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    THERES

    Der Wasserpreis in Theres steigt zum Jahreswechsel

    Bereits in diesem Jahr wird im Zuge des Straßenausbaus durch den Landkreis die Wasserleitung in der Brunnenstraße in Untertheres (im Bild) durch den Wasserzweckverband der Theres-Gruppe erneuert. Foto: Ulrike Langer

    Es führt kein Weg daran vorbei: Zum 1. Januar 2020 muss der Zweckverband zur Wasserversorgung der Theres-Gruppe den Preis für den Kubikmeter Wasser von 1,99 Euro auf 2,42 Euro erhöhen. Schweren Herzens fasste die Verbandsversammlung in ihrer Sitzung am Montagabend diesen Beschluss.

    Zum 1. Januar dieses Jahres hatte der Verband die Wassergebühr gesenkt, um Überschüsse aus dem letzten Kalkulationszeitraum an die Verbraucher zurückzuzahlen. Allerdings muss überraschenderweise bereits im aktuellen Haushaltsjahr die Auswechslung der Wasserleitung in der Brunnenstraße in Untertheres finanziert werden. Da auch in den kommenden Jahren Sanierungs- und Erschließungsprojekte anstehen, besteht bis 2022 ein Finanzierungsbedarf von 1,25 Millionen Euro.

    Gebühren als einzige Einnahmen

    „Da der Wasserzweckverband als einzige Einnahme Gebühren aus Wasserverbrauch generieren kann, ist es notwendig, bereits jetzt die Gebühren für künftige Investitionen zu erhöhen“, sagte der Thereser Bürgermeister Matthias Schneider in seiner Rolle als Zweckverbandsvorsitzender.

    Die Verbandsräte diskutierten lange über die Notwendigkeit der Gebührenerhöhung und die Kalkulation, die in der Sitzung nachgebessert wurde. „Es ist ärgerlich, dass wir jetzt die Gebühren wieder erhöhen müssen. Aber die Ausgabenentwicklung in der jetzt vorliegenden Form war so nicht abzusehen“, meinte Gädheims Bürgermeister Peter Kraus. Letztendlich wurde der Beschluss einstimmig gefasst.

    Zuvor hatte die Versammlung einstimmig den Haushalt 2019 verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt kommt auf 652 000, der Vermögenshaushalt auf 479 250 Euro. Zur Finanzierung ist auch ein Kredit in Höhe von 250 000 Euro vorgesehen.

    Wasserverlust gestiegen

    Der Zweckverband versorgt insgesamt 4836 Einwohner in Gädheim, Ottendorf, Greßhausen, Obertheres, Untertheres, Buch, Abersfeld und Waldsachsen. Die verkaufte Wassermenge 2018 betrug 185 597 Kubikmeter. Mit dem Stadtwerk Haßfurt ist für die Wasserversorgung ein Betriebsführungsvertrag abgeschlossen. Die Hauptaufgaben werden aber weiterhin über den Bauhof Theres durch den Wasserwart erledigt. Zum Haushalt 2019 erläuterte Matthias Schneider, dass in den letzten beiden Jahren bei Wartungs- und Unterhaltungsarbeiten ein enormer Kostenanstieg zu verzeichnen gewesen sei. Weil auch andere Ausgaben angestiegen seien, betrage die Zuführung zum Vermögenshaushalt heuer nur 27 250 Euro. Handlungsbedarf bestehe auch, weil der unbekannte Wasserverlust gestiegen sei.

    Schuldenstand steigt

    Als größte Ausgabe im Vermögenshaushalt steht im Haushalt die Erneuerung der Wasserleitung in Untertheres mit 220 000 Euro. Der Schuldenstand, der Ende 2018 bei 495 899 Euro lag, wird bis Ende 2019 voraussichtlich auf 660 899 Euro steigen.

    Die größte Einnahme im Verwaltungshaushalt sind die Wassergebühren in Höhe von 480 000 Euro. Die größten Ausgaben sind der Fremdwasserbezug mit 200 000 Euro und die Erstattung an die Verwaltungsgemeinschaft und die Gemeinde Theres mit 128 000 Euro.

    Neues Mitglied im Verbandsrat

    Einstimmig genehmigt wurde auch der Finanzplan 2018 bis 2022. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Matthias Stadler, berichtete, dass die Prüfung der Jahresrechnungen 2017 und 2018 keinerlei Beanstandungen ergeben habe. Auch die Haushaltsüberschreitungen der Jahre 2017 und 2018 erkannten die Verbandsräte an. Das Jahresergebnis 2017 wurde mit rund 657 200 Euro im Verwaltungshaushalt und rund 341 800 Euro im Vermögenshaushalt festgestellt. 2018 waren es rund 642 100 Euro im Verwaltungshaushalt und rund 232 000 Euro im Vermögenshaushalt. Für beide Haushaltsjahre erteilte die Versammlung die Entlastung.

    Nachdem Matthias Asbach, Mitglied des Gemeinderats Schonungen, aus der Verbandsversammlung zum 1. Juli ausgeschieden war, war Tobias Stenzinger neu zum Verbandsrat bestellt worden. Asbachs Nachfolger im Rechnungsprüfungsausschuss ist Wolfgang Perschke. Tobias Stenzinger wiederum wurde zu seinem Vertreter gewählt.

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