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    LIMBACH

    Die älteste Eltmannerin feiert ihren 101. Geburtstag

    Martha Firmbach feierte als älteste Einwohnern von Eltmann ihren 101. Geburtstag. Bürgermeister Michael Ziegler überbrachte zahlreiche Glückwünsche. Foto: Günther Geiling

    Groß war die Gratulantenschar, als am Mittwoch in Limbach Martha Firmbach ihren 101. Geburtstag feierte. Dazu gratulierten zwei Söhne und eine Tochter, sieben Enkel und zwölf Urenkel. Bürgermeister Michael Ziegler überbrachte der ältesten Einwohnerin von Eltmann auch die Glückwünsche von Ministerpräsident Markus Söder mit der „Goldenen Patrona Bavariae“. Zudem gratulierte er im Namen von Landrat Wilhelm Schneider.

    Vier-Generationen-Haus

    Auf die häufig gestellte Frage ihrer Gratulanten „Wie geht es dir?“ antwortete die Jubilarin gut gelaunt: „Ich fühle mich wie alle Tage“. Mit ihrem Stock begibt sie sich an schönen Tagen nach wie vor zu ihrem Spaziergang auf den Hof oder durch die Kellergasse. Am liebsten sitzt sie aber vor dem blumengeschmückten Haus, um das Geschehen in der Gasse zu beobachten und wo auch immer etwas los sei. Dazu gehört auch, dass sie von den Paketdiensten die Päckchen für die Nachbarschaft entgegennimmt.

    Auch der Gottesdienst in der Wallfahrtskirche bedeutet ihr noch sehr viel und wenn es nur irgendwie geht, fährt ihr Sohn sie regelmäßig zur Sonntagsmesse. Froh ist sie, dass sie in ihrem „Vier-Generationen-Haus“ leben kann und nicht „auf das Essen auf Rädern angewiesen ist, sondern das von oben kommt“. Mit ihren ehemaligen Strickdamen trifft sie sich immer noch, wenn auch nicht mehr zum Stricken – aber auch die Unterhaltung bringe Abwechslung in den Alltag.

    Martha Firmbach war immer sehr aktiv im Limbacher Dorfleben; besonders die Dorfkirche lag ihr am Herzen. So war sie dort Kirchenpflegerin und mit ihrer Schwester auch Mesnerin. Außerdem sorgte sie viele Jahre dafür, dass zum Fest Mariä Himmelfahrt zu Gunsten des Kindergartens Kräuterbüschel verkauft wurden.

    Bei dem großen Marienfest am 15. August war sie auch bei den Frauen der großen Kartoffelschäl- und Kartoffelschnippelaktion beteiligt und erst vor wenigen Wochen erhielt sie dazu wieder eine Einladung. Obwohl man sie eigentlich nur als Gast dabei haben wollte, ließ Martha Firmbach es sich nicht nehmen, in diese Arbeit mit einzugreifen.

    Zum Tanz ausgebüchst

    Martha Firmbach wurde im Jahre 1918 geboren und zwar genau an dem Tag, an dem ihr Vater aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrte. Ihr Vater hatte ein Tüchnergeschäft und da wurde noch mit Schubkarren oder Handwagen das Gerüst auf der Schotterstraße in die nächsten Ortschaften gebracht.

    Sie war in ihrer Jugend schon für alles aufgeschlossen und gilt als „erste Motorradfahrerin“ von Limbach, von wo sie in den 30er-Jahren auch schon einmal mit dem Motorrad zum Tanz nach Sand ausgebüchst ist.

    Im Kreise ihrer großen Familie wurde der Geburtstag ausgiebig gefeiert und immer wieder musste Martha Firmbach Gratulationen von Gästen entgegennehmen. (gg)

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