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    HASSBERGKREIS

    Die Region wirbt wieder um junge Mediziner

    Stellvertretender Landrat Oskar Ebert sowie die betreuenden Ärzte und das Projektteam rund um den „Main Sommer 2018“ beg... Foto: Matthias Vetter

    Wie 2017 findet auch heuer im September das Projekt „Main Sommer“ statt. Zehn Medizinstudenten aus Deutschland absolvieren dabei gemeinsam ihre hausärztliche Famulatur in Hausarztpraxen im Landkreis Haßberge. Das Projekt startete dieser Tage in entspannter Runde, wie das Landratsamt Haßberge in einer Pressemitteilung kundtut.

    Die Famulatur ist ein Praktikum und Bestandteil des Medizinstudiums. Dabei sollen die Studierenden im klinischen Teil des Studiums im Rahmen von insgesamt vier Famulaturen praktische Erfahrungen mit der ärztlichen Patientenversorgung sammeln. Die verschiedenen Famulaturen sind jeweils in Einrichtungen der ambulanten und stationären Krankenversorgung zu leisten, führt das Landratsamt aus.

    Vorbild: Die „Landarztmacher“

    Der „Main Sommer“ konzentriere sich dabei auf die hausärztliche Famulatur. Hintergrund des Projektes, sei der prognostizierte Hausarztmangel, unter dem Teile Deutschlands litten. Derzeit seien die Bewohner der Haßberge noch gut versorgt, stellt die Behörde fest. Dies könne sich aber in den nächsten 15 Jahren ändern.

    Um diesen Entwicklungen frühestmöglich entgegen zu wirken, wurde Ende 2016 das Projekt „Main Sommer“ nach Vorbild der „Landarztmacher“ aus dem Bayerischen Wald konzipiert und seither durch die Kooperationspartner verfeinert. Dass das Gemeinschaftsprojekt funktionieret, zeige unter anderem die Evaluation des letzten Jahres. „So hatten die Teilnehmer nach ihren vier Wochen in den Haßbergen ein deutlich verbessertes und realistischeres Bild des Berufes. Auch die praktischen Fertigkeiten konnten durch die begleitenden Intensivworkshops am Haus Haßfurt der Haßberg-Kliniken entsprechend verbessert werden“, heißt es in der Mitteilung an die Medien.

    Projekt steht auf vielen Beinen

    Im September befinden sich wieder zehn Studenten in den Haßbergen. Sie sind zentral in einer gemeinsamen Unterkunft untergebracht. So könne in den vier Wochen ein Gemeinschaftsgefüge entstehen und jeder Einzelne von den Erfahrungen des Anderen profitieren. Nach dem „Tagesgeschäft“ in den Hausarztpraxen geht es an den Nachmittagen und Abenden mit praktischen Workshops an der Haßfurter Klinik für die Studenten weiter. Aber auch die Freizeit soll nicht zu kurz kommen. So geht es beispielsweise mit den betreuenden Ärzten sowie anderen Kooperationspartnern auf gemeinsame Wanderungen oder in den Klettergarten. Geplant und organisiert wird der „Main Sommer“ durch die am Landratsamt ansässige „Gesundheitsregion plus“ Haßberge in Kooperation mit niedergelassenen Hausärzten, den Haßberg-Kliniken sowie dem BRK-Kreisverband Haßberge. Finanziell und inhaltlich wird das Projekt durch den Bayerischen Hausärzteverband, den Bereitschaftspraxis Haßberge sowie die Firma BSN medical GmbH unterstützt.

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