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    KREIS HAßBERGE

    Die Saisonkarte hat sich gelohnt

    Viele Gäste suchten während der großen Hitze Abkühlung in den Freibädern im Landkreis Haßberge. Die Betreiber zeigen sic... Foto: René Ruprecht

    Die Badesaison neigt sich langsam dem Ende zu und die Freibadbetreiber im Landkreis Haßberge ziehen ein erstes Fazit: Der Sommer bescherte den Bädern in Haßfurt, Ebern, Eltmann, Altenstein und Hofheim durchweg hohe Besucherzahlen. Die nahezu durchgehend anhaltenden warmen Temperaturen von Beginn- bis Saisonende der Freibäder lockten zahlreiche Hitzegeplagte ins kühlende Nass.

    „Diejenigen, die eine Saisonkarte gekauft hatten, haben natürlich ein super Schnäppchen gemacht“, sagt Wolfgang Tully, Verwaltungskraft des Freibads in Eltmann. In 2018 sei die Nachfrage für eben diese Karten groß gewesen: 433 Karten verkaufte das Freibad – 378 waren es im vergangen Jahr. Auch die seit zwei Jahren eingeführten Familienkarten seien bei den Gästen beliebt gewesen.

    Der in der Vergangenheit rückläufige Däumling-Familienpass, der die Eltern in der Stadt und im Landkreis Bamberg bei Freizeitaktivitäten finanziell unterstützt, sei 2018 wieder vermehrt genutzt worden. Tullys Gesamtfazit: Wesentlich mehr Menschen als in den letzten Jahren besuchten diesen Sommer das öffentliche Bad. Insgesamt waren es etwa 56 976 Gäste. Am Donnerstag, 19. Juli, hatte das Bad mit 1400 Kartenverkäufen die höchste Besucherzahl der Saison verzeichnet.

    Keine Zwischenfälle

    Das Haßfurter Freizeitzentrum weist ebenfalls hohe Besucherzahlen auf. Seit der Eröffnung im Mai kamen 76 000 Gäste ins Freibad. „Das sind fast doppelt so viele wie im kompletten letzten Jahr“, fügt Betriebsleiter Udo Greich der Zahl hinzu. Es sei eine gute Saison gewesen, sagt Greich, der sein Hauptkriterium hierfür aber nicht nur an den Besucherzahlen festmacht. „Ein gutes Jahr ist ein Jahr, in dem nichts passiert“, erklärt der Betriebsleiter. Dann sei es eigentlich egal, ob 500 oder 500 000 Gäste ins Freibad kommen. Lediglich Insektenstiche und kleinere Schürfwunden zogen sich die Badegäste zu.

    Auch das Freibad in Altenstein verbucht hohe Besucherzahlen: Laut Bademeister Hansjürgen Böschel suchten 13 700 Gäste Abkühlung im Wasser. Mit einer solch hohen Zahl habe der Bademeister nicht gerechnet, da in den vergangenen Jahren vergleichsweise wenige Menschen zu Besuch kamen. „2018 ist eine sehr gute Saison. An 2003 kommen die Zahlen aber nicht ran – das war das Rekordjahr schlechthin“, betont Böschel – vor 15 Jahren verzeichnete das Freibad seinen Aufzeichnungen nach 17 300 Gäste.

    „Eine der besten Saisons seit langem“, berichtet Andreas Zapf, leitender Schwimmmeister im Allianzbad in Hofheim. Nach der Generalsanierung vor drei Jahren nutzten in diesem Sommer viele Gäste das Freibad, um sich abzukühlen. Die Besucherzahl 2018 komme laut Zapf nah an die des Jahrhundertsommers 2003 ran – toppt diese aber nicht.

    Familien-Konzept geht auf

    „Ich bin vollkommen zufrieden“, sagt der Schwimmmeister, der in den Zahlen das neue Familien-Konzept bestätigt sieht. Ein endgültiges Fazit zieht Zapf aber erst am 15. September, wenn das Hofheimer Bad die Saison beendet. Das Freibad in Ebern erzielte ebenfalls höhere Besucherzahlen. „Wir hatten etwa 20 Prozent mehr Badegäste als im letzten Jahr“, sagt Betriebsleiter Klaus Hanke und schätzt die Zahl auf 55 000 Besucher. Doch laut Hanke hätte die Zahl noch größer ausfallen können: Wegen zwei Straßenbaustellen und eines Algenbefalls des Bads im Sommer seien potenzielle Gäste fern geblieben. „Die sechs Wochen haben uns einiges gekostet“, betont Hanke.

    Doch er verweist auch auf Positives: Größere Vorfälle habe es nicht gegeben. Die Insektenstiche waren noch das größte Übel – vor allem Wespen, die laut Hanke in diesem Jahr extrem waren. Drei Notarzteinsätze waren die Folge. Streit mit Badegästen sei komplett ausgeblieben. Die Saison verlief sehr harmonisch.

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