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    Goßmannsdorf

    Der Wald ist seine Leidenschaft

    Sie gratulierten Walter Höhn-Schüßler (Mitte) zum 90. Geburtstag (von links): Landrat Wilhelm Schneider, Sohn Michael und Zweiter Bürgermeister Reinhold Giebfried. Foto: Martin Schweiger

    Seinen 90. Geburtstag konnte am Sonntag Walter Höhn-Schüßler in Goßmannsdorf (Stadt Hofheim) bei guter Gesundheit feiern.

    Der Jubilar hatte es in seiner Jugendzeit nicht leicht, denn schon als 15-Jähriger musste er die Dreschmaschine führen, schwere Getreidesäcke in die Dachböden der Scheune schleppen und durfte mit einer Sondergenehmigung sogar schon Motorrad fahren. Geschadet hat die harte Arbeit Walter Höhn-Schüßler nicht, denn an seinem 90. Wiegenfest saß ein junggebliebener Jubilar vor der Kamera.

    Harte Zeiten erlebt

    Er wurde am 26. Januar 1930 in Greßhausen (Gemeinde Gädheim) geboren, wo er auch die Schule besuchte. Nach seiner Schulzeit musste er bereits als 15-Jähriger am Ende des Zweiten Weltkriegs zum Volkssturm und Panzersperren bauen. Als diese gerade für einen Jugendlichen grausame Zeit vorbei war, konnte er seiner geliebten Arbeit in der Landwirtschaft nachgehen. Mit Pferdewagen fuhr er die Milch im Raum Haßfurt zusammen, ehe es ihn im Jahr 1950 nach Goßmannsdorf zum Ehepaar Adam und Hedwig Höhn verzog, die kinderlos waren. Glücklich, einen Nachfolger zu haben, nahmen sie Walter Schüßler, wie er damals noch hieß, an Kindes statt an und überschrieben ihm 1960 den Hof. Walter Schüßler nahm den Namen seiner Zieheltern an und hieß fortan Walter Höhn-Schüßler.

    Am 23. Februar heiratete er Else Zimmer aus Greßhausen, die aus Mährisch-Kotzendorf (Tschechien) stammte. Für Walter Höhn-Schüßler war es eine Ehre, den Beruf seines Ziehvaters, einen Holzrücker, auszuüben, denn er war mit Leib und Seele gern im Wald, wie er selbst sagt. Zuerst wurden Pferde beim Holzrücken eingesetzt, später ein Traktor. Zusätzlich schaffte er sich eine Dreschmaschine an und hatte dadurch einen Nebenberuf. Wenn auch die Arbeit schwer war, es herrscht stets Zufriedenheit im Haus von Walter Höhn-Schüßler.

    Für die Allgemeinheit eingesetzt

    In seiner knapp bemessenen Freizeit setzte er sich auch für die Allgemeinheit ein. Er war mehrere Jahre Feuerwehrkommandant, war als Vertrauensmann der Flurbereinigung im Einsatz, war zweiter Vorsitzender der Soldatenkameradschaft und gehört dem Musikverein Goßmannsdorf an. Seine Frau Else schenkte ihm elf Töchter und zwei Söhne, von denen Michael mit seiner Frau und Enkel im Elternhaus wohnt. Insgesamt hat der Jubilar 31 Enkel und 22 Urenkel. Das 23. Urenkelkind ist unterwegs. Sohn Michael führt die Landwirtschaft fort. Die bewirtschaftete Fläche wuchs von sechs Hektar im Jahr 1951 auf mittlerweile rund 76 Hektar. Zum Geburtstag gratulierten neben der großen Familie auch Landrat Wilhelm Schneider und Hofheims Zweiter Bürgermeister Reinhold Giebfried.

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