie ist für alle Altersstufen geeignet. Eine Führung durch die Ausstellung beginnt um 15 Uhr. Als Familienprogramm wird eine Stadt-Rallye „Auf der Spur von Jesus“ durch Haßfurt und den Bibelkeller geboten. Beginn ist jederzeit möglich, von 13.30 bis 16 Uhr Geöffnet ist von 13.30 bis 17 Uhr. Ort: Haßfurt, Obere Vorstadt 4, Unter dem Kupsch-Markt.

    Dokumentationszentrum Historismus in Haßfurt

    Die Epoche des Historismus ist hier auf zwei Etagen nachvollziehbar. Im oberen Stockwerk werden Entwurfszeichnungen aus der Baugeschichte und Ausstellungsstücke aus der Ritterkapelle bzw. Pfarrkirche gezeigt. Im Erdgeschoss wird in den Zeitgeist des Historismus und der einhergehenden Frömmigkeit eingeführt und an Beispielen verschiedener Kunstgattungen wie Skulptur, Malerei, Druckgrafik, Glas- und Textilkunst sowie sakraler Metallarbeiten veranschaulicht. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. Ort: Haßfurt, Michaelskapelle, neben Ritterkapelle.

    Schmiedemuseum in Kirchlauter

    Die alte Schmiede in Kirchlauter, die von 1923 bis 1966 betrieben wurde, wird am Sonntag zum Leben erweckt. Das Schmieden bei offenem Feuer wird in handwerklicher Tradition gezeigt. Geschickte Besucher dürfen unter Anleitung auch selbst Hand anlegen. Im Obergeschoss können bäuerliches Inventar, Werkzeuge und landwirtschaftliche Gebrauchsgegenstände besichtigt werden. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. Ort: Kirchlauter, Kirchenstraße 6.

    Jüdische Lebenswege Museum Kleinsteinach

    In einem malerischen Fachwerkhaus befindet sich auf zwei Etagen die Dauerausstellung zur Geschichte der Juden in der Region. Gezeigt wird, unter anderem, welche Schutzherren es in Kleinsteinach gab oder welche Bedingungen ein Jude erfüllen musste, um sich hier neu anzusiedeln. Neben dem friedvollen Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft wird auch die Zeit des Nationalsozialismus thematisiert. Folgende Führungen sind kostenfrei, Spenden jedoch erbeten. 13.30 Uhr Führung im Museum 15 Uhr geführter Dorfrundgang. Geöffnet von 13 bis 17 Uhr. Ort: Kleinsteinach, Am Kirchplatz 3.

    Jüdischer Friedhof in Kleinsteinach

    Der bis ins Jahr 1453 zurückreichende jüdische Zentralfriedhof ist eine besondere Sehenswürdigkeit. In Kleinsteinach ist ab 13 Uhr geöffnet. Der älteste identifizierbare Grabstein stammt von 1596. Der Friedhof diente als so genannter Verbandsfriedhof den jüdischen Gemeinden in Aidhausen, Haßfurt, Knetzgau, Schonungen, Schweinshaupten und Westheim. Die letzte Bestattung fand hier am 18. Januar 1942 statt. Der Friedhof ist ab 13 Uhr geöffnet.

    Rundfunk- und Kommunikationsmuseum in Kleinsteinach

    Ebenfalls in Kleinsteinach gibt es für Liebhaber der alten Rundfunk- und Kommunikationstechnik eine große Sammlung zu bewundern. Diese enthält Diaprojektoren, Filmvorführgeräte, Diktafone, Tonbandgeräte, Grammofone, Telefone sowie klangvolle Röhrenradios und mechanische Plattenspieler. Geöffnet ist von 13 bis 17 Uhr. Ort: Kleinsteinach, Obere Dorfstraße 15.

    Regiomontanus-Ausstellung in Königsberg

    Regiomontanus, 1436 in Königsberg als Johann Müller geboren, war ein bedeutender Wissenschaftler des 15. Jahrhunderts. Am Salzmarkt ist eine umfassende Sammlung über den berühmten Mathematiker und Astronomen zusammengetragen. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. Ort: Königsberg, Salzmarkt 2.

    Feuerwehrmuseum in Mechenried

    So gut wie alles zum Thema Feuerwehr ist im Feuerwehrmuseum Mechenried zu finden. Die große Sammlung umfasst sämtliche technische Gerätschaften einer Feuerwehr, beginnend ab 1860. Außerdem sind gut 150 Feuerwehrhelme, der älteste stammt aus dem 18. Jahrhundert, Uniformen bis hin zu Medaillen und Plaketten ausgestellt. Geöffnet ist von 14 bis 18 Uhr. Ort: Riedbach, Ortsteil Mechenried, Alte Schule, Raiffeisenstraße 8. Bereits am Samstag, 18. Mai, findet das 9. Museumsfest statt. An diesem Tag werden aktuelle Fahrzeuge der Feuerwehren präsentiert. Auch ist für das leibliche Wohl gesorgt. Beginn ist um 14 Uhr.

    Museum Schloss Oberschwappach

    Die umfangreiche archäologische Sammlung im Gewölbekeller zeigt die Entwicklung menschlicher Besiedlung im Steigerwald und im Maintal, von der Vor- und Frühgeschichte bis zum Jahr 1747, dem Bau der Glashütte in Fabrikschleichach. In weiteren barocken Räumen des Erd- und Obergeschosses im Ostflügel zeugen über 130 Kunstwerke aus den Sammlungen der Diözese Würzburg vom vielfältigen und reichen künstlerischen Schaffen des 17. und 18. Jahrhunderts. Gerne werden bei Bedarf Führungen durch das Schloss angeboten. Geöffnet ist von 14 bis 17 Uhr. Ort: Oberschwappach, Schlossstraße 6.

    Dokumentationszentrum Zeiler Hexenturm in Zeil am Main

    Es finden Kinderführungen unter dem Motto „Hexen – Geschichte und Geschichten“ durch den „Zeiler Hexenturm“ statt. Anschließend ist Märchenlesung „Die kleine Hexe So-phie und ihr Weg in die Freiheit“. Dauer insgesamt circa 60 Minuten. Führung: Monika Schraut, Erzählung und Aktion: Rainer Baumgärtner (Autor), Vorleser: Lilly und Leo Dellert; 11.30 Uhr für Grundschülerinnen und Grundschüler; 14.30 Uhr für Kinder ab der 5. Klasse. Anmeldung erforderlich bei der Vhs Zeil, Tel. (0 95 24) 85 06 86. Für erwachsene Besucher: Zeil war im 17. Jahrhundert als Richtstätte des Hochstifts Bamberg Schauplatz großer Hexenverfolgungen und -verbrennungen. Eine Dokumentation im Originalschauplatz Stadtturm und im angebauten Fronhaus informiert darüber und sensibilisiert die Besucher für dieses komplexe Thema. Geöffnet ist von 11 bis 17 Uhr. Ort: Zeil, Obere Torstraße 14.

    Treffpunkt Heimat in Zeil am Main

    Ebenfalls im Doku-Zentrum Zeiler Hexenturm, im Erdgeschoss, ist die Dokumentation „Treffpunkt Heimat“. Hier ist die Geschichte der Vertreibung der Sudetendeutschen und der Römerstädter, die Ankunft der Flüchtlinge im Landkreis und in der Stadt Zeil am Main dokumentiert. Auch von der Integration, der Entstehung der Römerstädter Wallfahrt bis hin zur Partnerschaft mit dem heutigen Rymarov wird berichtet. Geöffnet ist von 11 bis 17 Uhr.

    Im Landkreis Haßberge gibt es darüber hinaus noch folgende Museen und Sammlungen, die nach Vereinbarung besichtigt werden können:

    Eisenbahnmuseum Emil Lehmann in Hofheim, Bahnhofstraße 18, Tel. (0 95 23) 13 05; Rotkreuz-Museum Hofheim, Goßmannsdorfer Tor, Tel. (0 95 23) 323 und 6313; Heimatmuseum Stettfeld, Am Rathaus 1, Tel. ( 095 22) 78 19 und 437; Synagoge Memmelsdorf, Untermerzbach, Judengasse 6; Waagensammlung Peter Ulrich in Untermerzbach, Bürgerwerkstatt, Marktplatz 7, Tel. (0 95 33) 98 23 14

    Die Broschüre „Dauerausstellung – Museen und Sammlungen im Landkreis Haßberge“ ist auf der Internetseite www.kulturraum.hassberge.de eingestellt und kann angefordert wer-den bei: kulturraum@hassberge.de, Tel. (0 95 21) 2 73 24 oder 2 76 50.

    fr Kleinsteinach Friedhof
    Regt zum Nachdenken über die Vergänglichkeit allen irdischen Daseins ein: Der jüdische Friedhof in Kleinsteinach. Foto: Franziska Rieger
    Wer hat in diesen Bänken einst gebüffelt? Diese Schulszene finden Besucher im Heimatmuseum in Eltmann vor. Foto: Sabine Weinbeer
    Malerischer geht es kaum noch: Die Burgruine von Altenstein beflügelt Mittelalterfantasien. Foto: Günther Geiling

    Bearbeitet von Martin Sage

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