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    Haßfurt

    Die schönsten Gärten und Parks im Landkreis Haßberge

    Tipp für einen Wochenend-Ausflug: der Landschaftsgarten Bettenburg bei Wetzhausen im Landkreis Haßberge. Foto: Michael Mößlein

    Landschaftsgarten Bettenburg

    Das Renaissance-Schloss Bettenburg liegt weithin sichtbar auf einer Bergkuppe. Rund um das Schloss herum liegt der Landschaftspark, der 1789 von Freiherr Christian Truchsess von Wetzhausen in Auftrag gegeben wurde. Etwas versteckt im Wald führt ein Rundweg mit Denkmälern und kleinen Bauwerken durch den Park. Der Minnesängerplatz, die künstliche Ruine und die Denkmäler für Ulrich von Hutten, Götz von Berlichingen und Franz von Sickingen stehen für die verklärende Haltung des Erbauers zur deutschen Vergangenheit. Der Weg ist knapp sechs Kilometer lang und führt über Straßen, aber auch über Wald- und Wiesenwege.

    Öffnungszeiten: ganzjährig frei zugänglich, Führungen Nico Kapp, Tel.: 09535/1211 und Johann Reuscher, Tel.: 09523/1560

    Adresse: Schloss Bettenburg, Manau 22, 97461 Hofheim

    Eine künstliche Ruine bereichert den Landschaftsgarten Bettenburg bei Wetzbausen. Foto: Michael Mößlein

    Privatgarten Pecoraro-Schneider

    Wenn zwei Gartenliebhaber wie Sabine Pecoraro-Schneider und Reinhard Schneider ihre Ideen verwirklichen, dann entstehen Gartenträume. So geschehen an dem Anwesen aus dem Jahre 1897. Viele alte Elemente, wie die Obstwiese, der Teich und auch einiges an vorhandener Bepflanzung wurden übernommen. Dazwischen unterteilen üppige Rosenbögen die verschiedenen Gartenbereiche. Im Staudengarten gibt es zu allen Zeiten Blühendes, im Küchengarten schlägt dagegen das Herz der Selbstversorger. Ganz lauschig wird es im dritten Gartenraum, dort findet man neben dem Teich eine Reihe historischer Rosen. Im Gräserpfad haben Skulpturen aus eigenem Atelier ihren Auftritt.

    Öffnungszeiten: Besichtigung nach telefonischer Voranmeldung: (0 95 27) 95 20 755.

    Adresse: Garten Pecoraro-Schneider, J.-v.-Wolnberg-Straße 54, OT Hainert, 97478 Knetzgau. www.pecoraroschneider.com

    Der Privatgarten von Sabine Pecoraro-Schneider und Reinhard Schneider in Knetzgau ist ein blühendes Paradies. Foto: Sabine Pecoraro-Schneider

    Privatgarten Gruber

    Einen Hauch asiatischen Gartenflairs erleben die Besucher auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück von Manuela und Thomas Gruber in Marbach. Schon Bambus und verschiedene Gräser verbreiten eine fernöstliche Stimmung und begleiten die Wasserflächen, die das beherrschende Element des Gartens sind. Der Schwimmteich und die Koi-Teiche sind japanischen Anlagen nachempfunden und mit vielen Details gestaltet. Für zusätzliche Exotik sorgt das Gehege mit Nandus, Graugänsen und Papageien. Bei schlechtem Wetter besteht die Möglichkeit, tropische Fische, Riffaquarien und Papageien in beheizten Innenräumen zu besichtigen.

    Öffnungszeiten: Besuch nach telefonischer Absprache: ? (0 95 32) 980 959.

    Adresse: Privatgarten Gruber, Marbach 42, 96126 Maroldsweisach, www.koi-und-mehr.

    Schlosspark Untermerzbach

    Asien und das Element Wasser haben Manuela und Thomas Gruber im Maroldsweisacher Ortsteil Marbach bei der Gestaltung ihres Gartens inspiriert. Foto: Alois Wohlfahrt

    Der englische Garten von Eduard Petzold harmoniert mit barocken Elementen. Markant sind die Terrassen und Treppen mit Balusterbrüstungen und hohen Futtermauern aus Sandstein aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zentrales Element des landschaftlich gestalteten Gartens ist eine große, der Terrassenanlage vorgelagerte Wiesenfläche, die im Norden in einem kleinen See endet. Geschwungene Wege führen um die Wiese, verbinden den Antrittspunkt der Treppenanlage mit dem Tor in der Ostmauer und fächern sich im Ostteil des Parks so auf, dass ein Rundweg sowohl auf der Ebene der Wiese, des Schlosses als auch der Zwischenterrasse möglich ist.

    Öffnungszeiten: der Garten ist frei zugänglich, immer wieder finden dort Gartenmärkte statt

    Adresse: Schloss Gereuth 1, 96190 Untermerzbach, www.schloss-gereuth.de

    Der englische Garten von Eduard Petzold harmoniert mit barocken Elementen.  Foto: Michael Mößlein

    Abt-Degen-Steig

    Der Abt-Degen-Steig am Südhang der Haßberge lockt mit Strecken zwischen fünf und 25 Kilometern – und macht es Wanderern und Spaziergängern damit besonders leicht, in das Weinerlebnis zwischen Zeil am Main und dem Ebelsbacher Ortsteil Steinbach einzutauchen: Für jede Wanderlust bietet der Steig etwas – und das sogar barrierefrei. Seinen Namen hat der Steig von dem in Zeil a.Main gebürtigen Abt Alberich Degen: Er hat mit den Zisterzienser-Mönchen im 17. Jahrhundert maßgeblich zum Anbau und zur Verbreitung der Silvanerrebe in Franken beigetragen, die heute zu den wichtigsten in Franken gehört. Auf dem Weg durch verschiedene Weinbergslagen hat man einen fantastischen Blick auf das Maintal.

    Öffnungszeiten: ganzjährig frei zugänglich

    Adresse: Abt-Degen-Weingarten, 97475 Zeil a.Main, www.zeil-am-main.de

    Der Weinwanderweg Abt-Degen-Steig führt von Zeil am Main nach Ebelsbach-Steinbach. Foto: Ralf Naumann

    Schlosspark Oberschwappach

    Fast möchte man sich dazusetzen zu den Picknickgästen auf der Wiese im Oberschwappacher Schlosspark. Denn sie und viele andere sind Teil eines Skulpturenparks, den der ehemalige Barockgarten zwischen seinen mächtigen Bäumen beherbergt. Ganz selbstverständlich reihen sich die Werke verschiedener Künstler in die malerische Parkkulisse ein und sorgen für überraschende Blickpunkte. Wer aber lieber ganz andere Sinneserfahrungen machen möchte, der durchläuft den Barfußweg, der Groß und Klein gleichermaßen anzieht. Deutlich barocker geht es direkt vor der prächtigen Schlossfassade zu.

    Hier ist die historische Gestaltung des Ensembles noch deutlich spürbar. Die terrassenartigen Anlagen schaffen eine elegante Verbindung zwischen Schloss und Ortsmitte. Rosen, Stauden, Sommerblumen und Kräuter zieren die geometrischen Beetformen als blumige Begleiter, und wer zwischen Buchshecken und in Form geschnittenen Bäumen die Treppe zum Schloss hinauf schreitet, spürt bestimmt schon dort die Bedeutung der einstigen Sommerresidenz der Ebracher Äbte. Denn ein Museum, wechselnde Kunstausstellungen und Konzerte machen das Schloss und den Park bis heute zum kulturellen Zentrum des Ortes.

    Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet

    Adresse: Schloss Oberschwappach, Schlossstraße 6, 97478 Knetzgau

    Im Frühling blühen die Krokusse im Schlosspark von Oberschwappach. Foto: Johanna Eckert

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